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Kettner Edelmetalle
25.05.2026
13:29 Uhr

Pokerspiel am Persischen Golf: Washington und Teheran tasten sich an einen Deal heran

Pokerspiel am Persischen Golf: Washington und Teheran tasten sich an einen Deal heran

Während Berlin sich in Debatten über Elterngeld und Tankrabatt verzettelt, könnte sich am anderen Ende der Welt ein geopolitisches Erdbeben anbahnen – mit gewaltigen Folgen für die Weltwirtschaft. US-Außenminister Marco Rubio hat in Neu-Delhi durchblicken lassen, dass eine schnelle Vereinbarung zur Beendigung des Irankriegs durchaus im Bereich des Möglichen liege. Auf dem Tisch liege ein "ziemlich solides" Paket, mit dem die strategisch hochbrisante Straße von Hormus wieder geöffnet werden könnte. Die Märkte reagierten prompt: Der Ölpreis brach binnen Stunden um über fünf Prozent ein.

Der Deal, der die Weltwirtschaft verändern könnte

Rubio sprach von "viel Unterstützung" aus der Golfregion. Kein Wunder: Die arabischen Anrainerstaaten haben kein Interesse daran, dass die wichtigste Öl-Lebensader des Planeten zur Schießbude radikaler Mullahs wird. Durch die Straße von Hormus fließt rund ein Fünftel des global gehandelten Erdöls. Jede Stunde, in der diese Meerenge blockiert bleibt, kostet die Weltwirtschaft Milliarden – und treibt nebenbei die Inflation in Ländern wie Deutschland weiter an, wo der Bürger ohnehin schon an der Zapfsäule und beim Heizen ausgeplündert wird.

Der Preis der Nordseesorte Brent fiel laut Marktdaten auf 98,22 Dollar pro Barrel, West Texas Intermediate gab um 5,2 Prozent auf 91,57 Dollar nach. Ein deutliches Signal: Die Händler glauben offenbar an einen Durchbruch.

Trump bleibt hart – und das ist gut so

US-Präsident Donald Trump zeigt in dieser Frage genau jene Haltung, die man sich von einem westlichen Staatschef wünscht: Entschlossenheit ohne Hektik. Er sei "nicht in Eile", werde "keinen schlechten Deal" abschließen. Entweder gebe es ein "großartiges und bedeutungsvolles" Abkommen – oder eben gar keines. Das ist die Sprache eines Verhandlungsführers, der seine Hebel kennt und sie zu nutzen weiß. Während europäische Spitzenpolitiker meist mit erhobenem Zeigefinger und moralischen Sonntagsreden auftreten, agiert Washington pragmatisch.

Rubio machte zugleich klar, dass Israels Recht auf Selbstverteidigung nicht verhandelbar sei. Sollte die pro-iranische Hisbollah-Miliz vom Libanon aus Raketen abfeuern, habe Israel "jedes Recht, darauf zu reagieren". Eine klare Ansage, die in den verklausulierten Worthülsen deutscher Außenpolitik schmerzlich vermisst wird.

Atomwaffen-Frage als Knackpunkt

Der zentrale Streitpunkt bleibt das iranische Atomprogramm. Israel pocht darauf, dass jede Friedensvereinbarung Teheran dauerhaft am Bau von Atombomben hindern müsse. Rubio äußerte sich zuversichtlich, dass der Iran zu "sehr realen, bedeutenden, zeitlich begrenzten Verhandlungen" in der Atomfrage bereit sei. Seit Anfang April hält eine fragile Waffenruhe – ein dünnes Eis, auf dem die Diplomatie nun tanzen muss.

Was das für Anleger und Bürger bedeutet

Egal wie die Verhandlungen ausgehen: Die geopolitische Großwetterlage bleibt explosiv. Der Nahost-Konflikt, der Ukraine-Krieg, eine taumelnde Weltwirtschaft – all das sind Faktoren, die nervöse Märkte und unsichere Währungen weiter befeuern werden. Wer in solchen Zeiten ausschließlich auf Papierwerte, ETF-Träume oder eine vermeintlich stabile Einheitswährung setzt, sollte sich nicht wundern, wenn am Ende des Tages die Kaufkraft seines Vermögens dahinschmilzt wie Butter in der Sonne. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben in jeder geopolitischen Krise der letzten Jahrhunderte ihre Funktion als wertbeständiger Anker bewiesen – und gehören in jedes breit gestreute, krisenfeste Portfolio.

"Entweder gibt es ein großartiges und bedeutungsvolles Abkommen – oder es wird überhaupt kein Abkommen geben." – Donald Trump

Haftungsausschluss

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier wiedergegebenen Informationen entsprechen dem Kenntnisstand unserer Redaktion und unserer Meinung. Jeder Leser ist verpflichtet, vor Anlageentscheidungen eigene Recherchen anzustellen und gegebenenfalls einen unabhängigen Fachberater hinzuzuziehen. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen ist jeder Anleger selbst verantwortlich.

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