
Mondmission ohne Deutschland: 1,8 Milliarden Euro für ein Ticket, das wir nie bekommen

Es ist eine dieser Nachrichten, die sinnbildlich für den Zustand unseres Landes stehen. Während Deutschland Jahr für Jahr die stolze Summe von 1,8 Milliarden Euro in die europäische Raumfahrtagentur ESA pumpt, fliegt bei der nächsten großen NASA-Mondmission ausgerechnet ein Italiener als Pilot mit. Der 49-jährige Luca Parmitano wurde für die Artemis-III-Mission nominiert – und nicht etwa unsere hochdekorierten Astronauten Alexander Gerst oder Matthias Maurer, die sich beide offen beworben hatten.
Wer zahlt, fliegt noch lange nicht mit
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Deutschland gehört zu den größten Beitragszahlern der ESA, liefert das dritte Service-Modul für die Orion-Kapsel und trägt damit maßgeblich zum technischen Rückgrat der Mission bei. Doch wenn es um den prestigeträchtigen Platz im Raumschiff geht, schaut die Bundesrepublik in die Röhre. Zahlmeister sein, das beherrschen wir Deutschen mittlerweile in nahezu jeder internationalen Konstellation perfekt – sei es in der EU, in der NATO oder eben im Weltraumprogramm.
Pikant ist dabei der Sinneswandel innerhalb der ESA. Noch Ende 2025 hatte ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher angekündigt, die ersten Europäer auf Artemis-Missionen würden Astronauten deutscher, französischer und italienischer Nationalität sein – mit Deutschland an erster Stelle. Versprochen, gebrochen. Ein Muster, das uns aus der heimischen Politik nur allzu vertraut vorkommt.
Die nüchterne Begründung der NASA
Fairerweise muss man festhalten: Parmitano ist als einziger ausgebildeter Testpilot im aktuellen ESA-Astronautenkorps eine naheliegende Wahl. Mit zwei Langzeitaufenthalten auf der ISS, insgesamt 366 Tagen im All, sechs Weltraumausstiegen und der Leitung der Expedition 61 bringt der italienische Luftwaffen-Testpilot eine beeindruckende Bilanz mit. „Ich fühle mich unglaublich glücklich und demütig zugleich“, soll er nach seiner Nominierung gesagt haben.
„Luca ist ein absoluter Profi und ein sehr sympathischer Typ. Meine Hoffnung ist, dass bei einer echten Mondlandung ebenfalls ein Europäer dabei sein wird“ – so der frühere ESA-Chef Jan Wörner.
Was Artemis III wirklich leisten soll
Anders als ursprünglich geplant, wird es bei dieser Mission gar keine Mondlandung geben. Die für 2027 angesetzte Artemis-III-Mission dient als komplexer Testflug in der niedrigen Erdumlaufbahn. Dort soll das Orion-Raumschiff mit kommerziellen Mondlandefähren von SpaceX und Blue Origin koppeln und kritische Systeme erproben. Die vierköpfige Crew besteht laut Berichten aus NASA-Kommandant Randy Bresnik, ESA-Pilot Parmitano sowie den Missionsspezialisten Frank Rubio und Andre Douglas. Die ersten bemannten Mondlandungen seit Apollo 17 im Jahr 1972 sollen erst mit Artemis IV und V im Jahr 2028 folgen.
Die Strategieänderung unter dem neuen NASA-Verantwortlichen Jared Isaacman zielt darauf ab, Risiken zu minimieren und das Programm zu beschleunigen – nicht zuletzt, weil technische Probleme beim Orion-Hitzeschild bereits mehrfach zu Verschiebungen geführt hätten.
Ein Sinnbild für deutsche Selbstaufgabe
Bleibt die unbequeme Frage: Warum gelingt es einem Land, das sich gern als Industrie- und Innovationsnation rühmt, nicht einmal mehr, seinen Bürgern einen Platz in einem Programm zu sichern, das es maßgeblich mitfinanziert? Während andere Nationen ihre Talente fördern und ins Rampenlicht stellen, scheint Deutschland in vielen Bereichen mehr mit ideologischen Grabenkämpfen als mit handfesten Zukunftstechnologien beschäftigt zu sein. Es bleibt zu hoffen, dass wenigstens bei den Folgemissionen ein Gerst oder Maurer zum Zug kommt. Verlassen sollte man sich darauf nicht.
Das Artemis-Programm, benannt nach der griechischen Mondgöttin, soll langfristig eine nachhaltige Präsenz auf dem Mond aufbauen und sogar bemannte Mars-Missionen vorbereiten. Eine Vision von Größe und Aufbruch – ausgerechnet in Zeiten, in denen Deutschland sich technologisch und wirtschaftlich eher im Sinkflug befindet.
Was uns dieser Vorgang lehrt
Während Staaten weltweit nach den Sternen greifen, sollten kluge Anleger den Blick zurück auf den festen Boden richten. Großprojekte mögen das Prestige einer Nation befördern – doch wahre Wertbeständigkeit liegt seit Jahrtausenden in den Edelmetallen. Gold und Silber kennen keine ideologischen Verschiebungen, keine gebrochenen Versprechen von Generaldirektoren und keine politischen Launen. Wer sein Vermögen krisenfest aufstellen möchte, findet in physischen Edelmetallen eine bewährte und sinnvolle Ergänzung für ein breit gestreutes Portfolio.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar und gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jede Anlageentscheidung erfordert eine eigene, sorgfältige Recherche. Für die eigenen Investitionsentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich.

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