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07.10.2026
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Peking kauft weiter Gold: 23 Monate in Folge, trotz Preisrutsch!

Peking kauft weiter Gold: 23 Monate in Folge, trotz Preisrutsch!
Symbolbild: KI-generiert

Chinas Zentralbank kauft weiter Gold, und zwar gerade dann, wenn der Preis fällt. Nach Daten, über die Bloomberg berichtet, hat die People's Bank of China im September rund 740.000 Unzen Gold gekauft. Das sind etwa 23 Tonnen. Damit stockt sie ihre Reserven den 23. Monat in Folge auf, und das ausgerechnet in einem Monat, in dem der Goldpreis kräftig nachgegeben hat.

Schwacher September, aber China kauft weiter

Im September verlor Gold mehr als 6 Prozent. Der Konflikt im Nahen Osten trieb die Energiepreise nach oben, das heizte die Inflation an, und die US-Notenbank erhöhte daraufhin die Zinsen. Für ein Metall ohne Zinsen oder Dividende ist das eigentlich das schlechteste Umfeld, das man sich vorstellen kann.

Peking nutzt die Schwäche trotzdem. Medienberichten zufolge hat die chinesische Notenbank ihre Käufe nach dem Preisrückgang zuletzt sogar ausgeweitet. Sie folgt damit einer einfachen Regel: billig kaufen. Auch große Vermögensverwalter haben dem Bericht zufolge wieder zugegriffen, als sich der Preis der Marke von 4.000 US-Dollar je Unze näherte. Zum Vergleich: Im Januar 2026 hatte Gold erstmals die Marke von 5.000 Dollar übersprungen.

Bundesbank-Präsident Nagel findet gute Gründe für Gold

Bemerkenswert sind auch Aussagen aus Frankfurt. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel sagte Anfang der Woche auf der Jahreskonferenz der London Bullion Market Association im italienischen Sorrent, die steigende Staatsverschuldung spreche dafür, dass Notenbanken ihre Goldreserven aufstocken. Das berichten mehrere Medien.

Laut den Berichten räumte Nagel ein, dass Anleihen durch die höheren Renditen für Reservemanager wieder attraktiver geworden seien. Trotzdem spreche viel dafür, in Gold zu diversifizieren. Als Gründe nannte er den geopolitischen Druck und das Kreditrisiko, das mit hohen Schuldenständen einhergehe. Was die Anleiherenditen steigen lässt, sind also genau die Schulden, die Gold als Absicherung interessant machen.

Für deutsche Steuerzahler ist das ein bekanntes Bild. Die Bundesregierung nimmt mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen ebenfalls neue Schulden auf, obwohl der Kanzler vor der Wahl solide Finanzen versprochen hatte. Wenn selbst der oberste Währungshüter des Landes das Kreditrisiko hoher Schulden betont, sollte man genau zuhören.

Notenbanken halten am Gold fest

Peking ist mit dieser Strategie nicht allein. In einer im Juni veröffentlichten Umfrage des World Gold Council unter 74 Zentralbanken gaben 45 Prozent an, im kommenden Jahr Gold kaufen zu wollen. Das ist der höchste Anteil seit Beginn der Erhebung im Jahr 2018. Nur eine einzige Notenbank wollte ihre Bestände verringern.

Ganz ohne Abkühlung geht es allerdings nicht. Das Analysehaus Metals Focus rechnete im Juni damit, dass die Notenbanken 2026 rund 720 Tonnen kaufen. Das wären etwa 15 Prozent weniger als im Vorjahr, aber immer noch deutlich mehr als in den Jahren vor 2022.

Die Fakten im Überblick

  • China kaufte im September rund 740.000 Unzen Gold und stockte damit den 23. Monat in Folge auf.
  • Der Goldpreis fiel im September um mehr als 6 Prozent.
  • 45 Prozent der befragten Zentralbanken wollen weiter Gold kaufen, so viele wie nie seit 2018.
  • Der Bundesbank-Präsident nennt Schulden und Geopolitik als Gründe für Gold.

Die Zentralbanken stützen den Preis

Nach seinem steilen Anstieg tritt Gold seit dem Frühjahr auf der Stelle. Belastet wird der Preis vor allem durch die weltweit stark gestiegenen Anleiherenditen. Die Käufe der Notenbanken wirken dagegen wie ein Sicherheitsnetz. Zentralbanken planen langfristig und reagieren kaum auf kurzfristige Preisschwankungen, anders als viele Spekulanten an den Terminmärkten.

Langfristig orientierte Sparer können daraus eine Lehre ziehen. Die großen Notenbanken nutzen schwache Phasen, um nachzukaufen, und verkaufen nicht. Unserer Redaktion zufolge können physisches Gold und Silber als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen eine sinnvolle Absicherung gegen ausufernde Staatsschulden und Inflation sein.

Hinweis: Dieser Beitrag dient nur zur Information und ist keine Anlageberatung oder Aufforderung, etwas zu kaufen oder zu verkaufen. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen allein die Verantwortung.

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