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Kettner Edelmetalle
26.03.2026
16:52 Uhr

Orbán dreht Ukraine den Gashahn zu: Budapests knallharte Antwort auf Kiews Energie-Erpressung

Was sich derzeit zwischen Budapest und Kiew abspielt, hat das Zeug zu einer veritablen Energiekrise mitten in Europa. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat in einer Videobotschaft unmissverständlich klargemacht: Solange die Ukraine kein russisches Öl über die Druschba-Pipeline nach Ungarn durchlässt, werde Budapest seinerseits keine Gaslieferungen mehr an Kiew zulassen. Eine Ansage, die es in sich hat – und die in Brüssel für erhebliche Nervosität sorgen dürfte.

Tit for Tat: Öl gegen Gas

Der Hintergrund ist schnell erzählt. Kiew hat vor rund einem Monat den Transit russischen Öls über die noch aus Sowjetzeiten stammende Druschba-Pipeline gestoppt. Für Ungarn, das in erheblichem Maße von diesen Lieferungen abhängt, ist das ein empfindlicher Schlag. Orbán bezeichnete das Vorgehen der Ukraine als „Erpressung" – und reagiert nun mit der gleichen Münze. Die umgeleiteten Gasmengen sollen stattdessen in die heimischen Reserven fließen, um Ungarns eigene Versorgungssicherheit zu stärken.

Darüber hinaus warf der ungarische Regierungschef Kiew vor, auch die südliche Gasroute über den TurkStream-Korridor zu attackieren, über die Ungarn ebenfalls versorgt wird. „Wir werden Ungarns Energiesicherheit, den geschützten Benzinpreis und die reduzierten Gaspreise verteidigen", erklärte Orbán kämpferisch. Man habe sich bislang „erfolgreich gegen die ukrainische Erpressung gewehrt".

Die Ukraine trifft es hart

Für die Ukraine könnte dieser Schritt gravierende Folgen haben. Nach Angaben der ukrainischen Energieberatung EXPRO bezog das Land im vergangenen Jahr rund 45 Prozent seiner gesamten Gasimporte über Ungarn. Bis Januar sei dieser Anteil zwar bereits auf 38 Prozent gesunken, doch ein vollständiger Lieferstopp würde Kiew in eine äußerst prekäre Lage bringen – gerade mit Blick auf den kommenden Winter. Eine offizielle Reaktion aus Kiew blieb zunächst aus.

Orbán blockiert EU-Hilfen für die Ukraine

Doch der Energiestreit ist nur die Spitze des Eisbergs. Orbán hat vergangene Woche bei einem EU-Gipfel unmissverständlich erklärt, sämtliche Entscheidungen zugunsten der Ukraine zu blockieren, bis die Öllieferungen wieder aufgenommen werden. „Ich werde niemals irgendeine Entscheidung hier unterstützen, die zugunsten der Ukraine ist", stellte er klar. Konkret blockierte Budapest bereits einen geplanten 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine sowie neue Sanktionspakete gegen Moskau.

Die Reaktionen in Brüssel fallen erwartungsgemäß gereizt aus. Die EU schränkt offenbar bereits den Zugang Ungarns zu vertraulichen Dokumenten ein, und Treffen finden zunehmend in kleineren Gruppen statt – ohne Budapest. Polens Ministerpräsident Donald Tusk warnte vor dem „langjährigen Verdacht", dass Orbáns Regierung Informationen an Russland weitergebe. Fünf europäische Diplomaten bestätigten gegenüber Medien, dass man besorgt sei über das Risiko, dass Budapest sensible Informationen an den Kreml durchsteche. Eine formelle EU-Reaktion auf diese Vorwürfe werde es allerdings vorerst nicht geben – man wolle die ungarischen Wahlen am 12. April nicht beeinflussen.

Ein unbequemer, aber konsequenter Kurs

Man mag zu Viktor Orbán stehen, wie man will – doch eines muss man dem ungarischen Ministerpräsidenten lassen: Er stellt die Interessen seines eigenen Volkes konsequent über die Erwartungen Brüssels. Während andere europäische Regierungen bereitwillig die eigene Energiesicherheit auf dem Altar der Ukraine-Solidarität opfern und ihre Bürger mit explodierenden Energiepreisen belasten, verteidigt Orbán günstige Benzin- und Gaspreise für seine Landsleute. Das ist genau jene Art von pragmatischer Realpolitik, die man sich auch in Berlin wünschen würde – wo man stattdessen jahrelang ideologiegetrieben Kernkraftwerke abschaltete und sich in eine fatale Energieabhängigkeit manövrierte, deren Folgen die deutschen Bürger bis heute in Form astronomischer Stromrechnungen zu spüren bekommen.

Die Vorwürfe aus Brüssel, Orbán spiele Moskaus Spiel, sind dabei so vorhersehbar wie durchsichtig. Wer in der EU nationale Interessen vertritt, wird reflexartig zum Kreml-Agenten erklärt. Dass ein souveräner Staat schlicht seine Energieversorgung sicherstellen will, scheint in den Brüsseler Denkfabriken nicht als legitimes Motiv zu gelten. Dabei zeigt der Konflikt vor allem eines: Die europäische Energiepolitik ist ein Trümmerfeld, und die Sanktionsspirale hat längst nicht nur Russland, sondern auch die europäischen Verbraucher in Geiselhaft genommen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Machtkampf weiterentwickelt. Sicher ist nur: Die Energiefrage wird Europa noch lange spalten – und Orbán wird nicht müde werden, den unbequemen Mahner zu geben.

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