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Kettner Edelmetalle
31.01.2026
08:19 Uhr

Polens Präsident setzt auf Atomkraft: Ein Vorbild für Deutschlands gescheiterte Energiepolitik?

Während Deutschland seine letzten Kernkraftwerke abgeschaltet hat und sich in einem energiepolitischen Chaos befindet, geht Polen einen völlig anderen Weg. Der polnische Präsident Karol Nawrocki fordert einen konsequenten Umstieg von Kohle direkt auf Kernenergie – und umgeht dabei bewusst den Zwischenschritt über Erdgas. Eine Entscheidung, die angesichts der geopolitischen Verwerfungen der letzten Jahre mehr als vernünftig erscheint.

Kernenergie statt Gasabhängigkeit: Polens strategische Weitsicht

Die Botschaft aus Warschau ist unmissverständlich: Polen will sich nicht in eine neue Abhängigkeit begeben. Präsident Nawrocki betonte vor seiner Reise nach Davos, dass Erdgas aufgrund seiner Anfälligkeit für geopolitische Turbulenzen keine tragfähige Lösung für die Energiesicherheit seines Landes darstelle. Eine Erkenntnis, die man sich auch in Berlin hätte zu Herzen nehmen können, bevor man die eigene Energieversorgung mutwillig zerstörte.

Der polnische Sejm hat bereits nahezu einstimmig ein Gesetz verabschiedet, das den Bau des ersten Kernkraftwerks in Lubiatów-Kopalin mit über 60 Milliarden Zloty – umgerechnet etwa 14 Milliarden Euro – unterstützt. Die Verhandlungen über den Bauvertrag sollen bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein, der erste Reaktor soll 2028 mit dem Bau beginnen und 2036 ans Netz gehen.

Die überlegene Energiedichte der Kernkraft

Was viele Befürworter der sogenannten Energiewende geflissentlich ignorieren, sind die physikalischen Realitäten. Kernbrennstoffe besitzen eine Energiedichte, die fossile Brennstoffe um das Millionenfache übertrifft. Windkraft hingegen schneidet in dieser Hinsicht katastrophal ab – ihre Energiedichte liegt nochmals um fast eine Million unter der von Wasserkraft. Diese Zahlen sollten eigentlich jeden rational denkenden Menschen zum Nachdenken bringen.

„Anlagen für erneuerbare Energien haben eine Betriebsdauer von 15 bis 25 Jahren. Kernkraft hat eine viel längere Lebensdauer von 60 bis 80 Jahren. Darüber hinaus muss Kernkraft im Gegensatz zu erneuerbaren Energien nicht ausgeglichen werden, was ihre Wirtschaftlichkeit erhöht."

So erklärt es Marcin Izdebski, Experte am Zentrum für Entwicklungsstrategien. Eine nüchterne Analyse, die in Deutschland leider viel zu selten Gehör findet.

Pragmatismus statt Ideologie: Was Deutschland lernen könnte

Der stellvertretende Energieminister Wojciech Wrochna bringt die polnische Haltung auf den Punkt: Die Regierung verfolge einen rationalen und pragmatischen Ansatz, keine ideologische Haltung gegenüber irgendeiner Energiequelle. Die Politik orientiere sich an drei Zielen – Energiesicherheit, Reduzierung der CO2-Emissionen und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit.

Man stelle sich vor, eine solche Vernunft würde auch in Berlin Einzug halten! Stattdessen hat Deutschland unter dem Einfluss grüner Ideologie seine Kernkraftwerke abgeschaltet und sich in eine gefährliche Abhängigkeit von ausländischem Gas begeben. Die Quittung dafür zahlen die deutschen Bürger mit explodierenden Energiepreisen und einer schwindenden industriellen Basis.

Die Risiken der Gasabhängigkeit

Wojciech Dąbrowski, ehemaliger Präsident der polnischen Energiegruppe, warnt eindringlich vor den Gefahren einer Gasabhängigkeit. Polen müsse etwa 80 Prozent seines Gases importieren, was das Land extrem verwundbar für geopolitische Erschütterungen mache. Gas könne daher nur eine sinnvolle Ergänzung sein, niemals aber das Rückgrat der Energieversorgung.

Diese Erkenntnis hätte auch deutschen Politikern dämmern können, als sie Nord Stream 2 vorantrieben und gleichzeitig die heimische Kernkraft abschalteten. Doch ideologische Verblendung und eine naive Vorstellung von internationalen Beziehungen haben zu einer Situation geführt, in der Deutschland nun teures amerikanisches LNG importieren muss – zu Preisen, die die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie massiv beeinträchtigen.

Ein Weckruf für Europa

Polens Entscheidung für die Kernenergie ist mehr als nur eine nationale Energiestrategie – sie ist ein Weckruf für ganz Europa. Während sich Deutschland in ideologischen Grabenkämpfen über Windräder und Solarpanele verliert, bauen andere Länder eine stabile, zuverlässige und langfristig wirtschaftliche Energieversorgung auf.

Die Ironie der Geschichte will es, dass ausgerechnet Polen, das jahrzehntelang auf Kohle setzte, nun einen rationaleren Weg einschlägt als das einstige Industrieland Deutschland. Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen in Berlin einmal fragen, warum ein Land wie Polen in der Lage ist, eine vernünftige Energiepolitik zu betreiben, während Deutschland von einer energiepolitischen Katastrophe in die nächste stolpert.

Die Zeit der grünen Träumereien muss ein Ende haben. Kernenergie ist keine Technologie von gestern, sondern die Grundlage für eine sichere und prosperierende Zukunft. Polen hat das verstanden – wann wird Deutschland aufwachen?

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