
Pest oder Cholera: Merz fällt in der Wählergunst noch hinter Scholz zurück
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein Jahr nach dem viel beschworenen „Neuanfang" in Berlin sehnen sich die Deutschen offenbar nach jenem Kanzler zurück, den sie erst im Februar 2025 mit Pauken und Trompeten aus dem Amt gejagt haben. Was wie ein schlechter Witz klingt, ist das Ergebnis einer aktuellen INSA-Umfrage für die Bild-Zeitung – und es wirft ein vernichtendes Licht auf den Zustand der deutschen Politik.
Die Zahlen sprechen eine brutale Sprache
Gerade einmal 22 Prozent der Befragten sind der Meinung, Friedrich Merz mache seinen Job als Bundeskanzler besser als sein Vorgänger Olaf Scholz. Dagegen sehen 35 Prozent den glücklosen SPD-Mann rückblickend vorne. Ein Drittel der Deutschen – 33 Prozent – erkennt schlicht keinen Unterschied zwischen beiden. Man könnte auch sagen: Für ein Drittel der Bevölkerung ist es einerlei, welcher Berufspolitiker das Land gegen die Wand fährt.
Dabei hatte Merz im Wahlkampf vollmundig versprochen, alles anders und besser zu machen. Keine neuen Schulden, eine Wirtschaftswende, harte Migrationspolitik – die Versprechen waren so groß wie die Enttäuschung, die ihnen folgte. Stattdessen bekam Deutschland ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten wird, eine Koalition mit der SPD, die niemand wollte, und einen Kanzler, der offenbar mehr Talent für BlackRock-Vorstandssitzungen mitbringt als für die Führung einer Nation.
Auch die Minister enttäuschen auf ganzer Linie
Besonders pikant: Selbst einzelne Minister der schwarz-roten Koalition schneiden schlechter ab als ihre Vorgänger aus der verhassten Ampelregierung. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) kommt auf magere 19 Prozent Zustimmung – während ausgerechnet Robert Habeck, der Mann, der die deutsche Energiepolitik an den Rand des Abgrunds führte, rückblickend auf 27 Prozent kommt. Dass ein grüner Wirtschaftsminister, unter dessen Ägide ganze Industriezweige abwanderten, im Nachhinein beliebter ist als seine Nachfolgerin – das muss man erst einmal schaffen.
Ähnlich desaströs das Bild im Gesundheitsressort: Nina Warken (CDU) erreicht lediglich 17 Prozent, während Karl Lauterbach – ja, genau jener Karl Lauterbach, der Deutschland mit seinen Corona-Maßnahmen in Atem hielt – auf 23 Prozent kommt. Man fragt sich unwillkürlich, ob die Deutschen unter einer kollektiven Amnesie leiden.
Lichtblicke am Kabinettstisch?
Immerhin zwei Personalwechsel werden von den Bürgern positiv bewertet. Außenminister Johann Wadephul (CDU) erreicht mit 29 Prozent deutlich bessere Werte als seine Vorgängerin Annalena Baerbock, die es auf 19 Prozent brachte. Dass eine Außenministerin, die mit ihren diplomatischen Alleingängen und ihrer belehrenden Art weltweit für Kopfschütteln sorgte, so leicht zu übertreffen ist, dürfte allerdings keine allzu hohe Hürde darstellen. Auch Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) liegt mit 25 Prozent über dem Wert seiner Vorgängerin Nancy Faeser – was angesichts der desaströsen Bilanz der ehemaligen Innenministerin bei der Bekämpfung der illegalen Migration ebenfalls kein Kunststück sein dürfte.
Das eigentliche Problem liegt tiefer
Was diese Umfrage in Wahrheit offenbart, ist nicht etwa, dass Scholz ein guter Kanzler gewesen wäre. Er war es nicht. Was sie offenbart, ist die tiefe Vertrauenskrise, in der sich die gesamte politische Klasse Deutschlands befindet. Wenn die Bürger zwischen einem gescheiterten Kanzler und seinem Nachfolger keinen qualitativen Unterschied mehr erkennen können, dann ist das kein Zeugnis für Scholz – es ist ein Armutszeugnis für Merz und die gesamte Union.
Friedrich Merz hatte die historische Chance, nach dem Desaster der Ampeljahre einen echten Kurswechsel einzuleiten. Stattdessen regiert er mit genau jener SPD weiter, die das Land in die Krise geführt hat. Die sogenannte „Brandmauer" gegen die AfD steht fester denn je – während die Mauer gegen den wirtschaftlichen Niedergang, gegen unkontrollierte Migration und gegen die galoppierende Staatsverschuldung löchriger ist als je zuvor.
„Der Taugenichts löst den Tunichtgut ab" – so brachte es ein Kommentator auf den Punkt. Treffender lässt sich der Zustand der deutschen Kanzlerdemokratie kaum beschreiben.
Die Deutschen stehen vor einem fundamentalen Dilemma: Sie haben die Wahl zwischen Parteien, die sich programmatisch kaum noch unterscheiden, und einer Opposition, die von eben diesen Parteien systematisch ausgegrenzt wird. Dass unter solchen Bedingungen Frustration und Politikverdrossenheit wachsen, kann niemanden überraschen. Die eigentliche Frage lautet nicht, ob Scholz oder Merz der bessere Kanzler ist. Die eigentliche Frage lautet: Wann begreift Deutschland, dass es einen echten Politikwechsel braucht – und nicht nur einen Austausch der Gesichter bei gleichbleibender Inkompetenz?
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