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Kettner Edelmetalle
26.02.2026
16:32 Uhr

Orbán macht Ernst: Ungarische Truppen schützen Energieinfrastruktur vor ukrainischer Sabotage

Während sich weite Teile der europäischen Politlandschaft in vorauseilendem Gehorsam gegenüber Kiew üben, zeigt der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán einmal mehr, was es bedeutet, die Interessen des eigenen Volkes über die Befindlichkeiten Brüssels zu stellen. Am Mittwoch ordnete er die Entsendung von Soldaten zum Schutz kritischer Energieanlagen an – eine Maßnahme, die in ihrer Deutlichkeit kaum zu überbieten ist.

Drohnenangriff auf russische Pumpstation als Auslöser

Der Hintergrund ist brisant: Am Montag traf ein ukrainischer Drohnenangriff eine zentrale Pumpstation des russischen Ölkonzerns Transneft in der Republik Tatarstan. Die Station „Kaleykino" nahe Almetjewsk ist ein Schlüsselknotenpunkt für die berühmte Druschba-Pipeline – jene Ölleitung, die seit Jahrzehnten Ungarn und die Slowakei mit russischem Rohöl versorgt. Ukrainische Offizielle brüsteten sich geradezu mit dem Angriff. Ein namentlich nicht genannter Beamter beschrieb genüsslich die nächtliche „Bavovna" – den ukrainischen Euphemismus für Explosion.

Bereits Ende Januar waren russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline nach einem Luftangriff auf Ausrüstung in der Westukraine unterbrochen worden. Kiew schob die Schuld auf Moskau, während Budapest der ukrainischen Regierung vorwirft, die Pipeline bewusst nicht zu reparieren, um Ungarn und die Slowakei unter Druck zu setzen. Ein Vorwurf, der angesichts der offenen Prahlerei ukrainischer Stellen alles andere als abwegig erscheint.

„Wir werden der Erpressung nicht nachgeben"

Orbáns Reaktion fiel unmissverständlich aus. In einer Videobotschaft auf der Plattform X erklärte er, die Briefings der nationalen Sicherheitsdienste hätten ergeben, dass die Ukraine weitere Aktionen zur Störung des ungarischen Energiesystems vorbereite. „Ich habe die Verstärkung des Schutzes kritischer Energieinfrastruktur angeordnet", so der Ministerpräsident. Konkret bedeute dies, dass Soldaten und die notwendige Ausrüstung zur Abwehr potenzieller Angriffe in der Nähe wichtiger Energieanlagen stationiert würden.

„Die ukrainische Regierung übt durch eine Ölblockade Druck auf die ungarische und slowakische Regierung aus. Sie werden dort nicht aufhören."

Zusätzlich würden verstärkte Polizeistreifen an Kraftwerken, Verteilerstationen und Kontrollzentren eingesetzt. Über dem nordöstlichen Grenzgebiet zur Ukraine, dem Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg, wurde ein Flugverbot verhängt. Man könnte fast meinen, hier handele ein Staatsmann, der sein Amt noch ernst nimmt.

Brüssel tobt – Orbán blockiert Milliarden für Kiew

Die Konsequenzen reichen weit über den militärischen Schutz hinaus. Als direkte Reaktion auf die Energieerpressung blockierte die ungarische Regierung zu Wochenbeginn ein geplantes EU-Kreditpaket in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine. Gleichzeitig legte Budapest sein Veto gegen die 20. Runde der Anti-Russland-Sanktionen ein. Die EU-Führung reagierte erwartungsgemäß empört – doch Orbán zeigt sich unbeeindruckt.

Auch die Slowakei erhebt mittlerweile ähnliche Vorwürfe gegen Kiew. Die beschädigte Druschba-Pipeline ist auch für Bratislava eine lebenswichtige Versorgungsader. Dass zwei EU-Mitgliedstaaten von einem Land unter Druck gesetzt werden, das gleichzeitig Milliardenhilfen aus Brüssel empfängt, entbehrt nicht einer gewissen bitteren Ironie.

Ein Lehrstück in Realpolitik

Was Orbán hier vorführt, ist nichts weniger als ein Lehrstück in souveräner Energiepolitik. Während Deutschland unter der neuen Großen Koalition noch immer die Trümmer seiner eigenen Energiewende zusammenkehrt und die Folgen der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines verdaut, schützt Ungarn seine verbliebenen Versorgungswege mit militärischer Entschlossenheit. Man mag zu Orbáns Innenpolitik stehen, wie man will – doch in der Frage der Energiesicherheit agiert Budapest mit einer Klarheit, von der sich mancher westeuropäische Regierungschef eine Scheibe abschneiden könnte.

Die Situation verdeutlicht einmal mehr die fatalen Folgen einer ideologisch getriebenen Energiepolitik, die ganze Volkswirtschaften in die Abhängigkeit von politisch instabilen Lieferketten treibt. Wer seine Energieversorgung nicht schützt, riskiert den Wohlstand seiner Bürger. Orbán hat das offenbar verstanden. Die Frage ist, wann diese Erkenntnis auch in Berlin ankommt.

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit und fragiler Energiemärkte erweist sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisenfeste Wertanlage eine unverzichtbare Rolle in jedem breit aufgestellten Portfolio spielen. Wenn Pipelines gesprengt, Lieferketten unterbrochen und ganze Volkswirtschaften erpresst werden können, bieten Sachwerte jene Stabilität, die Papierwerte schlicht nicht garantieren können.

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Wer ist: Ernst Wolff

Ernst Wolff ist ein renommierter Wirtschaftsjournalist und Autor. Geboren in 1950 in China, in der Stadt Tianjin, zog er schon als Kleinkind mit seiner Familie nach Südkorea und von dort nach Deutsch…
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