Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
17.03.2026
07:28 Uhr

Nahost-Inferno: Trump verschiebt China-Gipfel – der Iran-Krieg verschlingt alle diplomatischen Ressourcen

Nahost-Inferno: Trump verschiebt China-Gipfel – der Iran-Krieg verschlingt alle diplomatischen Ressourcen

Was als gezielte Militäroperation gegen iranische Atomanlagen begann, hat sich zu einem Flächenbrand entwickelt, der nun auch die globale Diplomatie in Mitleidenschaft zieht. US-Präsident Donald Trump hat das für Ende März geplante Gipfeltreffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping kurzfristig um etwa einen Monat verschoben. Die Begründung: Er müsse als Oberbefehlshaber der Streitkräfte wegen des Iran-Krieges in den Vereinigten Staaten bleiben. Der ursprünglich vom 31. März bis zum 2. April angesetzte Besuch fällt damit vorerst ins Wasser.

Die Straße von Hormus als geopolitische Achillesferse

US-Finanzminister Scott Bessent beeilte sich zu betonen, die Verschiebung habe nichts mit Pekings Haltung zur Straße von Hormus zu tun. Doch genau diese Meerenge ist zum neuralgischen Punkt des gesamten Konflikts geworden. Der Iran blockiert die strategisch bedeutsame Wasserstraße seit Beginn der US-israelischen Angriffe – und damit den Transport von rund einem Fünftel des weltweit geförderten Öls. Die iranische Revolutionsgarde hatte unmissverständlich erklärt, dass nicht „ein einziger Liter Öl" den Persischen Golf verlassen werde. Eine Drohung, die sie offenkundig in die Tat umsetzt.

Trump hatte China gedrängt, bei der Öffnung der Meerenge zu helfen. Dass ausgerechnet Peking – das selbst massiv von Ölimporten aus der Region abhängig ist – hier als Vermittler fungieren soll, zeigt, wie verzweifelt die Lage bereits ist. Die Rohölpreise sind erwartungsgemäß in die Höhe geschossen, und die weltwirtschaftlichen Verwerfungen dürften erst am Anfang stehen.

Eskalation auf allen Fronten

Die Dimension dieses Konflikts ist atemberaubend. Seit mehr als zwei Wochen führen die USA und Israel Krieg gegen den Iran. Trump erklärte, die USA hätten seit Kriegsbeginn mehr als 7.000 Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. Die israelische Luftwaffe fliegt unterdessen massive Angriffswellen auf Teheran und gleichzeitig auf Hisbollah-Stellungen in Beirut. Rund 200 US-Soldaten wurden bisher verletzt, mindestens 13 sind gefallen. Auf iranischer Seite ist von geschätzten 2.000 Toten die Rede – darunter Zivilisten.

Doch der Krieg beschränkt sich längst nicht mehr auf den Iran. Die Vereinigten Arabischen Emirate mussten ihren Luftraum zeitweise schließen, nachdem eine iranische Drohne einen Treibstofftank am Dubai International Airport – dem weltweit verkehrsreichsten Flughafen für internationale Flüge – in Brand gesetzt hatte. In Abu Dhabi brach nach einem Drohnenangriff ein Feuer auf dem strategisch wichtigen Öl- und Erdgasfeld Schah aus. Katar wehrte einen mutmaßlich iranischen Raketenangriff ab. Selbst in Bagdad schlug eine Drohne in ein Hotel ein, das regelmäßig ausländische Gäste beherbergt. Und in Jerusalem fielen Raketentrümmer auf heilige Stätten – in die Nähe der Grabeskirche und auf den Tempelberg.

Libanon: Die nächste Front öffnet sich

Als wäre die Lage nicht bereits explosiv genug, weitet Israel seinen Bodeneinsatz im Südlibanon massiv aus. Die Hisbollah hatte sich nach Beginn der israelischen Angriffe auf den Iran an die Seite Teherans gestellt und beschießt Israel seit Anfang März mit Raketen – nach einer zuvor brüchigen Waffenruhe. Mehr als 100.000 israelische Reservisten seien bereits an allen Fronten im Einsatz, erklärte ein Militärsprecher. Die UN-Friedenstruppe Unifil beobachtet einen deutlichen israelischen Truppenaufbau an mindestens sechs Orten im Südlibanon, wobei israelische Einheiten teilweise fünf Kilometer tief in libanesisches Territorium vorgedrungen seien.

Die Folgen für die Zivilbevölkerung sind verheerend: Mehr als eine Million Libanesen – etwa ein Fünftel der Bevölkerung – wurden laut der Regierung in Beirut zur Flucht gezwungen. Rund 850 Menschen seien bei den Angriffen getötet worden. Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada warnten Israel in einer gemeinsamen Erklärung vor einer großangelegten Bodenoffensive, die „verheerende humanitäre Folgen" haben und zu einem „langwierigen Konflikt" führen könnte.

Trumps fragwürdige Behauptungen und die Kritik der Opposition

Inmitten dieses Chaos leistet sich der US-Präsident Aussagen, die selbst wohlwollende Beobachter irritieren dürften. Trump behauptete, ein früherer Präsident habe ihm gegenüber Bedauern geäußert, den Iran nicht so angegriffen zu haben wie er. Pikant nur: Vertreter aller vier lebenden Ex-Präsidenten – Clinton, Bush, Obama und Biden – bestritten kategorisch jeden jüngsten Kontakt mit Trump. Das Weiße Haus schwieg dazu beredt.

Noch bemerkenswerter war Trumps Äußerung, es sei unklar, ob das geistliche Oberhaupt des Iran, Modschtaba Chamenei, überhaupt noch am Leben sei. Einige sagten, er sei tot, andere, er sei schwer verletzt. Man wisse zudem nicht, wer gegenwärtig für den Iran spreche. Eine beunruhigende Aussage des Mannes, der diesen Krieg führt.

Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Chuck Schumer, ging mit Trump hart ins Gericht. Der Präsident sei „am Rudern" und mache „weiterhin einen schrecklichen Job dabei, den Schaden einzudämmen". Wenn Trump tatsächlich immer gewusst habe, dass der Iran die Straße von Hormus blockieren könne, dann habe er bei der Vorausplanung „eine schreckliche Arbeit" geleistet. Eine Kritik, die man – unabhängig von der politischen Couleur – schwer von der Hand weisen kann.

Iran: Bereit für einen langen Krieg

Auf iranischer Seite gibt man sich kämpferisch. Parlamentssprecher Mohammed Bagher Ghalibaf erklärte, der Iran verfüge über ausreichende Bestände an Raketen und Drohnen. Da diese Technologie im Inland entwickelt worden sei, könne man sie „mit höherer Geschwindigkeit und zu wesentlich geringeren Kosten" produzieren, als der Feind seine Abfangraketen herstelle. Ein Waffenstillstand müsse garantieren, dass der Krieg nicht wieder aufflamme. Der Iran werde weiterkämpfen, „bis der Feind seine Aggression bereut".

Gleichzeitig dementierte Irans Außenminister Abbas Araghtschi Berichte über einen reaktivierten Kommunikationskanal mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff. Sein letzter Kontakt mit Witkoff habe stattgefunden, bevor Trump „die diplomatischen Bemühungen durch einen weiteren illegalen Militärschlag zunichte" gemacht habe. Die kursierenden Behauptungen seien darauf angelegt, „Ölmarktakteure und die Öffentlichkeit zu täuschen".

Deutschlands gefährliche Abhängigkeit

Für Deutschland offenbart dieser Konflikt einmal mehr die fatalen Konsequenzen einer verfehlten Energiepolitik. Wer über Jahre hinweg ideologiegetrieben Kernkraftwerke abschaltet, fossile Energieträger verteufelt und sich in eine groteske Abhängigkeit von globalen Lieferketten begibt, der steht in Krisenzeiten wie diesen mit leeren Händen da. Die explodierenden Ölpreise treffen eine ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft mit voller Wucht. Dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz nun ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen plant und gleichzeitig die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz verankert hat, dürfte die Lage kaum verbessern – im Gegenteil.

Südkorea, das rund 70 Prozent seines Öls aus dem Nahen Osten bezieht, reagiert bereits nervös auf die US-Aufforderung, Kriegsschiffe in die Region zu entsenden. Indien hat derweil auf diplomatischem Weg erreicht, dass zwei seiner Gastanker die Straße von Hormus passieren durften – ein Privileg, das nicht jedem gewährt werden dürfte.

Die Frage, die sich stellt, ist so simpel wie bedrückend: Wie lange kann die Welt diesen Krieg noch aushalten, bevor die wirtschaftlichen und humanitären Kosten jedes erträgliche Maß übersteigen? Und wer – wenn nicht die Diplomatie – soll diesen Wahnsinn beenden? In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisensichere Wertanlage ihre Berechtigung haben. Wenn Ölpreise explodieren, Währungen unter Druck geraten und geopolitische Risiken die Märkte erschüttern, erweist sich das „barbarische Relikt" Gold als das, was es seit Jahrtausenden ist: der ultimative sichere Hafen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Grundlage eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus der Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

Wissenswertes zum Thema

Magazin
05.11.2024
26 Min.

Wer ist Trumps Vize, JD Vance?

Wird JD Vance als Vizepräsidentschaftskandidat die konservative Basis stärken und neue Wählergruppen erreichen? Mit ihm könnte sich die politische Landschaft verändern. – Lesen Sie hier!
Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen