
Paris knickt ein: Milliarden für Frankreichs wütende Jugend!

Nach wochenlangen Schulprotesten, Bränden und Plünderungen gibt Frankreichs Regierung nach. Bildungs- und Hochschulministerium sagen Milliarden für marode Schulen und Universitäten zu, dazu Hunderte neue Lehrerstellen und das Aus für das umstrittene Zulassungssystem Parcoursup. Die Protestbewegung lässt sich davon nicht beruhigen. Sie will weiter auf die Straße gehen, und am Samstag droht auch Deutschland ein heißer Halloween.
Das Zugeständnis-Paket aus Paris
Hochschulminister Philippe Baptiste kündigte an, dass die Plattform Parcoursup im Herbst 2028 ersetzt werden soll. Das System verteilt seit 2018 die Studienplätze. Bis zur Ablösung soll es nach seinen Worten transparenter werden, Absagen sollen künftig begründet werden.
Bildungsminister Édouard Geffray legte noch Geld obendrauf. Vorgesehen sind:
- vier Milliarden Euro an zinsvergünstigten Krediten für Kommunen bis 2030, mit denen Gymnasien saniert werden sollen
- eine Milliarde Euro bis 2029 für die Renovierung von Universitäten
- Hunderte neue Stellen für Lehrkräfte, geplante Kürzungen werden zurückgenommen
Die Wortführer der Proteste lobten die Pläne zwar. Gleichzeitig riefen sie aber dazu auf, den Druck aufrechtzuerhalten. Das Signal an die Straße ist also eindeutig: Gewalt und Blockaden zahlen sich aus. Bezahlen muss das ein Staat, der ohnehin hoch verschuldet ist.
Von maroden Klassenzimmern zu brennenden Autos
Angefangen hatten die Proteste mit berechtigten Klagen. Die Gymnasiasten prangerten bröckelnde Schulgebäude und fehlende Lehrer an, später kamen Studenten dazu. Mitte Oktober kippte die Stimmung dann in mehreren Städten: Medienberichten zufolge wurden Feuer gelegt, Geschäfte geplündert und Einsatzkräfte massiv angegriffen.
Präsident Emmanuel Macron warnte in Marseille, auch der kommende Samstag sei gefährlich. Demonstrationszüge sollten deshalb nicht durch die Stadtzentren ziehen. Laut Medienberichten hat Frankreich landesweit rund 70.000 Polizisten und Gendarmen in Bereitschaft versetzt. Die Unruhen sind inzwischen auch nach Italien übergeschwappt, in Mailand sollen Jugendliche Geschäfte verwüstet haben.
Deutschland ist gespalten
Hierzulande stoßen die Proteste auf erstaunlich viel Verständnis. In einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag von „Web.de News“ äußerten sich 45 Prozent der Befragten verständnisvoll, 32 Prozent ablehnend und 23 Prozent teilweise verständnisvoll. Online befragt wurden vom 22. bis 26. Oktober 2026 insgesamt 5000 Bürger ab 18 Jahren.
Am größten ist die Sympathie bei den 18- bis 29-Jährigen mit 64 Prozent, bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 56 Prozent. Noch deutlicher fällt der Unterschied nach Parteien aus. Unter Anhängern der Linken haben 81 Prozent Verständnis, beim BSW 64 Prozent, bei den Grünen 62 Prozent und bei der SPD 57 Prozent. Bei CDU/CSU sind es dagegen nur 26 Prozent und bei der AfD 28 Prozent. Nur unter AfD-Anhängern lehnt eine Mehrheit die Proteste ab: 53 Prozent haben kein Verständnis.
Reul droht Krawallmachern
Für Samstag, den 31. Oktober, ruft eine Initiative in 23 deutschen Städten zu Jugendprotesten auf. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) kündigte vorab eine harte Linie an. Die Bilder aus Frankreich und Italien nannte er erschreckend.
„Wir werden nicht akzeptieren, dass ein marodierender Mob unsere Städte zerstört: Proteste sind legitim, Randale werden wir stoppen.“
Per Erlass wurden die Polizeibehörden in NRW angewiesen, Präsenz zu zeigen und bei Gewalt offensiv einzuschreiten. Konkrete Hinweise auf geplante Ausschreitungen gebe es laut Innenministerium derzeit nicht. Wie schnell eine Lage kippen kann, zeigte sich allerdings am vergangenen Samstag in Stuttgart: Bei einer Versammlung wurden Berichten zufolge drei Polizisten verletzt.
Unser Fazit: Ein gefährlicher Präzedenzfall
Kaputte Schulen sind ein echtes Problem, auch in Deutschland. Trotzdem sendet Paris aus Sicht unserer Redaktion das falsche Signal. Wer nach Plünderungen Milliarden verteilt, belohnt am Ende diejenigen, die am lautesten randalieren. Ob die deutsche Politik standhaft bleibt, wird sich spätestens am Samstag zeigen.
- Themen:
- #Insolvenzen
- #Umfragen
- #AFD
- #CDU-CSU
- #Grüne
Kostenloses Live-Webinar
Der Great Reset fürs Geldsystem
Was sich bis 2029 an Ihrem Geld ändert und was Sie vorher tun können.

PeterHahne
ErnstWolff
Dr.Brandenburg
Prof. Dr.Polleit
MichaelMross
OutdoorChiemgau
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik













