
Paukenschlag im Weißen Haus: Trumps Sprecherin wirft hin

Washington, Mittwochabend: Donald Trump verkündet auf seiner Plattform Truth Social den Abgang seiner wichtigsten Stimme. Karoline Leavitt, mit 28 Jahren die jüngste Pressesprecherin in der Geschichte des Weißen Hauses, gibt ihren Posten Ende August ab. Der Grund: ihre Familie. Und das keine drei Monate vor den amerikanischen Zwischenwahlen.
Eine Frau, die täglich im Kreuzfeuer stand
Leavitt war seit dem 20. Januar 2025 das Gesicht der zweiten Trump-Regierung im Briefing-Raum – als 36. Pressesprecherin und Nachfolgerin von Karine Jean-Pierre. Zuvor arbeitete sie Medienberichten zufolge bereits in Trumps erster Amtszeit als stellvertretende Sprecherin und im Wahlkampf 2024 als nationale Pressesprecherin.
2022 kandidierte sie in ihrem Heimatstaat New Hampshire erfolglos für den Kongress. Danach ging es steil bergauf: vom Wahlkampfteam direkt in den innersten Zirkel des Präsidenten.
Berichten zufolge verteidigte sie die Administration durch nahezu jede Großkrise dieser Amtszeit – von der Affäre um einen Chat-Verteiler über die Epstein-Akten bis zum Krieg mit dem Iran. Wer den Job kennt, weiß: Das ist tägliches Sperrfeuer.
Familie schlägt Karriere – ein bemerkenswertes Signal
Trump erklärte, Leavitt verlasse ihr Amt, um mehr Zeit mit ihren kleinen Kindern zu verbringen – eine Entscheidung, die er nach eigenen Worten „vollkommen verstehe und respektiere". Sie werde künftig einer seiner wichtigsten externen Berater und eine einflussreiche Stimme in der Republikanischen Partei sein.
Leavitt selbst schrieb, sie habe seit der Geburt ihrer Tochter gespürt, dass sie ihren beiden kleinen Kindern in diesem Amt nicht die nötige Zeit geben könne. Sie sprach von einer bittersüßen Entscheidung.
„Präsident Trump hat mich gebeten, ihn weiterhin von außen als Top-Beraterin zu unterstützen."
Ihre Tochter kam am 1. Mai 2026 zur Welt. Damit war Leavitt die erste Pressesprecherin des Weißen Hauses, die während ihrer Amtszeit ein Kind bekam. In Zeiten, in denen Familie in westlichen Politikbetrieben oft als Karrierebremse gilt, ist dieser Schritt bemerkenswert – und er dürfte in konservativen Kreisen Amerikas eher Respekt als Kritik ernten.
Vakuum vor den Midterms – und die Nervosität der Märkte
Der Zeitpunkt hat es in sich. Im November wählen die Amerikaner ein neues Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats. Trump verliert damit ausgerechnet jetzt seine schlagfertigste Kommunikatorin im täglichen Duell mit der Hauptstadtpresse.
Ein Nachfolger wurde bislang nicht benannt – weder von Trump noch von Leavitt. Während ihres Mutterschutzes wurden die Briefings Berichten zufolge deutlich seltener; Vizepräsident J.D. Vance und Außenminister Marco Rubio sprangen zeitweise ans Rednerpult ein, mit unterschiedlichem Erfolg. Der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses lobte Leavitt öffentlich als beste Teamkollegin.
Für Anleger diesseits des Atlantiks ist das mehr als eine Personalie aus Übersee. Die Midterms entscheiden über Trumps Handlungsspielraum bei Zöllen, Steuern und Haushalt – Themen, die deutsche Exporteure unmittelbar treffen. Politische Unsicherheit in Washington hat schon oft die Nachfrage nach krisenfesten Sachwerten wie physischem Gold und Silber angeschoben.
Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir sprechen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen aus. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst umfassend informieren.
- Themen:
- #Wahlen

Der große Der große Das große Live-Webinar am 26. August – was jetzt über Konto, Erbe und Bargeld entschieden wird. Und wie Sie Ihr Vermögen legal schützen.
Live mit Ernst Wolff, Dr. Hans-Georg Maaßen, Prof. Dr. Ulrike Guérot, Dr. Paul Brandenburg, Gerald Grosz, Tom-Oliver Regenauer & einem anonymen Banken-Insider – moderiert von Dominik Kettner. 100 % kostenlos.





Die Stimmen des Abends

ErnstWolff

Dr. Hans-GeorgMaaßen

Prof. Dr. UlrikeGuérot

Dr. PaulBrandenburg

GeraldGrosz

Tom-OliverRegenauer

Bankeninsider(anonym)
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik



















