
Minijob-Abschaffung: Wenn der Staat den Bürgern wieder in die Tasche greift
Es ist ein altbekanntes Muster in der deutschen Politik: Was als soziale Wohltat verkauft wird, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als schleichende Enteignung der arbeitenden Bevölkerung. Die jüngsten Pläne der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Minijobs drastisch einzuschränken, bilden da keine Ausnahme. Eine Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) legt nun schonungslos offen, was eine solche Reform tatsächlich bedeuten würde: Millionen Deutsche hätten weniger Geld in der Tasche.
Vier Millionen Betroffene – und der Staat kassiert
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Von den derzeit rund sieben Millionen Minijobbern in Deutschland würden etwa vier Millionen bei einer Überführung in reguläre Beschäftigungsverhältnisse spürbare Einbußen beim Nettoeinkommen erleiden. Gleichzeitig – und hier wird es besonders pikant – könnten die Sozialversicherungen mit Zusatzeinnahmen von rund 4,5 Milliarden Euro allein in diesem Jahr rechnen. Man muss kein Mathematiker sein, um zu verstehen, wohin das Geld fließt: aus den Portemonnaies der Bürger direkt in die Kassen eines ohnehin aufgeblähten Sozialstaates.
Die Minijob-Verdienstgrenze liegt seit dem 1. Januar 2026 bei monatlich 603 Euro. Für viele Menschen – ob alleinerziehende Mütter, die sich etwas dazuverdienen, oder Arbeitnehmer, die neben ihrem Hauptberuf einen zweiten Job brauchen, um über die Runden zu kommen – ist dieser steuer- und abgabenfreie Zuverdienst ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer Existenzsicherung.
Der CDA-Vorstoß: Gut gemeint, schlecht gedacht?
Der Vorschlag der CDA, der auf dem kommenden CDU-Parteitag diskutiert werden soll, sieht immerhin Ausnahmen vor. Schüler, Studenten und Rentner sollen weiterhin unter die bisherigen Regelungen fallen. Auch für Nebentätigkeiten seien Ausnahmen geplant. Doch wer genau hinschaut, erkennt die Tücke im Detail: Es sind gerade jene Menschen im erwerbsfähigen Alter, die auf flexible Beschäftigungsformen angewiesen sind, die unter einer solchen Reform am meisten leiden würden.
Dass ausgerechnet die CDU – die sich traditionell als Partei der wirtschaftlichen Vernunft und der Leistungsträger versteht – einen solchen Vorstoß aus den eigenen Reihen duldet, wirft Fragen auf. Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, die Bürger zu entlasten und keine neuen Schulden zu machen. Stattdessen wurde ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen beschlossen, das Generationen von Steuerzahlern belasten wird. Und nun soll auch noch an der Minijob-Schraube gedreht werden?
Arbeitsplätze in Gefahr
Selbst das IWH räumt ein, dass die Gesamteffekte einer solchen Umwandlung auf die Beschäftigung völlig unklar seien. Einerseits könnten Arbeitsplätze schlicht wegfallen – insbesondere in der Gastronomie, im Einzelhandel und in der Pflege, wo Minijobs seit Jahrzehnten eine tragende Säule darstellen. Andererseits argumentieren die Befürworter, dass durch die Streichung von Einkommensgrenzen die bisherige Optimierung auf geringe Arbeitszeiten überflüssig werde und manche Beschäftigte ihre Arbeitszeit sogar ausweiten könnten.
Doch diese theoretische Hoffnung verkennt die Realität. Viele Arbeitgeber – gerade kleine und mittelständische Unternehmen, das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – können sich schlicht keine vollen Sozialversicherungsbeiträge für Tätigkeiten leisten, die bisher als Minijobs organisiert waren. Die Folge wäre nicht mehr Beschäftigung, sondern weniger. Oder, was mindestens ebenso wahrscheinlich ist: eine Verlagerung in die Schwarzarbeit.
Die eigentliche Frage bleibt unbeantwortet
Statt an den Symptomen herumzudoktern, sollte die Politik endlich die eigentliche Frage beantworten: Warum sind Millionen Deutsche überhaupt auf Minijobs angewiesen? Die Antwort liegt in einer Steuer- und Abgabenlast, die weltweit ihresgleichen sucht, in einer galoppierenden Inflation, die durch schuldenfinanzierte Sondervermögen weiter angeheizt wird, und in einer Wirtschaftspolitik, die Leistung bestraft statt belohnt.
Wer den Menschen wirklich helfen will, der senkt Steuern und Abgaben, statt neue Belastungen zu erfinden. Wer den Sozialstaat langfristig sichern will, der sorgt für wirtschaftliches Wachstum, statt die letzten flexiblen Beschäftigungsformen zu zerstören. Doch solche Einsichten scheinen in der Berliner Politikblase offenbar Mangelware zu sein.
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