
Moskau lockt Selenskyj in die Höhle des Löwen: Putins vergiftetes Friedensangebot
Der Kreml gibt sich großzügig – zumindest auf dem Papier. Russland habe sich „nie geweigert", ein persönliches Treffen zwischen Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu ermöglichen. So tönt es aus Moskau, wo man dem ukrainischen Staatschef nun gönnerhaft die Hand reicht. Doch der Haken an der Sache ist so offensichtlich wie dreist: Selenskyj müsse dafür nach Moskau reisen.
Sicherheitsgarantien aus dem Munde des Aggressors
Kreml-Berater Juri Uschakow versicherte, man werde dem ukrainischen Präsidenten sowohl Sicherheit als auch „arbeitsfähige Bedingungen" garantieren. Eine bemerkenswerte Zusage aus dem Munde jener Regierung, die seit Februar 2022 einen brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, Städte in Schutt und Asche legt und für zehntausende Tote verantwortlich zeichnet. Dass ausgerechnet der Aggressor dem Angegriffenen nun Sicherheit verspricht, entbehrt nicht einer gewissen makabren Ironie.
Die russische Offerte folgt auf Äußerungen des ukrainischen Vize-Außenministers Andrij Sybiha, der signalisiert hatte, Selenskyj sei grundsätzlich bereit, Putin persönlich zu treffen. Auf der Agenda stünden dabei die heiklen territorialen Fragen sowie die Zukunft des von russischen Truppen besetzten Atomkraftwerks Saporischschja – jenes Kernkraftwerk, das die Welt seit Monaten in Atem hält.
Trumps diplomatische Offensive
Das russische Angebot fällt nicht zufällig in eine Zeit neuer diplomatischer Bewegung. Für den 1. Februar ist eine weitere Gesprächsrunde zwischen Vertretern der USA, Russlands und der Ukraine angesetzt. US-Präsident Donald Trump, der seit Januar 2025 wieder im Weißen Haus residiert, drängt auf ein Spitzentreffen der beiden Kontrahenten. Ein hochrangiger amerikanischer Beamter zeigte sich gegenüber Journalisten vorsichtig optimistisch: „Ich glaube nicht, dass wir so weit davon entfernt sind."
Trumps Bemühungen um eine Beendigung des Konflikts sind Teil seiner außenpolitischen Agenda, die auf schnelle Deals und persönliche Diplomatie setzt. Ob dieser Ansatz im Falle des Ukraine-Krieges Früchte tragen wird, bleibt abzuwarten. Die Geschichte lehrt uns, dass Verhandlungen mit dem Kreml selten das halten, was sie versprechen.
Ein vergiftetes Angebot?
Die Forderung, Selenskyj solle nach Moskau reisen, wirkt wie ein diplomatischer Affront. Es ist, als würde man das Opfer eines Überfalls auffordern, zur Versöhnung in die Wohnung des Täters zu kommen. Neutrale Orte wie die Schweiz, die Türkei oder ein anderes Land wären die logische Wahl für derartige Gespräche – sofern Russland tatsächlich an einer Lösung interessiert wäre.
Für Deutschland und Europa bleibt die Lage angespannt. Die neue Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz steht vor der Herausforderung, eine Balance zwischen Unterstützung der Ukraine und den wirtschaftlichen Realitäten zu finden. Die Energiepreise belasten weiterhin Haushalte und Unternehmen, während die geopolitischen Spannungen kein Ende nehmen.
In Zeiten solcher Unsicherheit erweisen sich physische Edelmetalle wie Gold und Silber einmal mehr als verlässlicher Anker für die Vermögenssicherung – unabhängig von politischen Wirren und diplomatischen Schachzügen.

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