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18.02.2026
20:47 Uhr

Papst Leo XIV. erteilt Trumps Gaza-Friedensboard eine klare Absage

Es sollte wohl der große diplomatische Coup werden: US-Präsident Donald Trump lud den ersten amerikanischstämmigen Papst persönlich ein, seinem ambitionierten „Board of Peace" für den Wiederaufbau des Gazastreifens beizutreten. Doch der Vatikan ließ Washington kühl abblitzen. Die Heilige Stuhl werde sich nicht beteiligen – eine Ohrfeige für Trumps Nahost-Strategie, die ohnehin bereits unter massivem internationalem Beschuss steht.

Vatikan-Diplomat spricht von „Ratlosigkeit"

Kardinal Pietro Parolin, Staatssekretär des Heiligen Stuhls und damit oberster Diplomat des Vatikans, erklärte am Dienstag auf einer Pressekonferenz, dass man über einige Punkte des Plans schlicht „ratlos" sei. Es gebe „kritische Fragen", die zunächst geklärt werden müssten, bevor der Vatikan eine Beteiligung auch nur ernsthaft in Erwägung ziehen könne. Im Klartext: Man hält das gesamte Konstrukt für fragwürdig.

Ein zentraler Einwand des Vatikans betrifft die institutionelle Architektur des Vorhabens. Parolin betonte, dass auf internationaler Ebene vor allem die Vereinten Nationen für das Management derartiger Krisensituationen zuständig sein sollten – und eben nicht ein privates Gremium mit einer Eintrittsgebühr von einer Milliarde Dollar. Der Vatikan werde nicht teilnehmen, da seine „besondere Natur offensichtlich nicht die anderer Staaten" sei.

Trumps unbefristeter Vorsitz sorgt für Stirnrunzeln

Besonders brisant: Trump selbst will den Vorsitz des Boards auf unbestimmte Zeit führen. Was als Friedensinitiative verkauft wird, wirkt auf viele Beobachter eher wie ein geopolitisches Machtinstrument. Zahlreiche arabische Offizielle und insbesondere die Palästinenser betrachten das Projekt als „neokoloniales Vorhaben", das darauf abziele, Israels Kontrolle über den Gazastreifen endgültig zu zementieren und die einheimische Bevölkerung dauerhaft zu verdrängen.

Und der Vatikan steht mit seiner Skepsis keineswegs allein. Großbritannien, Frankreich und Norwegen haben sich ebenfalls geweigert, dem Board beizutreten. Diplomaten und Regierungschefs äußerten Bedenken über die ausufernden Befugnisse des Gremiums und den potenziellen Schaden, den es der Arbeit der Vereinten Nationen zufügen könnte. Italien und die Europäische Union nehmen lediglich als Beobachter teil – eine diplomatische Geste, die kaum mehr als symbolischen Charakter hat.

Die Stimme der palästinensischen Christen

Kardinal Pizzaballa, der lateinische Patriarch von Jerusalem, ging sogar noch weiter und bezeichnete den Plan als „kolonialistische Operation", die über die Köpfe der Palästinenser hinweg entscheide. Diese scharfe Wortwahl aus dem Herzen der katholischen Kirche im Heiligen Land dürfte in Washington für erhebliche Verstimmung sorgen.

Tatsächlich hat der Vatikan – bereits unter Papst Franziskus und nun unter seinem Nachfolger Leo XIV. – eine bemerkenswert klare Haltung zum Gaza-Konflikt eingenommen. Über 70.000 Palästinenser sind nach Angaben, die selbst israelische Medien bestätigt haben, im Verlauf des mehr als zweijährigen Krieges ums Leben gekommen. Franziskus soll während der schweren israelischen Bombardements allabendlich telefonisch mit der katholischen Hauptkirche in Gaza in Kontakt gestanden haben.

Israelische Bomben machten keinen Unterschied zwischen Muslimen und Christen. Orthodoxe und katholische Gemeinden wurden von Luftangriffen und Panzergranaten getroffen, Dutzende einheimische Christen kamen dabei ums Leben oder wurden schwer verletzt. Die palästinensischen Christen, deren Gemeinden bis in die Urkirche des ersten Jahrhunderts zurückreichen – jene Gemeinschaft, die einst die Predigten Jesu und der Apostel hörte –, genießen daher besondere Aufmerksamkeit bei Kirchenführern weltweit.

Evangelikale gegen den Papst?

Kritiker werden dem Papst vorwerfen, den einzigen „Weg zum Frieden" zu blockieren. Doch diese Kritik kommt vornehmlich aus dem Lager der amerikanischen Evangelikalen, die traditionell Israels militärische Operationen verteidigen und die Notlage der einheimischen Christen im Heiligen Land weitgehend ignorieren oder gar abtun. Ein bemerkenswerter Widerspruch für eine Bewegung, die sich das Christentum auf die Fahnen schreibt.

Was bleibt, ist ein diplomatisches Debakel für die Trump-Administration. Der erste amerikanische Papst der Geschichte verweigert einem amerikanischen Präsidenten die Gefolgschaft – ausgerechnet bei einem Projekt, das den Frieden im Namen trägt. Ob dieses „Board of Peace" ohne die moralische Autorität des Vatikans und ohne die Unterstützung wichtiger europäischer Nationen überhaupt Legitimität beanspruchen kann, darf bezweifelt werden. Die Frage, die sich stellt, ist letztlich eine grundsätzliche: Kann Frieden von oben verordnet werden – mit einer Milliarde Dollar Eintrittsgeld und einem selbsternannten Vorsitzenden auf Lebenszeit? Der Vatikan hat seine Antwort gegeben. Sie lautet: Nein.

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