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Kettner Edelmetalle
09.06.2026
11:02 Uhr

Politisches Erdbeben: Erstmals will mehr als jeder Dritte die AfD wählen – die Union schrumpft

Politisches Erdbeben: Erstmals will mehr als jeder Dritte die AfD wählen – die Union schrumpft

Es ist ein Wert, der in den Berliner Parteizentralen für hektische Betriebsamkeit sorgen dürfte: Zum ersten Mal in der bundesdeutschen Geschichte verfügt die AfD über ein größeres Wählerpotential als die einst stolze Union. Eine aktuelle Insa-Erhebung für die Bild bringt es schonungslos ans Licht – und entlarvt zugleich den schleichenden Vertrauensverlust, den die etablierten Kräfte des Landes erleiden.

35 zu 33: Wenn die Volkspartei zur Restgröße wird

Ganze 35 Prozent der Wahlberechtigten könnten sich vorstellen, ihr Kreuz bei der Partei von Alice Weidel und Tino Chrupalla zu setzen. Die CDU/CSU hingegen kommt nur noch auf magere 33 Prozent – gleichauf übrigens mit einer SPD, die selbst auf diesem Niveau verharrt. Wer hätte das vor wenigen Jahren für möglich gehalten? Die Union, jahrzehntelang der unangefochtene Fels in der parteipolitischen Brandung, muss zusehen, wie ihr maximales Reservoir an Sympathisanten schlicht dahinschmilzt.

Die Grünen erreichen demnach ein Potential von 28,5 Prozent, die Linke 22,5 Prozent. Unter der oft als magische Grenze gehandelten 20-Prozent-Marke dümpeln dagegen FDP mit 16,5 und das BSW mit 15,5 Prozent vor sich hin. Es sind Zahlen, die ein Bild der Zersplitterung und des Niedergangs zeichnen.

Die Ausschöpfungsquote – die wahre Achillesferse der Union

Doch das eigentlich Brisante liegt im Detail. Denn Potential ist nicht gleich Stimme. Auf dem Wahlzettel muss man sich entscheiden, und genau hier zeigt sich, welche Partei ihre Anhänger wirklich an die Urne bringt. In der Sonntagsfrage liegt die AfD bei satten 29 Prozent – das entspricht einer Ausschöpfung von beeindruckenden 83 Prozent. Fünf von sechs Sympathisanten machen Nägel mit Köpfen.

Während die AfD ihre Anhänger nahezu vollständig mobilisiert, verliert die Union jeden dritten potenziellen Wähler auf dem Weg zur Wahlkabine.

Die CDU/CSU dagegen krebst bei 21 Prozent herum – eine Ausschöpfungsquote von gerade einmal 64 Prozent. Noch dramatischer trifft es die SPD, die mit 12 Prozent nur ein Drittel ihres ohnehin geschrumpften Potentials realisiert. Am bittersten ergeht es der FDP: 3,5 Prozent in der Sonntagsfrage bedeuten eine kümmerliche Ausschöpfung von 21 Prozent. Würde sie ihr Reservoir so effizient nutzen wie die AfD, läge sie bei komfortablen 13,5 Prozent.

Was hinter den nackten Zahlen steckt

Wer sich fragt, woher dieser Vertrauensverlust rührt, muss nur die politische Großwetterlage betrachten. Eine Große Koalition unter Friedrich Merz, die einst versprach, keine neuen Schulden zu machen, und nun ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen durchwinkt. Eine Kriminalitätsentwicklung, die Bürger Tag für Tag verunsichert. Eine Migrationspolitik, deren Folgen viele Menschen am eigenen Leib spüren. Es ist kein Zufall, dass immer mehr Wähler den etablierten Parteien den Rücken kehren.

Die Union mag sich noch so sehr als bürgerliche Kraft inszenieren – die Menschen merken offenbar, dass zwischen Wahlkampfrhetorik und Regierungshandeln Welten liegen. Das Versprechen, anders zu regieren, verpufft, sobald man mit der SPD im selben Boot sitzt.

Eine Zeitenwende, die niemand mehr ignorieren kann

Natürlich sind Umfragen Momentaufnahmen, und natürlich hängt vieles von der Fragestellung ab. Doch der Trend ist unverkennbar und lässt sich nicht mehr wegdiskutieren: Die politische Landschaft Deutschlands ordnet sich neu. Die jahrzehntelange Dominanz der sogenannten Volksparteien gehört der Vergangenheit an. Ob das den Verantwortlichen in den Parteizentralen gefällt oder nicht – die Bürger sprechen eine deutliche Sprache.

In unruhigen politischen wie wirtschaftlichen Zeiten suchen viele Menschen nach Beständigkeit. Während Parteien kommen und gehen und Versprechen sich in Luft auflösen, behalten physische Edelmetalle wie Gold und Silber seit Jahrtausenden ihren Wert. Wer sein Vermögen krisenfest aufstellen möchte, findet in ihnen eine bewährte Ergänzung für ein breit gestreutes Portfolio – unabhängig davon, wer gerade in Berlin regiert.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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