Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
17.02.2026
18:42 Uhr

Ölpreis stürzt ab: Iran und USA nähern sich in Atomverhandlungen an – doch die Kriegstrommeln verstummen nicht

Die zweite Runde indirekter Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ist am Dienstag in Genf zu Ende gegangen – und was danach folgte, ließ die Ölmärkte erzittern. Irans Außenminister Abbas Araghchi verkündete, man habe mit Washington eine „Verständigung über die wesentlichen Grundprinzipien" erzielt. Die Reaktion kam prompt: Brent-Rohöl fiel um über ein Prozent, die Futures gingen auf Talfahrt.

Diplomatie im Schatten der Flugzeugträger

Doch wer glaubt, hier bahne sich ein friedlicher Durchbruch an, der sollte genauer hinsehen. Denn während in den klimatisierten Konferenzräumen der Schweiz verhandelt wurde, feuerten die Iranischen Revolutionsgarden im Persischen Golf Anti-Schiffs-Raketen ab und sperrten Teile der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr. Gleichzeitig steuert der US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford durch die Straße von Gibraltar Richtung östliches Mittelmeer – nicht weniger als zwei Flugzeugträgergruppen hat Washington mittlerweile in die Region entsandt.

Man muss kein Militärstratege sein, um zu erkennen: Hier verhandeln zwei Seiten, die sich gegenseitig die Pistole an die Schläfe halten. Auf amerikanischer Seite führten Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner die Gespräche. Trump selbst erklärte an Bord der Air Force One, er werde „indirekt" teilnehmen – was immer das in der Welt der Trumpschen Diplomatie bedeuten mag.

Teherans rote Linien: Urananreicherung bleibt tabu

Bemerkenswert ist, was der Iran nicht auf den Verhandlungstisch legt. Teheran besteht darauf, dass ausschließlich das Atomprogramm Gegenstand der Gespräche sei – nicht etwa das Raketenprogramm, wie es Washington und Jerusalem fordern. Zwar habe der Iran nukleare Zugeständnisse angeboten, doch ein Verbot der Urananreicherung komme nicht in Frage. Die iranische Delegation erklärte sich bereit, notfalls Tage oder sogar Wochen in der Schweiz zu bleiben, um eine Einigung zu erzielen und einen militärischen Angriff abzuwenden.

Araghchi formulierte es auf seiner Social-Media-Plattform unmissverständlich: „Was nicht zur Verhandlung steht: Unterwerfung unter Drohungen." Er sei mit „echten Ideen für ein faires und gerechtes Abkommen" in die Schweiz gereist.

Khameneis Warnung an Washington

Noch deutlicher wurde Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei. In einer Rede, die sein Büro anschließend auf X veröffentlichte, richtete er eine kaum verhüllte Drohung an die Adresse der Amerikaner:

„Die Amerikaner sagen ständig, sie hätten ein Kriegsschiff in Richtung Iran geschickt. Natürlich ist ein Kriegsschiff ein gefährliches Stück militärischer Ausrüstung. Doch gefährlicher als dieses Kriegsschiff ist die Waffe, die es auf den Grund des Meeres schicken kann."

Khamenei reagierte damit auf Trumps Eingeständnis, dass die USA es in 47 Jahren nicht geschafft hätten, die Islamische Republik zu zerstören. „Ich sage Ihnen: Sie werden auch künftig keinen Erfolg haben", konterte der greise Religionsführer. Trump seinerseits hatte dem Iran mit „traumatischen" Konsequenzen gedroht und sogar einen Regimewechsel ins Spiel gebracht.

Was der Ölpreisverfall wirklich bedeutet

Der Kursverlauf des Ölpreises an diesem Tag erzählt die Geschichte in komprimierter Form: Zunächst stiegen die Notierungen, als der Iran Teile der Straße von Hormus – jener Meerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports fließt – für Marinemanöver sperrte. Dann kam die Meldung über die „Verständigung", und die Preise brachen ein. Die Märkte wetten offenbar darauf, dass eine diplomatische Lösung die Wahrscheinlichkeit eines Krieges mindert, der die globale Ölversorgung massiv stören würde.

Doch diese Wette könnte sich als voreilig erweisen. Die Kluft zwischen den Positionen beider Seiten bleibt gewaltig. Washington will ein umfassendes Abkommen, das auch Irans Raketenprogramm einschließt. Teheran lehnt genau das kategorisch ab. Und im Hintergrund drängt Israel – das erst im vergangenen Juni iranische Atomanlagen angegriffen hat – auf eine harte Linie.

Europas fatale Abhängigkeit

Für Deutschland und Europa sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Die Energieabhängigkeit des Kontinents von geopolitisch instabilen Regionen ist nach wie vor erschreckend hoch. Während die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur auf den Weg bringt und damit kommende Generationen mit Schulden belastet, bleibt die fundamentale Frage der Energiesicherheit weitgehend unbeantwortet. Jede Eskalation am Persischen Golf trifft die deutsche Wirtschaft ins Mark – und damit jeden einzelnen Bürger an der Zapfsäule und bei der Heizkostenabrechnung.

In Zeiten derartiger geopolitischer Unsicherheiten zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Absicherung im Portfolio. Während Ölpreise, Aktienmärkte und Währungen von den Launen internationaler Machtpolitik hin- und hergeworfen werden, haben Gold und Silber über Jahrtausende hinweg ihre Funktion als Wertspeicher bewiesen. Wer sein Vermögen gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltordnung schützen möchte, tut gut daran, physische Edelmetalle als festen Bestandteil einer breit diversifizierten Anlagestrategie zu betrachten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Finanzberater.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen