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15.02.2026
06:47 Uhr

Nord Stream noch reparierbar: Europipe-Chef rechnet mit deutscher Energiepolitik ab

Nord Stream noch reparierbar: Europipe-Chef rechnet mit deutscher Energiepolitik ab

Während die politische Klasse in Berlin seit Jahren so tut, als seien die Nord-Stream-Pipelines ein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte, spricht ein Mann aus der Industrie Klartext: Carsten Schmickler, Geschäftsführer des Mülheimer Rohrproduzenten Europipe, erklärt unmissverständlich, dass die gesprengten Leitungen auf dem Grund der Ostsee technisch noch repariert werden könnten. Eine Aussage, die wie ein Paukenschlag in die aufgeheizte Debatte um Deutschlands Energiezukunft einschlägt.

Die unbequeme Wahrheit über Deutschlands Energieversorgung

Europipe gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Stahlgroßrohren und lieferte die Leitungen für Nord Stream, TurkStream und zahlreiche weitere Großprojekte. Schmickler kennt die Branche wie kaum ein Zweiter – und er nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Nord-Stream-Rohre seien dank ihrer Antikorrosionsbeschichtung und Zementummantelung noch eine ganze Zeit reparierbar, so der Industriemanager. Man würde beschädigte Abschnitte herausnehmen und durch neue ersetzen. Allerdings werde es in fünf bis zehn Jahren kritisch.

Besonders brisant: Schmickler könne sich vorstellen, dass zumindest der intakte Strang von Nord Stream 2 aktiviert werden könnte – ganz ohne aufwendige Reparatur der zerstörten Leitung. Doch wer in der aktuellen politischen Landschaft Deutschlands wagt es schon, solche Gedanken laut auszusprechen?

Schröder, Merkel und das zweischneidige Schwert

Der Europipe-Chef räumt ein, dass die hohe Abhängigkeit von russischem Gas rückblickend gefährlich gewesen sei. Doch dann kommt der entscheidende Satz, den sich mancher Moralapostel hinter die Ohren schreiben sollte: Sämtliche Bundeskanzler – von Gerhard Schröder bis Angela Merkel – wären von der deutschen Industrie „regelrecht gekreuzigt worden", hätte man nicht massiv günstiges Gas aus Russland bezogen. Die Stimmen, die vor dem Verlust internationaler Wettbewerbsfähigkeit gewarnt hätten, wären ohrenbetäubend gewesen.

Nord Stream sei industriepolitisch betrachtet ein zweischneidiges Schwert gewesen. Schmickler zitiert dabei provokant Keynes: „In the long run we are all dead" – im Nachhinein wüssten immer alle alles besser. Eine Ohrfeige für all jene Besserwisser, die heute so tun, als hätten sie die Gefahren der Abhängigkeit schon immer erkannt, während sie jahrelang von billigem russischem Gas profitierten.

Die Sabotage und das Versagen beim Schutz kritischer Infrastruktur

Dass die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines bis heute strafrechtlich kaum aufgeklärt ist, spricht Bände über den Zustand westlicher Sicherheitsarchitektur. Schmickler formuliert diplomatisch, was viele denken: Es gebe zahlreiche Konspirationstheorien und Indizien, die in verschiedene Richtungen deuteten. Grundsätzlich mache der Vorfall deutlich, wie schutzbedürftig kritische Infrastruktur sei.

Dass man Pläne kritischer Infrastruktur teilweise im Internet herunterladen könne, bezeichnet er als „nahezu fahrlässig". Ein vernichtendes Urteil über den Zustand deutscher Sicherheitspolitik, das man nur unterstreichen kann. Gleichzeitig sei eine Pipeline über mehrere hundert Kilometer nur extrem schwer vor terroristischen Anschlägen zu schützen – eine nüchterne Feststellung, die das ganze Dilemma offenlegt.

„Weg von der Schwarz-Weiß-Politik"

Schmicklers schärfste Kritik richtet sich gegen die ideologiegetriebene Energiepolitik der vergangenen Jahre. Deutschland habe parallel aus Kernenergie und Kohle aussteigen wollen – und am besten sofort auf grünen Wasserstoff umstellen. Das sei „ein sehr großer Fehler" gewesen. Man könne komplette Wirtschaftssysteme nicht per Ministerbeschluss von einem Tag auf den anderen umstellen.

