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Kettner Edelmetalle
18.02.2026
20:49 Uhr

Moskau verlacht Europas nukleare Allmachtsfantasien – und trifft damit einen wunden Punkt

Während sich europäische Politiker in Sicherheitskonferenzen gegenseitig mit markigen Worten überbieten, gießt der Kreml eiskaltes Wasser auf die nuklearen Träumereien des alten Kontinents. Der russische Botschafter in Großbritannien, Andrey Kelin, hat in einem Interview mit der russischen Zeitung Izvestia die Bestrebungen mehrerer europäischer Staaten, einen eigenen nuklearen Schutzschirm aufzubauen, als „illusorische Hoffnung" abgetan. Und so bitter es klingen mag: In seiner Analyse steckt mehr Wahrheit, als manchem Brüsseler Bürokraten lieb sein dürfte.

Frankreich und Großbritannien als nukleare Schutzmächte Europas?

Die Ausgangslage ist so simpel wie beunruhigend: Seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 wachsen in Europa die Zweifel an der amerikanischen Beistandsgarantie innerhalb der NATO. Trump hat mit seiner „America First"-Politik und massiven Zollerhöhungen gegen die EU unmissverständlich klargemacht, dass transatlantische Solidarität für ihn bestenfalls ein Verhandlungsinstrument ist. Die Folge? Frankreich und Großbritannien – die einzigen europäischen Atommächte – verhandeln nun darüber, ihre nuklearen Arsenale als eine Art kontinentalen Schutzschirm auszuweiten.

Mehrere europäische Staaten hätten sich nach der Münchner Sicherheitskonferenz öffentlich für Gespräche über eine eigenständige nukleare Abschreckung ausgesprochen, die das amerikanische Atomwaffenarsenal ergänzen solle. Selbst die winzigen baltischen Staaten mischen kräftig mit: Estlands stellvertretende Verteidigungsministerin Tuuli Duneton erklärte, man sei „immer offen für Gespräche" mit Partnern. Lettlands Premierministerin Evika Siliņa sekundierte enthusiastisch: „Nukleare Abschreckung kann uns neue Möglichkeiten eröffnen. Warum nicht?"

Moskaus Reaktion: Spott mit strategischem Kalkül

Botschafter Kelin ließ keinen Zweifel daran, dass Moskau diese Entwicklungen mit Argusaugen verfolgt. Es sei „offensichtlich", dass der britische nukleare Schutzschirm anderen NATO-Mitgliedern keinerlei zusätzliche materielle Sicherheitsgarantien bieten könne. Die Stärkung eines solchen Potenzials nähre in London lediglich eine „illusorische Hoffnung auf Führung bei der Gewährleistung europäischer Sicherheit".

Doch hinter dem Spott verbirgt sich knallhartes strategisches Kalkül. Kelin machte unmissverständlich klar, dass jede Ausweitung nuklearer Schutzgarantien in die russische Militärplanung einfließen werde. Moskau beobachte die Schritte jener Staaten, die eine „offen antirussische Politik" verfolgten, mit größter Aufmerksamkeit. Besonders besorgt zeigt sich der Kreml über britische Pläne, ein Dutzend F-35-Kampfjets aus den USA zu beschaffen – Maschinen, die mit nuklear bestückten Raketen ausgerüstet werden können.

Das Ende von New START: Unbekanntes Terrain

All dies geschieht vor dem Hintergrund einer tektonischen Verschiebung in der globalen Sicherheitsarchitektur. Der wegweisende New-START-Vertrag zwischen Washington und Moskau – jahrzehntelang das Rückgrat der nuklearen Rüstungskontrolle – ist in diesem Monat ausgelaufen. Russland bietet zwar an, sein Arsenal nicht zu erweitern, sofern die USA dasselbe täten. Doch Papier ist geduldig, und Vertrauen zwischen den Großmächten ist derzeit eine Währung, die rapide an Wert verliert.

Europas Dilemma: Zwischen Selbstüberschätzung und Realitätsverweigerung

NATO-Generalsekretär Mark Rutte betonte zwar, der amerikanische Nuklearschirm bleibe der „ultimative Garant der Freiheit" in Europa. Doch wie viel ist diese Garantie noch wert, wenn der Mann im Oval Office Europa primär als wirtschaftlichen Konkurrenten betrachtet? Die Wahrheit ist unbequem: Europa hat es über Jahrzehnte versäumt, eine eigenständige, glaubwürdige Verteidigungsarchitektur aufzubauen. Stattdessen hat man sich in der wohligen Wärme des amerikanischen Schutzschirms eingerichtet und die sogenannte „Friedensdividende" in Sozialprogramme und ideologische Projekte investiert.

Besonders Deutschland steht hier als mahnendes Beispiel da. Während andere Nationen zumindest über nukleare Optionen diskutieren, hat die Bundesrepublik ihre Bundeswehr so weit heruntergewirtschaftet, dass sie kaum noch konventionell verteidigungsfähig ist. Das von der neuen Großen Koalition unter Friedrich Merz beschlossene 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur klingt zwar imposant, doch wie viel davon tatsächlich in echte Verteidigungsfähigkeit fließen wird – und nicht in bürokratische Verwaltungsapparate –, bleibt abzuwarten.

Die Ironie der Geschichte könnte kaum bitterer sein: Ausgerechnet jene politischen Kräfte, die jahrelang Abrüstung predigten und jeden Verteidigungseuro als Militarismus brandmarkten, stehen nun vor den Scherben ihrer eigenen Naivität. Russland lacht – und hat allen Grund dazu. Denn ein Europa, das nicht einmal seine konventionellen Streitkräfte in Ordnung bringen kann, wird mit einem improvisierten nuklearen Schutzschirm niemanden abschrecken. Schon gar nicht eine Atommacht wie Russland.

Was Europa jetzt bräuchte, wäre keine weitere Sicherheitskonferenz mit wohlfeilen Absichtserklärungen, sondern den politischen Willen, echte Verteidigungsfähigkeit aufzubauen. Doch dafür müsste man zunächst eingestehen, dass die sicherheitspolitische Strategie der letzten drei Jahrzehnte gescheitert ist. Und Selbstkritik war noch nie die Stärke europäischer Eliten.

In Zeiten derart fundamentaler geopolitischer Unsicherheit dürfte es für den einzelnen Bürger ratsamer denn je sein, die eigene Vermögenssicherung nicht allein dem Staat oder den Finanzmärkten zu überlassen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als krisenfester Wertspeicher bewährt – ganz gleich, welche nuklearen Schutzschirme gerade auf- oder abgebaut werden. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten sie genau jene Stabilität, die in der aktuellen Weltlage an allen Ecken und Enden fehlt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

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