Kostenlose Beratung
07930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
30.07.2026
09:17 Uhr

Peking greift nach der Pharma-Krone – und Europa schaut wieder nur zu

Peking greift nach der Pharma-Krone – und Europa schaut wieder nur zu

Es gibt Sätze, die mehr über den Zustand einer Industrie verraten als jede Bilanzpressekonferenz. Einer davon fiel kürzlich auf einer Branchenkonferenz der Investmentbank Jefferies. Der Chef des US-Riesen Pfizer, Albert Bourla, erklärte dort, seine Konkurrenz im Jahr 2030 werde nicht mehr Merck heißen, sondern schlicht: China. Wer aufmerksam zuhört, erkennt darin kein Marketinggeplänkel, sondern das Eingeständnis eines Machtverlusts.

Halber Preis, dreifache Geschwindigkeit

Die Formel, mit der chinesische Pharmakonzerne den Weltmarkt aufrollen, ist von brutaler Einfachheit: entwickeln zum halben Preis und dreimal schneller als die westliche Konkurrenz. Namen wie Hengrui oder DengYue Medicine kennt hierzulande kaum jemand – noch nicht. Doch die Erfahrung lehrt, dass genau dieses Muster schon einmal durchgespielt wurde. Bei Solarmodulen. Bei Batteriezellen. Bei Elektroautos. Erst lächelte man in Stuttgart und Wolfsburg über die „Kopien aus Fernost", dann verlor man Marktanteile, und heute diskutiert man über Schutzzölle, weil man das Rennen längst verloren hat.

Wer glaubt, im Pharmasektor sei Deutschland unangreifbar, hat aus den letzten zwanzig Jahren Industriegeschichte nichts gelernt.

Der Standort, den niemand mehr verteidigt

Besonders bitter ist der Vergleich der Rahmenbedingungen. Während chinesische Unternehmen mit staatlicher Rückendeckung, kurzen Genehmigungswegen und billiger Energie arbeiten, ringt der Standort Deutschland mit Strompreisen, die selbst in Zeiten fallender Börsennotierungen durch Abgaben und Netzentgelte künstlich hochgehalten werden. Dazu kommen Berichtspflichten, Lieferkettengesetze, ein Bürokratiedickicht, das jeden Forschungsleiter zum Formularausfüller degradiert. Klinische Studien in Deutschland dauern länger, kosten mehr und werden von einer Behördenlandschaft begleitet, die offenbar überzeugt ist, dass Vorsicht ein Geschäftsmodell sei.

Die Große Koalition unter Friedrich Merz verspricht Entlastung, doch bislang bleibt es bei Absichtserklärungen, während gleichzeitig ein 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket geschnürt und die Klimaneutralität ins Grundgesetz geschrieben wird. Wer einer Industrie erst die Energiekosten verdoppelt und ihr dann Entlastungsprogramme anbietet, betreibt Symptomtherapie am selbst verursachten Patienten.

„Bald brauchen sie keine Partner mehr"

Bislang liefen viele chinesische Wirkstoffe über Lizenzdeals in westliche Portfolios. Doch dieser Zustand dürfte enden. Wer eigene Vertriebsstrukturen, eigene Zulassungsexpertise und eigenes Kapital aufbaut, benötigt keinen westlichen Türöffner mehr. Dann fließen Gewinne nicht mehr nach Basel, Ingelheim oder New York, sondern nach Shanghai. Und Europa? Dürfte sich in der Rolle des Abnehmers wiederfinden – abhängig von Medikamenten aus einem Staat, der seine wirtschaftliche Stärke ganz selbstverständlich als geopolitisches Druckmittel begreift. Die Maskenknappheit im Frühjahr 2020 war lediglich der Vorgeschmack.

Was das für Anleger bedeutet

Für Sparer und Anleger ist die Botschaft unbequem: Auch scheinbar krisenfeste Branchen wie Pharma sind vor Strukturbrüchen nicht geschützt. Wer sein Vermögen ausschließlich in Aktien westlicher Industriechampions bindet, wettet darauf, dass Standortnachteile irgendwann politisch geheilt werden. Eine gewagte Annahme. Physisches Gold und Silber hingegen kennen keine Zulassungsbehörde, keine Patentklippe und keinen Konkurrenten, der billiger produziert. Sie sind kein Ersatz für Unternehmertum – aber ein solides Fundament, wenn ganze Industrien ins Rutschen kommen.

Haftungsausschluss: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er spiegelt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wider. Jede Anlageentscheidung erfolgt eigenverantwortlich; eine eigene, sorgfältige Recherche sowie gegebenenfalls die Konsultation eines qualifizierten Beraters sind unerlässlich. Eine Haftung für Vermögensschäden wird ausdrücklich ausgeschlossen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen