
Pentagon probt den Ernstfall: 90 Tage ohne Strom – und Deutschland?

Das US-Verteidigungsministerium bereitet sich auf ein Szenario vor, das bisher eher nach Hollywood klang: Das Stromnetz bricht zusammen, die Lieferketten reißen ab, und die Militärbasen müssen sich drei Monate lang selbst versorgen. Das Programm heißt FORTRESS. Nach Berichten des US-Senders Fox News, der sich auf interne Planungsunterlagen beruft, soll jede größere Basis auf dem amerikanischen Festland künftig mindestens 90 Tage autark durchhalten können.
Festung Amerika: Was hinter FORTRESS steckt
FORTRESS steht für „Federal Operations for Resilience, Troop Resources, Energy, Supply, and Survivability“. Medienberichten zufolge hat Verteidigungsminister Pete Hegseth die Initiative bereits am 30. September in seiner Rede zur Lage der Streitkräfte angekündigt. Mit der 90-Tage-Vorgabe geht der Plan jetzt deutlich weiter: Es geht nicht mehr nur um Strom, sondern auch um Wasser, Treibstoff und Kommunikation.
Geprüft würden tragbare Atomreaktoren, riesige Batteriespeicher und eigene Microgrids. Damit könnten sich die Stützpunkte im Notfall komplett vom zivilen Netz abkoppeln. Die Army hat laut Berichten schon im August Aufträge über bis zu 2,2 Milliarden Dollar für Mini-Reaktoren an fünf Standorten vergeben, darunter Fort Bragg und Fort Hood.
Pentagon-Sprecher Sean Parnell begründet den Kurswechsel ohne Umschweife:
„Wir wollen unsere Landesverteidigung nicht von der gewöhnlichen zivilen, kommunalen Infrastruktur abhängig machen. Das können wir schlicht nicht. Es ist ein untragbares Risiko.“
Vorräte, Fabriken, Stresstests
Der Plan sieht Berichten zufolge außerdem strategische Reserven vor. Gelagert werden sollen:
- Munition, Treibstoff und kritische Rohstoffe
- Elektronik und Ersatzteile
- medizinisches Material
Zivile Fabriken sollen so vorbereitet werden, dass sie im Ernstfall schnell auf Rüstungsproduktion umstellen können. Dazu kommen regelmäßige industrielle Stresstests und Mobilisierungsübungen. Satellitenkommunikation und Navigation sollen besser gegen GPS-Störsender geschützt werden. Parnell zufolge sei die Vorstellung überholt, dass zwei Ozeane Amerika schützen würden. Der nächste Konflikt werde wahrscheinlich an mehreren Fronten geführt, und dann würden die globalen Lieferketten reißen.
Billig wird das nicht. Laut einem Fachmagazin der US-Luftwaffe prüfe das Ministerium den Bedarf von rund 500 Stützpunkten. Die vollständige Umsetzung könne Jahrzehnte dauern und zig, wenn nicht Hunderte Milliarden Dollar kosten.
Die Bedrohung ist real
Übertrieben ist das nicht. Im Februar 2024 warnten der Geheimdienst NSA und weitere US-Behörden, dass die chinesische Hackergruppe „Volt Typhoon“ in Netze der Energie-, Wasser-, Verkehrs- und Kommunikationsversorgung eingedrungen sei. Im Dezember 2022 schossen Unbekannte in North Carolina auf zwei Umspannwerke. Rund 45.000 Kunden hatten keinen Strom mehr, manche bis zu fünf Tage lang.
Auch in Deutschland ist das längst kein theoretisches Szenario mehr. Anfang Januar 2026 legte ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Berliner Süden Zehntausende Haushalte und Betriebe zum Teil tagelang lahm. Medienberichten zufolge bekannte sich eine linksextreme „Vulkangruppe“ zu der Tat. Die Hauptstadt einer Industrienation, im Winter ohne Strom. Ein Warnsignal, wie es deutlicher kaum sein kann.
Washington plant 90 Tage, Berlin diskutiert
Der Unterschied fällt auf. Großbritannien hat gerade die Kampagne „Be Ready“ gestartet und rät Familien, Wasser, Konserven und Bargeld für den Fall zu horten, dass Kartenzahlung und Geldautomaten ausfallen. Die EU-Kommission empfiehlt Vorräte für 72 Stunden. In Deutschland wird viel über Resilienz geredet, und gleichzeitig zeigt der Fall Berlin, wie verwundbar die Netze noch immer sind. Bürger sollten sich nicht darauf verlassen, dass der Staat im Ernstfall rechtzeitig da ist.
Die Lehre aus dem Pentagon-Plan ist simpel: Wer vorsorgt, hängt nicht vom Funktionieren fremder Systeme ab. Das gilt für Wasser und Lebensmittel, aber auch für das Vermögen. Digitale Konten nützen wenig, wenn Server und Netze ausfallen. Physisches Gold und Silber brauchen dagegen weder Strom noch Bank noch Internet. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können Edelmetalle helfen, Vermögen auch in Krisenzeiten zu sichern.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.
Kostenloses Live-Webinar
Der Great Reset fürs Geldsystem
Was sich bis 2029 an Ihrem Geld ändert und was Sie vorher tun können.

PeterHahne
ErnstWolff
Dr.Brandenburg
Prof. Dr.Polleit
MichaelMross
OutdoorChiemgau
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik













