
Pekings langer Arm: Drei afrikanische Staaten sperren Luftraum für Taiwans Präsident

Was als diplomatische Reise in ein befreundetes Königreich beginnen sollte, endete in einer beispiellosen Blamage für Taiwan – und offenbarte einmal mehr, mit welcher Brutalität die Kommunistische Partei Chinas ihre geopolitischen Muskeln spielen lässt. Der taiwanesische Präsident Lai Ching-te musste seinen geplanten Besuch im südafrikanischen Königreich Eswatini absagen, weil gleich drei afrikanische Nationen – die Seychellen, Mauritius und Madagaskar – seinem Regierungsflugzeug die Überfluggenehmigung verweigerten. Ein Vorgang, der in der Geschichte Taiwans präzedenzlos ist.
Ein historischer Affront
Erstmals überhaupt musste ein taiwanesischer Präsident eine Auslandsreise abbrechen, weil ihm schlicht der Himmel verschlossen wurde. Normalerweise stellt die fehlende diplomatische Anerkennung Taiwans kein Hindernis für Überflüge dar – doch diesmal griffen offenbar andere Hebel. Lais Büro warf Peking unverhohlene Nötigung vor: China habe die drei Inselstaaten zu dem Schritt gezwungen. Aus Taipeh kam scharfe Kritik, man sprach unverblümt von „Unterwürfigkeit" gegenüber Peking.
Pekings zynische Lobeshymnen
Die Reaktion aus der chinesischen Hauptstadt war an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Zhang Han, Sprecher des Taiwan-Büros der Regierung, bedankte sich öffentlich bei den drei Staaten für ihr „Festhalten am Ein-China-Prinzip" und zitierte zur Untermalung ausgerechnet den antiken Philosophen Menzius: „Eine gerechte Sache findet reichlich Unterstützung, eine ungerechte Sache hingegen kaum." Das chinesische Außenministerium legte nach und verkündete, es gebe „keinen sogenannten Präsidenten der Republik China mehr auf der Welt". Wer diesen „falschen Titel" trage, handle gegen die Geschichte und ziehe sich selbst Schande zu. Die Seychellen und Madagaskar rechtfertigten ihre Entscheidung damit, dass sie Taiwan schlicht nicht anerkennen würden.
Ein demokratischer Verbündeter im Würgegriff
Taiwan ist und bleibt eine der lebendigsten Demokratien Asiens – und genau das ist Peking ein Dorn im Auge. Lai Ching-te, den die chinesische Führung als „Separatisten" brandmarkt, weigert sich standhaft, die Souveränitätsansprüche des Festlandes anzuerkennen. Sein Außenministerium stellte klar, die Republik China sei ein souveräner Staat mit dem Recht, sich mit der Welt auszutauschen – ein Recht, das ihr kein anderes Land absprechen dürfe.
Aus Washington meldete sich das US-Repräsentantenhaus-Sonderkomitee für China zu Wort: „Das ist keine Diplomatie, das ist ökonomischer Druck mit dem Ziel, einen demokratischen Partner zu isolieren." Harte Worte – doch vom State Department selbst hüllte man sich zunächst in Schweigen. Bezeichnend für eine westliche Welt, die gegenüber Peking immer öfter zwischen Lippenbekenntnissen und realpolitischer Zurückhaltung schwankt.
Das perfide Spiel mit Zuckerbrot und Peitsche
Pikant: Nur wenige Tage zuvor hatte China Taiwan mit neuen Anreizen umgarnt, darunter Erleichterungen bei Lebensmittelimporten – nachdem die Vorsitzende der oppositionellen Kuomintang, Cheng Li-wun, in Peking bei Staatschef Xi Jinping vorgesprochen hatte. Selbst aus den Reihen der KMT kam prompte Kritik am Überflugverbot. Der ranghohe Abgeordnete Lai Shyh-bao bezeichnete Pekings Druck als „nicht klug", insbesondere nach dem Treffen von Cheng und Xi. Das Muster ist altbekannt: Wer sich gefügig zeigt, bekommt Handelsvorteile; wer aufbegehrt, wird isoliert, diffamiert und aus dem internationalen Verkehr gezogen.
Was Europa und Deutschland daraus lernen sollten
Der Vorgang wirft ein grelles Licht auf die Frage, wie abhängig ganze Weltregionen mittlerweile vom Wohlwollen Pekings geworden sind. Wer Chinas Kredite annimmt, Chinas Infrastrukturprojekte begrüßt und Chinas Marktzugang braucht, wird irgendwann aufgefordert, politische Gegenleistungen zu erbringen. Drei kleine Inselstaaten knicken ein – ein Lehrstück über die stille Durchdringung Afrikas durch die Volksrepublik. Für Deutschland, dessen Wirtschaft noch immer in erheblichem Maße vom Handel mit China abhängt, sollte dies ein deutliches Warnsignal sein. Doch statt strategischer Weitsicht erleben wir in Berlin eine Politik, die sich lieber mit Genderfragen und Klimagrundgesetz-Änderungen beschäftigt, während geopolitisch die Weichen neu gestellt werden.
Edelmetalle als Anker in geopolitischen Stürmen
Vorgänge wie diese zeigen, wie fragil die vermeintlich stabile Weltordnung tatsächlich ist. Wer heute noch glaubt, dass internationale Regeln, Flugrechte oder diplomatische Gepflogenheiten in Stein gemeißelt seien, wird zusehends eines Besseren belehrt. In einer Welt, in der autoritäre Regime ihre Einflusssphären mit immer härteren Mitteln ausdehnen, gewinnt die Frage nach krisenfesten Vermögenswerten an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg bewiesen, dass sie politischen Turbulenzen, Währungskrisen und geopolitischen Verwerfungen standhalten – ein zeitloser Wert jenseits der Launen von Machthabern.
Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen stellen die Meinung unserer Redaktion dar und ersetzen keine individuelle Anlageberatung. Wir führen ausdrücklich keine Anlageberatung durch. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren sowie gegebenenfalls fachkundigen Rat einholen.

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