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24.02.2026
06:29 Uhr

Orbán und Fico stellen sich gegen Brüssel: Europas souveräne Rebellen drehen den Spieß um

Orbán und Fico stellen sich gegen Brüssel: Europas souveräne Rebellen drehen den Spieß um

Was sich derzeit zwischen Budapest, Bratislava, Kiew und Brüssel abspielt, ist weit mehr als ein diplomatischer Schlagabtausch. Es ist ein Lehrstück darüber, was passiert, wenn souveräne Nationen es wagen, ihre eigenen Interessen über die ideologischen Vorgaben einer zunehmend übergriffigen EU-Bürokratie zu stellen. Die ungarisch-slowakische Allianz unter Viktor Orbán und Robert Fico hat den Ton gegenüber der Europäischen Union und der Ukraine drastisch verschärft – und man muss sagen: Es wurde höchste Zeit.

Die Druschba-Pipeline als Zündschnur des Konflikts

Seit dem 27. Januar 2026 ist der Öltransit über die legendäre Druschba-Pipeline durch ukrainisches Territorium unterbrochen. Kiew schiebt die Schuld auf einen russischen Drohnenangriff. Orbán und Fico sehen das naturgemäß anders – und wer die Vorgeschichte kennt, wer sich erinnert, wie Selenskyj bereits Ende 2024 den Gastransit durch die Ukraine eigenmächtig kappte, der wird den beiden Regierungschefs eine gewisse Skepsis kaum verübeln können.

Die Konsequenzen, die Budapest und Bratislava nun ziehen, sind so klar wie unmissverständlich: Solange kein Öl fließt, gibt es weder ein grünes Licht für das 20. Sanktionspaket gegen Russland noch für den im Dezember 2025 beschlossenen 90-Milliarden-Euro-Notkredit an die Ukraine. Ungarns Außenminister Péter Szijjártó und Ministerpräsident Orbán haben dies am Wochenende offen erklärt. Orbán spricht von „ukrainischer Erpressung" und einer „Öl-Blockade durch Selenskyj". Deutlicher kann man es kaum formulieren.

Fico geht noch weiter – und handelt

Während Orbán mit markigen Worten auf der Plattform X nachlegt, greift der slowakische Ministerpräsident Robert Fico zu handfesten Maßnahmen. Bratislava hat ein Ultimatum gestellt und angekündigt, die Notstromlieferungen an die Ukraine einzustellen. Beide Länder stoppen zudem Diesel-Lieferungen an Kiew und berufen sich dabei auf eigene Versorgungsrisiken. Und tatsächlich: Am Montag machte Fico seine Drohung wahr. Die Slowakei stellte die Stromlieferungen an die Ukraine ein.

Man muss sich die Dimension dieses Schrittes vor Augen führen. Allein im Januar 2026 seien die Notstromlieferungen, die zur Stabilisierung des ukrainischen Stromnetzes benötigt würden, doppelt so häufig angefordert worden wie im gesamten Jahr 2025. Die Ukraine ist auf diese Hilfe angewiesen – und behandelt dennoch die Slowakei, so Fico, „wie ein feindliches Land".

„Wenn die ukrainische Seite ab heute die Slowakei um Hilfe bei der Stabilisierung des ukrainischen Stromnetzes bittet, wird sie diese Hilfe nicht erhalten."

So die unmissverständliche Ansage des slowakischen Premierministers. Fico betonte zudem, dass die Slowakei seit Kriegsbeginn die Ukraine unterstützt habe – mit humanitärer Hilfe, gemeinsamen Regierungstreffen und der Aufnahme von rund 180.000 ukrainischen Flüchtlingen. Der Dank dafür? Gekapte Gaslieferungen mit einem jährlichen Schaden von 500 Millionen Euro und nun auch noch unterbrochene Öllieferungen.

Brüssel in der Zwickmühle

Die EU-Kommission reagierte mit dem, was sie am besten kann: Krisensitzungen. Die sogenannte Oil Coordination Group wurde einberufen, man wolle „diplomatisch vermitteln". Doch die Realität sieht anders aus. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas signalisierte bereits, dass beim jüngsten Außenministerrat kein Fortschritt bei den Sanktionen zu erwarten sei. Das ungarisch-slowakische Ultimatum haben Kiew und die EU zwar gemeinsam zurückgewiesen – doch genau darin liegt das Problem, das Orbán und Fico seit Jahren anprangern.

Brüssel stellt sich konsequent auf die Seite eines Nicht-EU-Landes – gegen die Interessen eigener Mitgliedsstaaten. Während die Slowakei und Ungarn unter realen wirtschaftlichen Schäden leiden, während ihre Energieversorgung gefährdet ist, pumpt die EU Milliarden in ein Land, das seine vermeintlichen Verbündeten behandelt wie Feinde. Es ist eine groteske Verkehrung der Prioritäten, die man sich in keinem anderen Staatenbund der Welt leisten würde.

Ein pikantes Detail am Rande

Besonders bemerkenswert ist, dass das am Papier neutrale Österreich bei dem 90-Milliarden-Kredit mitzahlt und damit faktisch eine Kriegspartei mitfinanziert. Ungarn und die Slowakei hatten sich zwar ohnehin ausgeklinkt, gaben ihre Blockade aber ursprünglich auf. Nun drehen sie den Spieß um – und man kann ihnen dabei nur schwer Unrecht geben.

Washington schaut nach Budapest, nicht nach Berlin

Der neue Druck von Fico und Orbán kommt nicht zufällig. Wenige Tage zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio den beiden Staaten einen Besuch abgestattet. Die Symbolik könnte kaum deutlicher sein: Washington unter Präsident Trump besucht nicht mehr Berlin und Brüssel, sondern Budapest und Bratislava. Die geopolitischen Gewichte verschieben sich, und die selbsternannten Hüter der europäischen Werte in Brüssel scheinen es noch nicht einmal zu bemerken.

Für Deutschland sollte dies ein Weckruf sein. Während die neue Große Koalition unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Sondervermögen plant, das kommende Generationen mit Schulden belastet, während die Energiepreise hierzulande weiterhin auf einem Niveau verharren, das die industrielle Basis des Landes zerstört, zeigen zwei kleine mitteleuropäische Staaten, wie man nationale Interessen verteidigt. Souveränität ist kein Schimpfwort – auch wenn man das in Berlin und Brüssel offenbar vergessen hat.

Ein Konflikt mit Signalwirkung

Was wir hier beobachten, ist mehr als ein bilateraler Streit um Öllieferungen. Es ist ein fundamentaler Konflikt über die Frage, wem die EU eigentlich dient. Dient sie ihren Mitgliedsstaaten und deren Bürgern? Oder dient sie einer ideologisch aufgeladenen Außenpolitik, die bereit ist, die wirtschaftlichen Interessen ganzer Nationen auf dem Altar geopolitischer Ambitionen zu opfern?

Orbán brachte es auf den Punkt, als er erklärte, seine patriotische Regierung werde „ausschließlich im Interesse des ungarischen Volkes handeln". Man mag von dem ungarischen Ministerpräsidenten halten, was man will – aber dieser Satz sollte eigentlich die selbstverständliche Grundlage jeder demokratisch gewählten Regierung sein. Dass er in Europa mittlerweile als Provokation gilt, sagt mehr über den Zustand der EU aus als tausend Kommissionsberichte.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Ukraine einlenkt oder ob die Eskalation weitergeht. Eines steht jedoch fest: Die Orbán-Fico-Allianz hat demonstriert, dass es in Europa noch Regierungen gibt, die bereit sind, für die Interessen ihrer Bürger einzustehen – koste es, was es wolle. Für die Bürger in Deutschland, die unter explodierenden Energiepreisen, einer schwächelnden Wirtschaft und einer Politik leiden, die sich mehr um die Befindlichkeiten Kiews als um die eigene Bevölkerung kümmert, dürfte das ein bitterer, aber lehrreicher Vergleich sein.

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