Wer erinnert sich nicht an die grüne Hybris eines Robert Habeck, der glaubte, eine der größten Industrienationen der Welt im Handumdrehen dekarbonisieren zu können? Das Ergebnis kennen wir: explodierende Energiepreise, abwandernde Industrie und ein Standort Deutschland, der international massiv an Attraktivität verloren hat. Schmickler bringt es auf den Punkt: Der positive Klimaeffekt entstehe in Deutschland nur dadurch, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrie einbreche und dies zu großflächigen Stilllegungen und Verlagerungen führe. Klimaschutz durch Deindustrialisierung – das war offenbar der geheime Masterplan.

Gas bleibt unverzichtbar – ob es den Ideologen passt oder nicht

Die Internationale Energieagentur und zahlreiche Beratungsfirmen sehen den globalen Peak für Gas und Öl erst nach 2040. Gas werde insgesamt noch eine erhebliche Rolle spielen, betont Schmickler. Wer versuche, den Übergang zum grünen Wasserstoff zu schnell und dogmatisch zu erzwingen, bekomme zwar einen theoretischen Klimaeffekt auf dem Papier – aber auch den realen Effekt, dass die Industrie wegbreche.

Besonders aufschlussreich ist Schmicklers Hinweis auf die USA: Dort treibe der massive Ausbau von KI-Rechenzentren den Energieverbrauch in die Höhe. Häufig werde direkt ein Gaskraftwerk mitgeplant – und damit auch neue Pipeline-Infrastruktur. Während Amerika pragmatisch handelt, verliert sich Deutschland in regulatorischen Korsetts und moralischen Grundsatzdebatten.

Deutschlands Selbstverzwergung auf der Weltbühne

Schmicklers Beobachtungen aus dem internationalen Geschäft sollten jedem deutschen Politiker die Schamesröte ins Gesicht treiben. Im Ausland höre er öfter Kommentare wie: „Ihr Deutschen seid willkommen, aber ihr müsst begreifen, dass ihr global nicht der relevanteste Akteur seid." Deutschland habe in der Welt erheblich an Gewicht verloren. Die Leute würden sich nicht die Finger danach lecken, uns mit Gas zu beliefern – es gebe genügend andere Abnehmer.

Europa gelte in der Welt nicht mehr als Powerhouse, trete uneinheitlich auf mit vielen Sonderinteressen. Eine bittere Diagnose, die das Ergebnis jahrelanger politischer Fehlsteuerung widerspiegelt. Dass Bundeskanzler Merz nun in die Golfstaaten reist, um neue LNG-Optionen auszuloten, sei eine neue Art von Realpolitik, der er nicht ausweichen könne. Doch Schmickler mahnt: Deutschland müsse seine Industrieinteressen klarer artikulieren und strategisch mit einer industriepolitischen Machtposition verknüpfen.

Wenn Steuergeld fließt, muss die Wertschöpfung in Europa bleiben

Der Europipe-Chef fordert unmissverständlich: Wenn Steuergeld in europäische Projekte fließe – etwa für die CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS) –, müsse sichergestellt werden, dass die Wertschöpfung in Europa bleibe. Sonst fließe das Geld am Ende nach China oder anderswo ab. Eine Forderung, die angesichts des geplanten 500-Milliarden-Euro-Sondervermögens der neuen Bundesregierung aktueller nicht sein könnte. Denn was nützen gigantische Investitionsprogramme, wenn die Profite letztlich in Peking landen?

Die Botschaft des Industriemanagers ist klar: Deutschland braucht mehr Pragmatismus, weniger Ideologie und vor allem die Einsicht, dass moralische Überlegenheitsgefühle keine Fabriken am Laufen halten. Ob die neue Große Koalition unter Friedrich Merz diese Lektion beherzigt, bleibt abzuwarten. Die Zeichen stehen jedenfalls nicht schlecht – vorausgesetzt, man lässt sich nicht erneut von grünen Traumtänzereien einlullen.

In Zeiten derart massiver geopolitischer Unsicherheiten und einer Energiepolitik, die zwischen Moral und Markt schwankt, erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Wer sein Portfolio gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend unberechenbaren Welt absichern möchte, sollte Gold und Silber als elementaren Bestandteil einer breit diversifizierten Anlagestrategie in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Für individuelle Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige finanzielle Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Informationen resultieren könnten.

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