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23.01.2026
06:52 Uhr

Mindestlohn-Erhöhung: Der Bürger zahlt die Zeche – zweifach

Mindestlohn-Erhöhung: Der Bürger zahlt die Zeche – zweifach

Seit dem 1. Januar 2026 gilt in Deutschland ein neuer Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde. Was auf den ersten Blick wie eine frohe Botschaft für Millionen Beschäftigte klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als klassisches Beispiel deutscher Umverteilungspolitik: Am Ende zahlt der Verbraucher – und zwar gleich doppelt.

Fast jeder achte Job betroffen

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind beeindruckend: Rund 4,8 Millionen Arbeitsverhältnisse profitieren von der Anhebung der Lohnuntergrenze. Das entspricht nahezu jedem achten Job in Deutschland. Vor der Anpassung lagen etwa 12 Prozent aller Beschäftigten unter dieser Schwelle. Das Volumen der Gehaltssteigerungen beläuft sich auf bis zu 275 Millionen Euro – eine Summe, die irgendwo herkommen muss.

Besonders Frauen sollen von der Erhöhung überproportional profitieren, da sie vermehrt in schlechter bezahlten Branchen tätig seien. Bei 14 Prozent der von Frauen besetzten Stellen stiegen die Löhne, verglichen mit 11 Prozent bei den Männern. Das Gastgewerbe sticht dabei besonders hervor: Fast die Hälfte aller Beschäftigungsverhältnisse in dieser Branche wurde angepasst. Auch Landwirtschaft und Kunstsektor verzeichneten massive Auswirkungen.

Der Ost-West-Graben bleibt bestehen

Geografisch offenbart sich einmal mehr die wirtschaftliche Spaltung des Landes. In Sachsen liegt der Anteil der betroffenen Jobs bei 15 Prozent – der höchste Wert bundesweit. Bayern hingegen kommt mit lediglich 10 Prozent davon. Ein Unterschied, der auch 35 Jahre nach der Wiedervereinigung die strukturellen Defizite im Osten schonungslos offenlegt.

Wirtschaft schlägt Alarm

Was für Beschäftigte im Niedriglohnsektor eine spürbare Verbesserung bedeuten mag, stellt sich aus Unternehmenssicht völlig anders dar. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer warnt unmittelbar nach Inkrafttreten der Erhöhung vor gravierenden Folgen. Eine Umfrage unter rund 15.000 Unternehmen zeichnet ein düsteres Bild: 40 Prozent der Betriebe planen Preiserhöhungen, 13 Prozent erwägen Stellenabbau. Im Handel und Gastgewerbe liegt dieser Wert sogar bei 20 Prozent.

DIHK-Präsident Peter Adrian weist auf einen oft übersehenen Mechanismus hin: Die neue Lohnuntergrenze verschiebt das gesamte Gehaltsgefüge. Betriebe müssen häufig auch höhere Einkommensgruppen anpassen, um die Lohnabstände zu wahren. Ein Dominoeffekt, der die tatsächlichen Kosten weit über die reinen Mindestlohnerhöhungen hinaustreiben dürfte.

Das Ifo-Institut warnt vor dem perfekten Sturm

Die Experten des Ifo-Instituts bestätigen die düsteren Prognosen. Über 20 Prozent der Betriebe erwägen Stellenstreichungen oder Investitionsstopps. Fast jeder zweite Betrieb möchte die Preise anheben. Ifo-Experte Sebastian Link mahnt, dass diese Maßnahmen angesichts der konjunkturellen Flaute im Jahr 2026 besonderes Gewicht hätten. Deutschland steckt wirtschaftlich ohnehin in der Krise – und nun kommen zusätzliche Belastungen hinzu.

Die wirtschaftliche Realität der Betriebe wird von zwei entgegengesetzten Faktoren bestimmt: steigenden Lohnkosten auf der einen und sinkenden Steuerlasten auf der anderen Seite.

Zwar wurde zeitgleich zur Lohnsteigerung die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie dauerhaft von 19 auf 7 Prozent reduziert. Doch diese vermeintliche Entlastung ist nichts anderes als ein Steuergeschenk, das der Staat an anderer Stelle wieder eintreiben muss.

Der Bürger als doppelter Verlierer

Hier offenbart sich die ganze Absurdität dieser Politik: Der deutsche Bürger zahlt die Zeche gleich zweifach. Erstens durch höhere Preise im Alltag, denn die Unternehmen werden die gestiegenen Lohnkosten weitergeben – trotz aller Steuererleichterungen. Zweitens über das Steuersystem, denn die Milliarden, die dem Staat durch die Mehrwertsteuer-Senkung entgehen, müssen an anderer Stelle kompensiert werden.

Es ist das alte Spiel: Die Politik verteilt großzügig Wohltaten, deren Rechnung am Ende der Steuerzahler begleicht. Die Große Koalition unter Friedrich Merz setzt damit eine Tradition fort, die schon unter der Ampel-Regierung gepflegt wurde. Echte Reformen, die Deutschland wettbewerbsfähiger machen würden, bleiben aus. Stattdessen wird umverteilt – von der einen Tasche in die andere, wobei auf dem Weg dorthin reichlich Geld versickert.

Die Frage, ob ein Mindestlohn von 13,90 Euro in einer Zeit wirtschaftlicher Stagnation und globaler Unsicherheit der richtige Weg ist, wird in der öffentlichen Debatte kaum gestellt. Dabei wäre genau diese Diskussion dringend nötig. Denn am Ende könnte sich herausstellen, dass die vermeintliche Wohltat für Millionen Beschäftigte zu einem Bumerang wird – wenn nämlich die Arbeitsplätze wegfallen, die man eigentlich besser bezahlen wollte.

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