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25.02.2026
06:45 Uhr

Plagiatsskandal erschüttert den Elfenbeinturm: Schwere Vorwürfe gegen Ex-Ethikrat-Chefin Buyx

Es ist eine jener Geschichten, die man sich nicht besser ausdenken könnte: Ausgerechnet die Frau, die während der Corona-Jahre als moralische Instanz der Nation auftrat und Millionen Bürgern vorschrieb, was ethisch geboten sei, soll bei ihrer eigenen Doktorarbeit geschummelt haben. Der österreichische Plagiatsprüfer Stefan Weber hat in einem umfangreichen Gutachten 73 Plagiatsfragmente in der Dissertation von Alena Buyx identifiziert – jener Alena Buyx, die als Vorsitzende des Deutschen Ethikrates die härtesten Grundrechtseinschränkungen der Nachkriegsgeschichte für „grundsätzlich gerechtfertigt" erklärte.

Die Ethikerin und ihre fragwürdige Ethik

Die 2005 an der Medizinischen Fakultät der Universität Münster eingereichte Dissertation trägt den sperrigen Titel „Lateralisierung von Aufmerksamkeit bei gesunden Linkshändern und Rechtshändern" – eine Arbeit zur funktionellen transkraniellen Dopplersonografie. Was zunächst nach trockener Wissenschaft klingt, entpuppt sich nach Webers Analyse als ein Flickenteppich aus fremden Textbausteinen. Der Plagiatsjäger stützt sich dabei auf Softwareprüfungen mittels Turnitin Similarity sowie ergänzende Recherchen mit WCopyfind und der Wayback Machine.

Sein zentraler Vorwurf wiegt schwer: Buyx habe in zahlreichen Passagen nicht nur inhaltliche Ausführungen, sondern auch Literaturangaben aus älteren Dissertationen derselben Fakultät übernommen, ohne dies als Sekundärzitate kenntlich zu machen. Man könnte es auch weniger diplomatisch formulieren: Sie habe sich mit fremden Federn geschmückt.

Identische Fehler als rauchende Pistole

Besonders brisant sind die sogenannten identischen Zitierfehler. In der Dissertation fänden sich dieselben falschen Seitenzahlen, fehlerhaften Namensschreibungen und unvollständigen Literaturangaben wie in früheren Arbeiten anderer Doktoranden. Wer schon einmal wissenschaftlich gearbeitet hat, weiß: Wenn zwei Arbeiten exakt denselben Fehler enthalten, dann hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einer vom anderen abgeschrieben. Es ist, als würde ein Schüler bei einer Klassenarbeit nicht nur die richtigen Antworten des Nachbarn kopieren, sondern auch dessen Fehler – ein klassischer Anfängerfehler beim Abschreiben.

Als mutmaßliche Vorlagen nennt Weber Dissertationen von Anneken (2003), Dräger (2001), Jansen (2004), Bäcker (2001) und Manemann (2004), die allesamt an derselben Fakultät entstanden seien. Die dokumentierten Parallelen beträfen vor allem die Grundlagen- und Methodenkapitel. Zwei Textübernahmen im Diskussionsteil wertet Weber als besonders schwerwiegend, da es sich hierbei nicht um reproduziertes Fachwissen, sondern um eigenständige wissenschaftliche Einordnung und Bewertung handeln müsse.

Ein aufgeblähtes Literaturverzeichnis?

Auch das Literaturverzeichnis wirft Fragen auf. Der Fließtext der Dissertation umfasse laut Weber 83 Seiten, hinzu kämen 30 Seiten Literaturverzeichnis mit insgesamt 284 Titeln, davon 265 englischsprachig. Zahlreiche Titel würden nur im Literaturverzeichnis erscheinen, ohne im Text zitiert zu sein. Umgekehrt gebe es Literaturangaben im Text, die im Verzeichnis fehlten. Weber deutet dies als Hinweis auf eine möglicherweise nur formal umfangreiche, inhaltlich aber nicht durchgängig eigenständig erarbeitete Literaturarbeit. Auf gut Deutsch: viel Schein, wenig Sein.

Die Corona-Hardlinerin und ihre moralische Fallhöhe

Die politische Brisanz dieses Falls kann kaum überschätzt werden. Alena Buyx war nicht irgendeine Akademikerin. Sie war die moralische Autorität während der Corona-Pandemie, die Frau, die den Deutschen erklärte, warum Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht, Isolation und massive Eingriffe in das öffentliche Leben „gerechtfertigt" seien. Unter ihrer Leitung veröffentlichte der Ethikrat einen 161 Seiten umfassenden Bericht, der die einschneidendsten Grundrechtseinschränkungen seit Bestehen der Bundesrepublik im Wesentlichen absegnete.

Man erinnere sich: Es war die Zeit, in der ungeimpfte Bürger wie Aussätzige behandelt wurden, in der Kinder monatelang nicht zur Schule gehen durften, in der alte Menschen einsam in Pflegeheimen starben, weil ihnen der Besuch ihrer Angehörigen verwehrt wurde. Und mittendrin stand Alena Buyx als moralischer Kompass einer Nation, die den Kompass längst verloren hatte. Die Ironie, dass ausgerechnet diese selbsternannte Hüterin der Ethik nun mit dem Vorwurf wissenschaftlicher Unredlichkeit konfrontiert wird, könnte kaum größer sein.

Eine Tradition des akademischen Hochstapelns?

Der Fall Buyx reiht sich ein in eine mittlerweile beachtliche Liste prominenter Plagiatsfälle in Deutschland. Man denke an Karl-Theodor zu Guttenberg, an Annette Schavan, an Franziska Giffey. Es scheint, als hätte sich in gewissen Kreisen der deutschen Elite eine Kultur des akademischen Hochstapelns etabliert, in der der Doktortitel weniger als Nachweis wissenschaftlicher Kompetenz denn als Eintrittskarte in die bessere Gesellschaft fungiert. Dass ausgerechnet jene, die anderen am lautesten Moral predigen, bei der eigenen wissenschaftlichen Redlichkeit offenbar nicht so genau hinschauen, passt ins Bild einer politischen Klasse, die zunehmend das Vertrauen der Bürger verspielt.

Weber fordert die Universität Münster nun auf zu prüfen, ob ein Verfahren zur Überprüfung und gegebenenfalls zur Entziehung des Doktorgrades einzuleiten sei. In seiner gutachterlichen Gesamtbewertung spricht er von deutlichen Verstößen gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis, die in Deutschland seit den späten neunziger Jahren normiert seien.

Ohrenbetäubendes Schweigen

Und was sagt die Betroffene selbst? Nichts. Alena Buyx sei mit den konkreten Vorwürfen konfrontiert worden, eine Stellungnahme liege bisher nicht vor. Dieses Schweigen spricht Bände. Wer sich seiner Unschuld sicher ist, der tritt vor die Kameras und räumt die Vorwürfe aus. Wer schweigt, der hofft, dass der Sturm vorüberzieht.

Doch dieser Sturm dürfte nicht so schnell abflauen. Denn Stefan Weber ist kein Mann, der leichtfertig Vorwürfe erhebt. Seine Gutachten sind akribisch, seine Methodik ist erprobt, und seine Erfolgsbilanz bei der Aufdeckung wissenschaftlichen Fehlverhaltens ist beeindruckend. Dass er sich parallel in einem Rechtsstreit um die Dissertation einer anderen Akademikerin befindet und dafür sogar auf Spendengelder angewiesen ist, zeigt, wie schwer es in Deutschland geworden ist, die Mächtigen zur Rechenschaft zu ziehen.

Eines steht fest: Sollten sich die Vorwürfe erhärten, wäre dies nicht nur das Ende einer akademischen Karriere, sondern auch eine schallende Ohrfeige für all jene, die während der Corona-Jahre blind auf die vermeintliche Autorität des Ethikrates vertraut haben. Es wäre ein weiterer Beweis dafür, dass die selbsternannten Eliten dieses Landes allzu oft auf tönernen Füßen stehen – und dass es mutige Einzelkämpfer wie Stefan Weber braucht, um die Fassade zum Einsturz zu bringen.

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