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Kettner Edelmetalle
05.05.2026
11:53 Uhr

Pleitewelle ohne Ende: Deutschlands industrielles Tafelsilber wird verramscht

Wer geglaubt hatte, das Schlimmste sei überstanden, der wird in diesen Tagen eines Besseren belehrt. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform schlägt Alarm: Auch 2026 werde die Insolvenzwelle über die deutsche Wirtschaft hinwegrollen – und sie wird Spuren hinterlassen, die so schnell niemand mehr ausbügeln kann. Was hier verloren geht, ist nichts weniger als das industrielle Rückgrat einer Nation, die einst stolz das Etikett „Made in Germany“ in alle Welt exportierte.

Wenn kerngesunde Betriebe das Handtuch werfen müssen

Besonders bitter: Es trifft eben nicht nur die wackligen Kandidaten, sondern zunehmend Unternehmen mit eigentlich solider Struktur. Der Chefökonom von Creditreform, Patrik-Ludwig Hantzsch, brachte es gegenüber Reuters auf den Punkt – viele Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe müssten den Markt verlassen, obwohl sie betriebswirtschaftlich grundsätzlich tragfähig seien. Eine Zahl wagte er nicht zu nennen, das Jahr sei eine „viel zu große Blackbox“. Klartext: Die Lage ist so verfahren, dass selbst nüchterne Statistiker kapitulieren.

Was hier still und leise verschwindet, sind oft Unternehmen, die mit ihren bestehenden Anlagen heute gar keine Genehmigung mehr erhalten würden – ein Treppenwitz der deutschen Regulierungswut. Vor allem das metallverarbeitende Gewerbe blutet aus. Genau jene Betriebe, die Innovationskraft und Know-how über Jahrzehnte aufgebaut haben, gehen für immer verloren. Wer einmal eine Drehbank, eine Schmiede oder eine Spezialfertigung dichtmacht, der baut sie nicht wieder auf. Diese Substanz ist unwiederbringlich.

Energiepreise, Bürokratie, Politikversagen

Die Ursachen liegen offen auf dem Tisch, doch die politische Klasse in Berlin scheint sie konsequent zu ignorieren. Hohe Energiepreise – Resultat einer ideologisch verbohrten Klimapolitik, die Industrie und Mittelstand seit Jahren als CO₂-Schleudern brandmarkt. Eine Bürokratie, die mittlerweile groteske Züge angenommen hat. Ein Welthandel, der unter Trumps Zollpolitik ächzt, während Brüssel mit Lieferkettengesetzen, Taxonomie-Verordnungen und Berichtspflichten den letzten Rest unternehmerischer Energie absaugt.

Hantzsch spricht von einer „doppelten Belastung“, die sich tief in die Substanz vieler Betriebe fresse. Die Krise sei nicht konjunktureller, sondern struktureller Natur. Übersetzt heißt das: Selbst wenn der nächste Aufschwung kommt, werden viele dieser Unternehmen nicht mehr existieren. Das 500-Milliarden-Sondervermögen der Großen Koalition unter Friedrich Merz wird daran nichts ändern – im Gegenteil, es treibt die Inflation weiter an und belastet kommende Generationen mit Zinslasten, ohne die strukturellen Probleme an der Wurzel zu packen.

Westeuropa als Sorgenkind, Deutschland im traurigen Spitzenfeld

Der Befund ist europaweit verheerend: 197.610 Unternehmenspleiten in Westeuropa im Jahr 2025 – ein Niveau, das es seit über zwei Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat. Plus 4,8 Prozent zum Vorjahr. Die Schweiz führt das traurige Ranking mit einem Plus von 35,3 Prozent an, gefolgt von Griechenland mit 24,4 Prozent. Deutschland reiht sich mit 8,8 Prozent in die unrühmliche Liste ein.

Bemerkenswert hingegen: In Osteuropa gingen die Insolvenzen insgesamt um 7,1 Prozent zurück. Die Niederlande, Irland und Norwegen verzeichneten ebenfalls einen Rückgang. Hantzsch konstatiert lakonisch, Europa entwickle sich zunehmend auseinander – die wirtschaftliche Schwäche der zentralen Industrieländer belaste den gesamten Kontinent. Mit anderen Worten: Während Deutschland und seine direkten Nachbarn straucheln, ziehen andere davon.

Ein „neues Erfolgsmodell“ – aber wer soll es schmieden?

Hantzsch fordert ein „neues Erfolgsmodell für Deutschland“. Schön gesagt, doch wer soll das liefern? Eine Politik, die seit Jahren primär damit beschäftigt ist, gendergerechte Sprache zu normieren, Heizungen zu verbieten und Verbrenner aus dem Markt zu drängen, wird kaum die Kraft aufbringen, einen industriellen Aufbruch zu organisieren. Die Substanz, die heute verloren geht, ist morgen nicht mehr abrufbar – und mit ihr verschwinden Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Wertschöpfung, die einst den deutschen Wohlstand begründeten.

Insolvenzen seien, so Hantzsch, kein Übel an sich, sondern ein „überlebenswichtiger Mechanismus in unserer sozialen Marktwirtschaft“. Das stimmt – aber wenn der Mechanismus zur Massenabwicklung kerngesunder Betriebe mutiert, dann ist es Zeit, die Rahmenbedingungen zu hinterfragen, die diese Lage erst herbeigeführt haben. Hohe Steuern, hohe Energiekosten, ausufernde Regulierung und eine politische Klasse, die den industriellen Mittelstand bestenfalls als Lobbyobjekt, schlimmstenfalls als Klimasünder begreift – das ist die toxische Mischung, die Deutschland gerade in den Abgrund schlittern lässt.

Vermögenssicherung in unsicheren Zeiten

In Phasen wie diesen, in denen die wirtschaftlichen Fundamente erschüttert werden und politische Fehlentscheidungen die Inflation weiter befeuern, gewinnt der Gedanke der Vermögenssicherung an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher in Krisenzeiten bewährt. Sie sind kein Allheilmittel, doch als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie einen handfesten Schutz vor genau jenen Risiken, die uns die kommenden Jahre bescheren dürften: Geldentwertung, Schuldenexplosion und politische Unwägbarkeiten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte sich umfassend informieren oder einen unabhängigen Berater hinzuziehen. Die hier geäußerten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen.

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