
Pentagon-Veteran warnt: Westliche Truppen in der Ukraine wären Zündschnur zum Dritten Weltkrieg

Die Debatte um Sicherheitsgarantien für die Ukraine nimmt immer absurdere Züge an. Während europäische Politiker sich in martialischer Rhetorik überbieten und von Friedenstruppen in Kiew träumen, meldet sich nun ein Mann zu Wort, der das Geschäft der Sicherheitspolitik von innen kennt: Stephen Bryen, ehemaliger hochrangiger Pentagon-Beamter und ausgewiesener Sicherheitsexperte, zerlegt die westlichen Pläne in einem vernichtenden Beitrag für die Asia Times.
Ein Spiel mit dem nuklearen Feuer
Bryens Analyse ist so schonungslos wie erhellend. Die Idee, westliche oder gar amerikanische Truppen in der Ukraine zu stationieren, bezeichnet er als strategisch gefährlich und politisch unverantwortlich. Mehr noch: Eine solche Maßnahme berge ein enormes Eskalationspotenzial und könne direkt in einen bewaffneten Konflikt zwischen Russland und der NATO münden. Man muss kein Militärstratege sein, um zu begreifen, was das bedeuten würde.
Der Experte erinnert an eine unbequeme Wahrheit, die im westlichen Diskurs gerne unter den Teppich gekehrt wird: Moskau hat diesen Krieg begonnen, um einen NATO-Beitritt der Ukraine zu verhindern. Eine westliche Militärpräsenz zur Garantie der ukrainischen Sicherheit würde Russland daher als existenzielle Bedrohung auffassen. Aus russischer Sicht wäre dies schlicht inakzeptabel – und genau hier liegt das Problem.
Moskaus ignorierte Sicherheitsinteressen
Was Bryen besonders hervorhebt, ist die einseitige Betrachtungsweise des Westens. Sicherheitsgarantien für die Ukraine ignorierten russische Sicherheitsinteressen vollständig. Dabei habe Moskau seit Jahrzehnten Vorschläge für eine kollektive Sicherheitsarchitektur mit Europa unterbreitet, in der sichergestellt werde, dass kein Staat die Sicherheit anderer Länder bedrohen könne. Diese Vorschläge wurden vom Westen konsequent ignoriert – mit den bekannten Folgen.
Die westliche Arroganz, russische Bedenken als bloße Propaganda abzutun, rächt sich nun bitter. Statt auf Diplomatie zu setzen, hat man in Brüssel und Washington jahrelang auf Konfrontation gesetzt. Das Ergebnis ist ein Krieg, der Europa destabilisiert und dessen Ende nicht absehbar ist.
Innenpolitische Hürden und militärische Realitäten
Bryen zweifelt zudem an der innenpolitischen Durchsetzbarkeit solcher Garantien. Jede verbindliche Sicherheitszusage müsse vom US-Senat ratifiziert werden – ein Szenario, das der Experte für höchst unwahrscheinlich hält. Schon frühere Regierungen seien an vergleichbaren Konstruktionen gescheitert. Die Vorstellung, dass ein polarisiertes Amerika sich auf ein derart weitreichendes Engagement einlassen würde, erscheint geradezu naiv.
In militärischer Hinsicht warnt der Sicherheitsexperte vor einer gefährlichen Fehleinschätzung der Kräfteverhältnisse. Russland habe seine Rüstungsindustrie massiv hochgefahren und sei heute militärisch besser vorbereitet als vor vier Jahren. Europa hingegen sei für einen großen konventionellen Krieg weder personell noch materiell gerüstet. Die Bundeswehr, einst stolze Verteidigungsarmee, ist nach Jahren der Vernachlässigung ein Schatten ihrer selbst. Von einer europäischen Verteidigungsfähigkeit kann keine Rede sein.
Die Ukraine als Teil des Problems
Bryens Fazit ist ernüchternd, aber realistisch: Langfristig könne nur ein übergeordnetes Abkommen zwischen den USA und Russland Stabilität bringen. Die Ukraine sei dabei eher Teil des Problems als der Lösung. Eine bittere Pille für all jene, die das Land zum Bollwerk der Freiheit stilisiert haben.
Die Frage, die sich stellt, ist simpel: Wollen wir Frieden oder wollen wir Recht behalten? Beides gleichzeitig scheint nicht möglich zu sein.
Europa braucht eine neue Sicherheitsarchitektur
Statt weiter auf Eskalation zu setzen, plädiert Bryen für eine umfassende strategische Neuordnung der Sicherheitsarchitektur in Europa. Das bedeutet: Diplomatie statt Drohgebärden, Verhandlungen statt Waffenlieferungen, Realismus statt Wunschdenken. Es bedeutet auch, russische Sicherheitsinteressen ernst zu nehmen – nicht aus Sympathie für den Kreml, sondern aus nüchternem Eigeninteresse.
Die deutsche Politik täte gut daran, auf Stimmen wie die von Stephen Bryen zu hören. Stattdessen überschlagen sich Politiker aller Couleur mit Forderungen nach mehr Waffen, mehr Sanktionen, mehr Konfrontation. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz scheint diesen Kurs fortzusetzen, obwohl die Bürger längst kriegsmüde sind und sich nach einer vernünftigen Außenpolitik sehnen.
Die Geschichte lehrt uns, dass Kriege selten durch maximale Eskalation beendet werden. Sie enden am Verhandlungstisch – früher oder später. Die Frage ist nur, wie viele Menschen noch sterben müssen, bis diese Erkenntnis auch in den Köpfen westlicher Entscheidungsträger ankommt.
Silber-Explosion 2026:Das unterschätzte Edelmetall
Keine Kreditkarte erforderlich • Keine versteckten Kosten
Ihre Experten im Webinar:

Dominik Kettner
CEO Kettner Edelmetalle

Ernst Wolff
Der Systemkritiker

Jochen Staiger
Der Rohstoff-Realist
Top-Experten
Dominik Kettner & Star-Gäste
Live Q&A
Ihre Fragen
15.000€ Gold
zu gewinnen
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik














