
Ölschwemme 2026: Wall Street prophezeit Preisverfall unter 60 Dollar
Die Alarmglocken an der Wall Street läuten immer lauter. Während die deutsche Bundesregierung weiterhin von ihrer vermeintlichen Energiewende träumt und die Bürger mit immer neuen Klimasteuern belastet, zeichnet sich am internationalen Ölmarkt eine dramatische Entwicklung ab. Die jüngste Reuters-Umfrage unter 35 führenden Analysten und Ökonomen prognostiziert für 2026 einen massiven Preisverfall bei Rohöl – ein Szenario, das die gesamte Energielandschaft auf den Kopf stellen könnte.
Düstere Prognosen für den Ölmarkt
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der US-Benchmark WTI soll im kommenden Jahr bei durchschnittlich 59 Dollar pro Barrel liegen, während Brent Crude auf magere 62,23 Dollar fallen dürfte. Noch im Oktober hatten die Experten leicht höhere Werte erwartet. Doch die Realität eines massiv überversorgten Marktes lässt sich nicht länger schönreden.
Besonders brisant: Goldman Sachs geht sogar noch weiter und prognostiziert für WTI einen Durchschnittspreis von nur 53 Dollar im Jahr 2026. Die Investmentbank spricht von der "letzten großen Angebotswelle", die der Markt verkraften müsse, bevor sich 2027 wieder ein Gleichgewicht einstellen könnte.
Schieferöl-Industrie vor dem Kollaps?
Was bedeutet das für die amerikanische Schieferöl-Revolution, die in den vergangenen Jahren die globalen Energiemärkte umgekrempelt hat? Ryan Lance, CEO von ConocoPhillips, warnt eindringlich: Bei Preisen zwischen 60 und 65 Dollar werde die US-Produktion bestenfalls stagnieren. Fallen die Preise in den 50-Dollar-Bereich, drohe sogar ein Rückgang der Förderung.
"Bei 60-65 Dollar pro Barrel WTI-Ölpreisen sind die USA wahrscheinlich auf einem Plateau. Aber wenn die Preise bei 60 Dollar bleiben oder in die 50er fallen, stagnieren wir wahrscheinlich oder gehen leicht zurück."
Diese Aussage sollte auch hierzulande aufhorchen lassen. Während die Ampel-Nachfolgeregierung unter Friedrich Merz weiterhin auf teure Erneuerbare Energien setzt und die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz verankert hat, könnte sich die globale Energielandschaft fundamental verschieben.
OPEC+ und die Überproduktion
Die Hauptursache für den erwarteten Preisverfall liegt in der steigenden Produktion sowohl innerhalb als auch außerhalb der OPEC+. Die Kartellmitglieder verfügen über erhebliche Reservekapazitäten und investieren weiter in den Ausbau ihrer Förderung. Gleichzeitig drängen auch Nicht-OPEC-Produzenten mit zusätzlichen Mengen auf den Markt.
Daan Struyven von Goldman Sachs sieht langfristig vor allem die OPEC als Gewinner dieser Entwicklung. Das Kartell verfüge über die nötigen Kapazitäten und Investitionen, um auch bei niedrigen Preisen profitabel zu bleiben. Die amerikanische Schieferölindustrie hingegen benötige Brent-Preise von mindestens 80 Dollar pro Barrel gegen Ende des Jahrzehnts, um moderat wachsen zu können.
Geopolitische Risiken als Preisuntergrenze
Trotz der düsteren Prognosen sehen die Analysten auch Faktoren, die einen kompletten Preiskollaps verhindern könnten. Die anhaltenden geopolitischen Spannungen – vom Ukraine-Krieg bis zur jüngsten Eskalation im Nahen Osten zwischen Israel und dem Iran – könnten eine Preisuntergrenze bilden. Diese Unsicherheiten sorgen für eine gewisse Risikoprämie im Ölpreis.
Was bedeutet das für deutsche Anleger?
Die prognostizierte Ölschwemme wirft wichtige Fragen für die Vermögensplanung auf. Während die neue Große Koalition mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Inflation weiter anheizt und Merz sein Versprechen, keine neuen Schulden zu machen, bereits gebrochen hat, suchen kluge Anleger nach stabilen Werten.
In Zeiten volatiler Energiemärkte und unsicherer Währungen gewinnen physische Edelmetalle als Vermögenssicherung an Bedeutung. Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als krisenfeste Anlagen bewährt – unabhängig von Ölpreisschwankungen oder politischen Fehlentscheidungen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie helfen, Vermögen vor den Unwägbarkeiten der Energiemärkte und der inflationären Politik zu schützen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger muss eigenverantwortlich recherchieren und seine Investitionsentscheidungen selbst treffen. Wir übernehmen keine Haftung für Anlageentscheidungen, die auf Basis dieses Artikels getroffen werden.

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