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Kettner Edelmetalle
05.03.2026
06:30 Uhr

Orbáns Schachzug: Putin entlässt zwei Kriegsgefangene an Ungarns Außenminister

Während sich der Großteil Europas in moralischer Empörung über den Kreml ergeht und diplomatische Brücken mit demonstrativer Entschlossenheit einreißt, zeigt Budapest einmal mehr, wie pragmatische Außenpolitik tatsächlich funktioniert. Kremlchef Wladimir Putin hat am Dienstag zwei Kriegsgefangene mit ungarischer und ukrainischer Staatsbürgerschaft freigelassen und sie dem ungarischen Außenminister Péter Szijjártó persönlich übergeben. Die beiden Männer durften im Flugzeug des Ministers nach Budapest zurückkehren.

Zwangsmobilisierung als Hintergrund

Die Umstände der Gefangennahme werfen ein bezeichnendes Licht auf die Realitäten des Ukraine-Krieges. Laut Putin seien die beiden Männer in der Ukraine zwangsweise für den Fronteinsatz mobilisiert worden – ein Schicksal, das offenbar auch Bürger mit doppelter Staatsbürgerschaft ereilen kann. „Sie können sie mitnehmen", soll Putin bei dem im Fernsehen übertragenen Treffen in Moskau auf die Bitte Szijjártós geantwortet haben. Eine Geste, die ebenso kalkuliert wie wirkungsvoll war.

Bereits am Vortag hatte Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán persönlich mit Putin telefoniert und um die Freilassung der beiden Männer gebeten. Dass der Kreml diesem Wunsch so bereitwillig nachkam, ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis einer Beziehung, die Budapest über Jahre hinweg gepflegt hat – zum Entsetzen der Brüsseler Bürokratie.

Orbáns Sonderweg zahlt sich aus

Putin lobte bei dem Treffen die Position Ungarns als „ausgewogen und unabhängig" im Ukraine-Krieg. Der Kremlchef betonte, dass sich Budapest prinzipiell für eine diplomatische Lösung des Konflikts einsetze. Man mag von dieser Einschätzung halten, was man will – Fakt ist: Während andere europäische Regierungen lediglich Waffen liefern und markige Reden schwingen, bringt Ungarn tatsächlich eigene Staatsbürger nach Hause. Das ist mehr, als manch anderer EU-Mitgliedstaat von sich behaupten kann.

Orbáns Kurs wird in Brüssel und Berlin seit Jahren als Nestbeschmutzung gebrandmarkt. Man wirft dem ungarischen Premier vor, er untergrabe die europäische Einheit. Doch welche Einheit meinen die Kritiker eigentlich? Jene Einheit, die darin besteht, jeden Gesprächskanal nach Moskau zu kappen und sich dann zu wundern, dass diplomatische Lösungen in immer weitere Ferne rücken?

Energiepolitik als Druckmittel

Neben der Gefangenenübergabe sprachen Putin und Szijjártó auch über die heikle Frage der Öllieferungen. Der russische Präsident sicherte dem ungarischen Minister zu, dass Russland ein verlässlicher Energielieferant bleiben wolle. Nicht alles hänge dabei von Moskau ab, die russische Seite erfülle jedoch ihren Teil der Vereinbarungen.

Der Hintergrund ist brisant: Ungarn erhält derzeit kein Öl über die durch die Ukraine führende Transitleitung Druschba, weil die Trasse nach Angaben Kiews beschädigt sein soll. Eine unabhängige Überprüfung dieser Behauptung hat die ukrainische Führung bislang allerdings nicht zugelassen – zum erheblichen Ärger Budapests. Als Reaktion blockiert Ungarn einen 90-Milliarden-Euro-Kredit der EU für die Ukraine. Ein Hebel, den Orbán mit der ihm eigenen Kaltblütigkeit einsetzt.

Ein Lehrstück für deutsche Außenpolitik?

Man stelle sich nur einmal vor, die deutsche Bundesregierung würde mit derselben Entschlossenheit die Interessen ihrer eigenen Bürger vertreten. Stattdessen erschöpft sich die außenpolitische Strategie Berlins allzu oft in der Wiederholung transatlantischer Sprechblasen und der bedingungslosen Unterordnung unter Brüsseler Vorgaben. Während Orbán konkrete Ergebnisse liefert – zwei befreite Gefangene, gesicherte Energieversorgung, offene Gesprächskanäle –, verliert sich die deutsche Diplomatie in Symbolpolitik und moralischen Belehrungen.

Die Freilassung der beiden Kriegsgefangenen mag ein kleiner Akt sein im großen Getriebe des Ukraine-Konflikts. Doch sie illustriert eine fundamentale Wahrheit: Diplomatie funktioniert nur dort, wo man bereit ist, mit allen Seiten zu sprechen. Orbán hat das verstanden. Wann begreift es der Rest Europas?

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