Telefonisch Mo–Fr 8–20 Uhr erreichbar
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
11.08.2026
10:38 Uhr
KI-generiert

Nicht duschen, nicht baden: Wasser-Notstand in Hessen!

Nicht duschen, nicht baden: Wasser-Notstand in Hessen!
Symbolbild: KI-generiert

Im hessischen Main-Kinzig-Kreis bekämpfen seit Montagmittag hunderte Feuerwehrleute mehrere Waldbrände zwischen Ober- und Niederrodenbach. Weil das Löschwasser knapp zu werden drohte, richteten die Kreiswerke Main-Kinzig einen ungewöhnlich drastischen Appell an die Bevölkerung: Bitte nicht mehr duschen, nicht baden, keine Gärten wässern. Betroffen sind Bruchköbel, Freigericht-Somborn, Hasselroth, Rodenbach und Langenselbold.

„Jeder Liter zählt“

Der Aufruf der Versorger lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.

„Bitte verzichten Sie möglichst auf Duschen, Baden, das Bewässern von Gärten sowie andere wasserintensive Tätigkeiten.“

Wie ernst die Lage war, machte der Geschäftsführer der Kreiswerke, Oliver Habekost, laut Medienberichten klar: Am Montagabend habe die Betriebsmannschaft große Sorge gehabt, das Löschwasser nicht mehr bereitstellen zu können. Die Pegelstände in den Brunnen sänken seit Jahren, zudem sei der Verbrauch mit dem Ferienende gestiegen.

55 Hektar, 700 Einsatzkräfte, ein Hubschrauber

Die Zahlen sind wuchtig: Nach Angaben eines Kreissprechers erstreckte sich das Feuer über rund 55 Hektar – umgerechnet etwa 80 Fußballfelder. Rund 700 Feuerwehrleute aus Hessen und Bayern seien im Einsatz gewesen, bis zu 500 zeitgleich, im Schichtwechsel gegen immer neu aufflammende Glutnester.

Ein Hubschrauber und Polizeidrohnen unterstützten die Kräfte, weil Teile des Brandgebiets kaum zugänglich waren. Kräftiger Wind erschwerte die Arbeit. Zeitweise habe sich das Feuer in Richtung einer Ferienhaussiedlung ausgebreitet – dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr blieb sie laut Polizei verschont. Verletzt wurde in Rodenbach niemand.

Über das Warnsystem Katwarn wurden Anwohner vor Rauch und herabregnender Brandasche gewarnt: Fenster und Türen schließen, Lüftungen und Klimaanlagen abschalten, Zufahrtswege frei halten.

Ursache offen – Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Wie das Feuer entstand, ist bislang unklar. Zunächst sei die Feuerwehr zu drei kleineren Brandstellen gerufen worden, aus denen sich ein Großbrand entwickelte. Die Polizei teilte mit, ob die einzelnen Stellen zusammenhingen, sei noch offen – Brandstiftung werde ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Ein Tatverdacht gegen konkrete Personen ist nicht bekannt; es gilt die Unschuldsvermutung.

Hessen kämpft nicht nur an einer Front. Bei Bad Schwalbach und Hohenstein brannten rund 8.000 Quadratmeter Wald, drei Feuerwehrleute wurden leicht verletzt. Erst wenige Tage zuvor hatten dort über 1.000 Kräfte einen Brand auf etwa 25.000 Quadratmetern bekämpft. In Nordhessen musste die A7 zwischen Göttingen und Kassel wegen eines Waldbrands in Südniedersachsen über zwölf Stunden gesperrt werden.

Was der Appell über den Zustand unserer Infrastruktur verrät

Aus Sicht unserer Redaktion ist der eigentliche Skandal nicht das Feuer – Trockenheit und hohe Waldbrandgefahr sind kalkulierbare Risiken. Bemerkenswert ist, dass in einem Industrieland ein einzelner Waldbrand genügt, um die Trinkwasserversorgung mehrerer Gemeinden an die Belastungsgrenze zu bringen.

Beobachter verweisen darauf, dass Milliardenprogramme für Klimaziele und Sondervermögen beschlossen werden, während Brunnen, Leitungsnetze und Löschwasserreserven vor Ort offenbar seit Jahren am Limit arbeiten. Wer Resilienz predigt, sollte sie zuerst dort finanzieren, wo Bürger sie täglich brauchen.

Und der Applaus? Der gehört den überwiegend freiwilligen Feuerwehrleuten, die nachts in unwegsamem Gelände Glutnester austraten – Leistung und Eigenverantwortung in Reinform, ohne Pressekonferenz.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen