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Kettner Edelmetalle
24.02.2026
06:16 Uhr

OpenAI-Chef Altman: Wasserverbrauch von KI sei „Fake" – Menschen bräuchten schließlich auch Energie

Es ist eine Argumentation, die an Dreistigkeit kaum zu überbieten ist: Sam Altman, der Chef des KI-Giganten OpenAI, hat auf dem AI Impact Summit in Neu-Delhi die massiven Ressourcenverbräuche seiner Technologie mit einer bemerkenswerten Nonchalance vom Tisch gewischt. Behauptungen, ChatGPT verbrauche pro Anfrage literweise Wasser, seien „komplett unwahr, völlig irrsinnig" und hätten „keinerlei Verbindung zur Realität". Man reibt sich die Augen.

Die unbequeme Wahrheit hinter den Rechenzentren

Doch so einfach lässt sich die Debatte nicht beiseite wischen. Rechenzentren verschlingen traditionell enorme Mengen an Wasser, um ihre elektrischen Komponenten zu kühlen und Überhitzung zu verhindern. Zwar gibt es mittlerweile neuere Anlagen, die gänzlich ohne Wasserkühlung auskommen – doch das ist keineswegs der Standard. Ein erst kürzlich veröffentlichter Bericht des Wassertechnologie-Unternehmens Xylem und von Global Water Intelligence prognostiziert, dass sich der Wasserverbrauch für die Kühlung von Rechenzentren in den kommenden 25 Jahren mehr als verdreifachen wird. Das dürfte die ohnehin angespannten Wasserversorgungssysteme weltweit unter erheblichen Druck setzen.

Altman räumte immerhin ein, dass der Gesamtenergieverbrauch durch KI ein berechtigtes Anliegen sei. Nicht pro einzelner Anfrage, aber in der Summe – weil die Welt so viel KI nutze. Seine Lösung? Man müsse „sehr schnell zu Kernkraft oder Wind- und Solarenergie übergehen". Eine Forderung, die angesichts der schleppenden Energiewende in vielen Ländern fast schon zynisch klingt.

Der absurde Mensch-Maschine-Vergleich

Besonders brisant wurde es, als Altman einen Vergleich zwischen KI und dem menschlichen Gehirn zog – und dabei sogar Microsoft-Gründer Bill Gates widersprach. Gates hatte zuvor argumentiert, die Effizienz des menschlichen Gehirns beweise, dass auch KI energieeffizienter werden könne. Altman hingegen drehte den Spieß um: Es koste schließlich auch „eine Menge Energie, einen Menschen zu trainieren". Zwanzig Jahre Lebenszeit, all das Essen, das man in dieser Zeit zu sich nehme – erst dann werde ein Mensch wirklich klug. Der faire Vergleich sei daher, wie viel Energie eine bereits trainierte KI pro Antwort benötige gegenüber einem Menschen. Und da habe die KI „wahrscheinlich bereits aufgeholt".

Eine Argumentation, die bei näherer Betrachtung nicht nur hinkt, sondern auf beiden Beinen lahmt. Denn sie reduziert den Menschen auf eine bloße Recheneinheit, auf einen biologischen Prozessor, dessen einziger Zweck die Informationsverarbeitung wäre. Sridhar Vembu, Mitgründer und Chefwissenschaftler des indischen Softwareunternehmens Zoho Corporation, brachte es auf den Punkt: Er wolle keine Welt sehen, in der eine Technologie mit einem menschlichen Wesen gleichgesetzt werde.

Milliarden fließen in Rechenzentren – auf Kosten der Bürger

Die Debatte kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Regierungen und Konzerne weltweit Milliarden in neue Rechenzentren pumpen. Laut einem Bericht des Internationalen Währungsfonds vom Mai hatte der Stromverbrauch der weltweiten Rechenzentren bereits 2023 ein Niveau erreicht, das dem Gesamtverbrauch von Deutschland oder Frankreich entspricht. Eine atemberaubende Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss.

Und die Konsequenzen spüren nicht etwa die Tech-Milliardäre in ihren klimatisierten Büros im Silicon Valley. Es sind die ganz normalen Bürger, die mit steigenden Strompreisen und überlasteten Netzen konfrontiert werden. In San Marcos, Texas, hat der Stadtrat erst vergangene Woche ein geplantes Rechenzentrum-Projekt im Wert von 1,5 Milliarden Dollar nach monatelangem Widerstand der Bevölkerung abgelehnt. Die Menschen dort fürchteten – völlig zu Recht – eine Überlastung des Stromnetzes und steigende Energiekosten für alle.

Wenn Fortschritt zur Belastung wird

Es ist ein Muster, das wir auch in Deutschland nur allzu gut kennen: Technologische Großprojekte werden von oben durchgedrückt, die Kosten und Risiken aber auf die Allgemeinheit abgewälzt. Während die Tech-Elite von einer strahlenden KI-Zukunft schwärmt, bleiben die ganz realen Fragen nach Energieversorgung, Wasserknappheit und Infrastrukturbelastung unbeantwortet. Einige Umweltschützer warnen bereits, dass die beschleunigten Genehmigungsverfahren für neue Energiequellen – die explizit den Hunger der Rechenzentren stillen sollen – mit den globalen Klimazielen kollidieren könnten.

Sam Altmans Versuch, die berechtigten Sorgen der Menschen als „Fake" abzutun und den Energieverbrauch seiner Maschinen mit dem menschlichen Dasein gleichzusetzen, offenbart eine beunruhigende Geisteshaltung. Es ist die Hybris einer Branche, die sich für unantastbar hält – und die vergessen hat, dass Technologie dem Menschen dienen sollte, nicht umgekehrt. In einer Zeit, in der die Energiepreise für den normalen Bürger ohnehin durch die Decke gehen und die Infrastruktur vielerorts marode ist, wirken solche Aussagen wie blanker Hohn.

Wer in diesen unsicheren Zeiten sein Vermögen schützen möchte, sollte über bewährte Werte nachdenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig von Stromnetzen, Rechenzentren und den Launen der Tech-Industrie. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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