
Nur noch acht Prozent: CDU droht Absturz in Mecklenburg-Vorpommern

Drei Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sorgt eine neue Umfrage fĂŒr Aufsehen: Nach Zahlen des Instituts Infratest dimap im Auftrag des öffentlich-rechtlichen NDR liegt die AfD mit 35 Prozent nur noch drei Punkte vor der SPD von MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig, die auf 32 Prozent kommt. GewĂ€hlt wird am 20. September 2026.
FĂŒr die CDU sind die Werte ein Alarmsignal: Nur noch acht Prozent weist die Erhebung fĂŒr die Christdemokraten aus â weniger als fĂŒr die Linke, die auf elf Prozent kommt.
Ein RĂŒckstand von 19 Punkten â innerhalb eines Jahres pulverisiert
Noch im September 2025 sah das Bild völlig anders aus. Damals lag die SPD laut demselben Institut bei mageren 19 Prozent, die AfD bei 38. Ein Abstand von 19 Prozentpunkten â heute liegt der RĂŒckstand im Bereich der statistischen Fehlertoleranz.
Wer glaubt, damit sei die AfD geschwĂ€cht, verkennt die GröĂenordnung: Bei der Wahl 2021 kam sie auf 16,7 Prozent. Ein Ergebnis um 35 Prozent wĂ€re mehr als eine Verdopplung und das mit Abstand stĂ€rkste Resultat, das die Partei im Nordosten je erzielt hĂ€tte.
Bemerkenswert ist auch die Gegenrichtung: Die SPD holte 2021 noch 39,6 Prozent. Von einem Triumph wĂ€ren 32 Prozent also weit entfernt â gemessen an den eigenen Umfragetiefs wirkt es dennoch wie eine Auferstehung.
Historischer Tiefpunkt fĂŒr die Union
Wirklich dramatisch ist die Lage der CDU. 2021 kam sie in Mecklenburg-Vorpommern auf 13,3 Prozent â schon damals ein Debakel. Acht Prozent wĂ€ren laut dem Bericht das zweite Mal ĂŒberhaupt, dass die Union bei einer Landtagswahl einstellig bliebe; das letzte Mal geschah dies bei der Bremer BĂŒrgerschaftswahl 1951.
Aus Sicht unserer Redaktion ist das keine regionale Panne, sondern die Quittung fĂŒr einen Bundeskurs, der viele konservative StammwĂ€hler ratlos zurĂŒcklĂ€sst: Rekordschulden trotz gegenteiliger Wahlversprechen, ein 500-Milliarden-Sondervermögen, KlimaneutralitĂ€t im Grundgesetz. Wer glaubt, das bliebe im Osten folgenlos, hat die Stimmung an der Basis nie ernst genommen.
Rot-Rot-GrĂŒn â und eine Kanzlerkandidatin im Wartestand?
Rechnerisch kĂ€me die bislang regierende rot-rote Koalition den Zahlen zufolge nahe an eine eigene Mehrheit; mit den GrĂŒnen, die bei fĂŒnf Prozent nur knapp ĂŒber der HĂŒrde liegen, wĂ€re sie komfortabel. Auch das BSW bangt mit vier Prozent um den Einzug ins Schweriner Schloss, die sonstigen Parteien einschlieĂlich der FDP kommen zusammen auf fĂŒnf Prozent.
Ein Vorbehalt bleibt: Eine am Mittwoch veröffentlichte Forsa-Umfrage sah die SPD deutlich weiter zurĂŒck. Umfragen sind Momentaufnahmen, keine Ergebnisse â das lehrt jede Wahlnacht aufs Neue.
Politisch reicht die Bedeutung weit ĂŒber Schwerin hinaus. Sollte Schwesig die AfD tatsĂ€chlich abfangen, dĂŒrfte die Debatte ĂŒber sie als nĂ€chste Kanzlerkandidatin der SPD schnell an Fahrt gewinnen. Und bereits am 6. September wĂ€hlt Sachsen-Anhalt â ein zweiter Stimmungstest fĂŒr die Berliner Koalition, der Ă€hnlich unangenehm ausfallen könnte.
Was bleibt fĂŒr BĂŒrger und Sparer?
Politische UmbrĂŒche, wachsende Schuldenberge und unsichere Mehrheiten sind selten gute Nachrichten fĂŒr die Kaufkraft. Wer sein Vermögen breit aufstellt, zieht physische Edelmetalle traditionell als Baustein zur langfristigen Absicherung heran.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir sprechen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen aus. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst umfassend informieren.

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