
Muslimische Staaten reißen sich um pakistanischen Kampfjet – Milliarden-Deals in Verhandlung

Die geopolitischen Karten werden neu gemischt, und Pakistan steht plötzlich im Zentrum eines bemerkenswerten Rüstungsbooms. Mehrere muslimisch geprägte Nationen drängen mit Nachdruck darauf, den gemeinsam mit China entwickelten JF-17 Thunder Kampfjet zu erwerben. Was auf den ersten Blick wie ein gewöhnliches Waffengeschäft erscheint, offenbart bei genauerem Hinsehen die tektonischen Verschiebungen in der globalen Sicherheitsarchitektur.
Milliarden-Deals am Verhandlungstisch
Die Zahlen, die derzeit durch die Korridore der Macht kursieren, sind schlichtweg atemberaubend. Laut Berichten von Reuters befindet sich Pakistan in fortgeschrittenen Gesprächen mit Libyen, Sudan, Saudi-Arabien, Indonesien, Aserbaidschan und Bangladesch. Der pensionierte Luftwaffenmarschall Aamir Masood bestätigte, dass mit der Libyschen Nationalarmee bereits eine vorläufige Vereinbarung über vier Milliarden Dollar getroffen worden sei. Diese umfasse eine nicht näher spezifizierte Anzahl von JF-17 Kampfjets sowie weitere Trainingsflugzeuge.
Noch brisanter erscheint das Geschäft mit dem Sudan: Ein Paket im Wert von 1,5 Milliarden Dollar stehe kurz vor dem Abschluss. Es beinhalte leichte Angriffsflugzeuge, Überwachungssysteme, Kamikaze-Drohnen und möglicherweise ebenfalls JF-17 Jets. Masood deutete an, dass dieses Arsenal Khartum einen entscheidenden Vorteil gegenüber den von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützten Rapid Support Forces verschaffen könnte.
Saudi-Arabien: Schulden gegen Kampfjets
Besonders pikant gestalten sich die Verhandlungen mit Saudi-Arabien. Islamabad diskutiert einen Rüstungsdeal im Volumen von vier Milliarden Dollar mit dem Königreich. Im September unterzeichneten beide Nationen einen gegenseitigen Verteidigungspakt – bezeichnenderweise kurz nachdem israelische Kampfflugzeuge Hamas-Unterhändler in Katar bombardiert hatten. Pakistan hat zudem eine kreative Lösung ins Spiel gebracht: einen sogenannten "Waffen-gegen-Schulden"-Mechanismus über rund zwei Milliarden Dollar.
Pakistan und Saudi-Arabien verhandeln darüber, etwa zwei Milliarden Dollar an saudischen Krediten in einen JF-17-Kampfjet-Deal umzuwandeln.
Der Blitzkrieg gegen Indien als Verkaufsargument
Was den JF-17 Thunder plötzlich so begehrenswert macht, liegt auf der Hand: seine Bewährung im Gefecht. Während des kurzen, aber intensiven Luftkampfes mit Indien im vergangenen Jahr präsentierte Islamabad eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der chinesisch-pakistanischen Maschinen. Mehr als hundert Kampfjets waren an der Schlacht beteiligt. Pakistan behauptet, fünf indische Flugzeuge abgeschossen zu haben, darunter drei französische Rafale-Jets. US-Beamte bestätigten später zumindest den Verlust von zwei indischen Maschinen, bevor ein von Washington vermittelter Waffenstillstand griff.
Der Analyst Pepe Escobar bezeichnete dieses Gefecht als "die größte und technologisch fortschrittlichste Luftschlacht des jungen 21. Jahrhunderts". Seine nüchterne Einschätzung: Der Zusammenstoß habe keine echten Gewinner hervorgebracht und letztlich den Interessen externer Mächte gedient.
Verschiebung der Machtverhältnisse
Die Entwicklung wirft ein grelles Schlaglicht auf die sich wandelnden Allianzen in der muslimischen Welt. Während der Westen traditionell als Hauptlieferant von Rüstungsgütern galt, gewinnt die chinesisch-pakistanische Kooperation rasant an Bedeutung. Der JF-17 bietet eine kostengünstigere Alternative zu westlichen Kampfjets – ohne die politischen Auflagen, die Washington oder Brüssel üblicherweise an Waffenlieferungen knüpfen.
Für Europa und Deutschland sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Die geopolitischen Gewichte verschieben sich, und wer glaubt, mit moralischen Belehrungen und Sanktionsdrohungen noch Einfluss ausüben zu können, wird eines Besseren belehrt. Die Welt ordnet sich neu – und der Westen scheint dabei zusehends an den Rand gedrängt zu werden.
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