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Kettner Edelmetalle
22.06.2026
06:51 Uhr

Millionen für die Mullah-Miliz? Wie deutsche Steuergelder im Jemen versickerten

Es ist ein Skandal, der die Stirn jedes ehrlichen Steuerzahlers in Falten legen müsste. Mitarbeiter der bundeseigenen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, kurz GIZ, sollen im kriegsgebeutelten Jemen mehrere Millionen Euro veruntreut haben. Und das Pikante daran: Ein Teil dieses Geldes könnte ausgerechnet bei der vom Iran gepäppelten Huthi-Miliz gelandet sein – jener islamistischen Truppe, deren wenig zimperliches Motto „Tod den USA! Tod Israel! Verdammt seien die Juden!“ lautet.

Seminare, die nie stattfanden – Fahrten, die nie geschahen

Was sich nach einer billigen Provinzposse anhört, ist bittere Realität auf Kosten des deutschen Bürgers. Wie aus Berichten hervorgeht, sollen jemenitische Mitarbeiter deutsches Steuergeld für Seminare ausgegeben haben, die niemals abgehalten wurden. Sie sollen Fahrten abgerechnet haben, die niemals durchgeführt wurden. Und obendrein soll fleißig die Währung manipuliert worden sein. Während nach außen hin verharmlosend von „kaufmännischen Ungereimtheiten“ schwadroniert wurde, sprach man intern angeblich Klartext: von „systematischem bandenmäßigem Betrug“.

Bereits 2022 habe es erste Hinweise auf die Unregelmäßigkeiten gegeben. Im Frühjahr 2023 sei der Aufsichtsrat grundsätzlich über das mögliche Betrugsproblem informiert worden – eine konkrete Schadenssumme jedoch habe man verschwiegen. Dabei soll Vorstandssprecher Thorsten Schäfer-Gümbel kurz darauf eine Prognose über einen zweistelligen Millionenschaden auf dem Tisch gehabt haben. Der Aufsichtsrat aber erfuhr von diesen Zahlen erst in der vergangenen Woche. Man fragt sich unwillkürlich: Wer kontrolliert hier eigentlich wen?

Ein Apparat ohne Kontrolle

Die GIZ ist eine Organisation der Bundesregierung, hauptsächlich finanziert durch das Entwicklungshilfeministerium. Über 24.500 Mitarbeiter weltweit, ein Budget von satten 3,7 Milliarden Euro allein im Jahr 2024 – und 86 Prozent davon stammten aus dem Entwicklungsministerium, also letztlich aus den Taschen der deutschen Bürger.

Wie konnte der mutmaßliche Betrug überhaupt geschehen? Die Antwort ist so simpel wie erschütternd: Seit 2014 arbeiteten wegen der Sicherheitslage keine deutschen Mitarbeiter mehr vor Ort. Die jemenitischen „nationalen Mitarbeiter“ wurden bequem aus dem hessischen Eschborn dirigiert. Man habe ihnen vertraut, heißt es, schließlich seien sie schon jahrelang dabei gewesen. Eine deutsche Finanzleiterin habe einen Jemeniten geheiratet und sei fortan selbst als „nationale Mitarbeiterin“ geführt worden. Nun steht der Verdacht im Raum, sie habe ihre Aufsichtspflicht sträflich vernachlässigt.

Geld, das eigentlich der Entwicklung dienen sollte, könnte am Ende ausgerechnet jene Miliz gestärkt haben, die Schiffe attackiert und Israel mit Raketen überzieht.

Hilfe für die Terroristen?

Besonders brisant ist die Vermutung, dass Gelder direkt an die Huthi-Miliz geflossen sein könnten. Diese schiitische Truppe hat seit 2014 große Teile des Nordjemens besetzt. Und dennoch – man lese und staune – führte die GIZ bis ins Jahr 2025 munter Projekte in jenem von den Huthis kontrollierten Landesteil durch. Erst dann wurde wegen der Sicherheitslage die Reißleine gezogen.

Berichten zufolge sollen die lokalen Mitarbeiter eng mit der Huthi-Behörde SCMCHA kooperiert haben, die angeblich Einfluss auf Personalentscheidungen nahm und mitbestimmte, wer welche Hilfe erhielt. Insider halten es für durchaus möglich, dass die Miliz auch vom veruntreuten Geld profitiert habe. Seit 2015 wurden im Jemen Projekte im Wert von über 100 Millionen Euro durchgeführt. Sogar 20 gepanzerte Fahrzeuge sollen in die Hände der Miliz gefallen sein – was die GIZ allerdings vehement dementiert.

Während der deutsche Rentner Pfandflaschen sammelt

Man muss sich diese Verhältnisse vor Augen führen: Während hierzulande über die Kürzung des Wohngeldes debattiert wird, während ältere Mitbürger den Cent dreimal umdrehen müssen, bevor sie sich Butter oder Margarine leisten, versickern Millionen an deutschem Steuergeld in den Wirren eines Bürgerkriegslandes – möglicherweise direkt in den Kassen islamistischer Gotteskrieger. Das ist nicht nur ein Verwaltungsversagen. Das ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden, der morgens aufsteht und arbeiten geht.

Die SPD, der die zuständige Entwicklungsministerin angehört, mag sich zu dem Vorgang nicht äußern. Schweigen im Walde. Wie überraschend. Es ist genau dieses System aus Vertrauensseligkeit, fehlender Kontrolle und einer ideologisch verbrämten „Wir-helfen-allen“-Mentalität, das den deutschen Steuerzahler immer wieder zum Gelackmeierten macht. Eine Entwicklungshilfe, die niemand mehr ernsthaft überprüft, ist keine Hilfe – sie ist eine Einladung zum Selbstbedienungsladen.

Es braucht endlich Konsequenzen

Die Frage, ob es für die Verantwortlichen jemals echte Konsequenzen geben wird, dürften viele Bürger bereits beantworten können. Zu oft wurden Skandale dieser Art ausgesessen, kleingeredet und am Ende mit einem Schulterzucken zu den Akten gelegt. Doch genau hier liegt das Problem: Solange das hart erarbeitete Geld der deutschen Bürger ohne lückenlose Kontrolle in den Nebel der Weltpolitik geschickt wird, wiederholen sich solche Vorfälle mit ermüdender Regelmäßigkeit. Es ist Zeit für eine Politik, die wieder zuerst an die eigenen Bürger denkt – und nicht an Prestigeprojekte, deren Geld am Ende bei Terrormilizen landet.

Was bleibt: Vertrauen schwindet, Sachwerte gewinnen

Dieser Skandal ist mehr als eine Randnotiz. Er ist ein weiterer Beleg dafür, mit welch leichter Hand in Berlin mit dem Geld der Bürger umgegangen wird. Wer angesichts solcher Vorgänge das Vertrauen in den verantwortungsvollen Umgang des Staates mit Steuergeldern und damit auch in die Stabilität der Währung verliert, der sucht zu Recht nach Wegen, sein Vermögen dem Zugriff einer ausufernden Umverteilungsmaschinerie zu entziehen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Anker bewährt – als Sachwerte, die keiner politischen Fehlentscheidung und keinem Verwaltungsversagen unterliegen. Als sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie ein solides Fundament bilden, wenn das Vertrauen in staatliche Institutionen erodiert.

Hinweis der Redaktion: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist angehalten, eigenständig zu recherchieren und bei Bedarf einen unabhängigen Fach-, Steuer- oder Rechtsberater hinzuzuziehen. Für getroffene Anlageentscheidungen ist jeder Anleger selbst verantwortlich.

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