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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
19:37 Uhr

Milliardenverluste im US-Tourismus: Trumps harte Linie vertreibt die Besucher – doch ist das die ganze Wahrheit?

Die Vereinigten Staaten erleben seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump im Januar 2025 einen bemerkenswerten Einbruch bei den internationalen Besucherzahlen. Laut der US-Handelsbehörde sei die Zahl ausländischer Touristen im Jahr 2025 um 4,2 Prozent zurückgegangen – der erste signifikante Rückgang seit den dunklen Tagen der Corona-Pandemie. Während der Rest der Welt einen regelrechten Tourismusboom verzeichne, stünden die USA als einziges großes Reiseziel mit rückläufigen Zahlen da. Ein Paradoxon? Oder schlicht die Konsequenz einer Politik, die Grenzsicherung über Gastfreundschaft stellt?

50 Milliarden Dollar – der Preis der Abschottung

Die Zahlen sind ernüchternd, zumindest auf den ersten Blick. Rund elf Millionen Besucher seien den USA im vergangenen Jahr ferngeblieben, was einem geschätzten Einnahmeverlust von etwa 50 Milliarden Dollar entspreche. Erik Hansen von der US Travel Association warnte eindringlich: Selbst ein Prozent weniger bedeute Milliardenverluste und gefährde Hunderttausende Arbeitsplätze. Besonders hart trifft es offenbar die Beziehungen zum nördlichen Nachbarn – die Besucherzahlen aus Kanada brachen um satte 10,2 Prozent ein. Europa verzeichnete einen Rückgang von 3,1 Prozent, der Nahe Osten minus drei Prozent.

Doch die eigentliche Überraschung verbirgt sich in den Detailzahlen: Aus Deutschland, Norwegen und Irland sollen die Reisen in die USA sogar um mehr als 20 Prozent zurückgegangen sein. Ein bemerkenswerter Einbruch, der Fragen aufwirft. Denn gegen keines dieser Länder hat Washington Einreiseverbote verhängt.

Strenge Einreisepolitik oder medial geschürte Angst?

Verantwortlich gemacht wird Trumps kompromissloser migrationspolitischer Kurs: strikte Einreiseverbote für Menschen aus über einem Dutzend Ländern, ausgesetzte Visa für Staaten wie Brasilien oder Thailand sowie neue Anforderungen an sämtliche Touristen. Wer in die USA einreisen möchte, müsse künftig seine Social-Media-Aktivitäten offenlegen und alte E-Mail-Adressen preisgeben. Grenzbeamte könnten elektronische Geräte durchsuchen und Passwörter verlangen. Bei Verweigerung drohe Einreiseverweigerung oder gar eine mehrjährige Einreisesperre.

Das klingt drakonisch – und ist es in gewisser Weise auch. Doch man sollte die Kirche im Dorf lassen. Wer als unbescholtener Tourist in die Vereinigten Staaten reist, hat in der Regel wenig zu befürchten. Die verschärften Kontrollen richten sich primär gegen potenzielle Sicherheitsrisiken und illegale Einwanderer. Dass ein Land seine Grenzen schützt und wissen möchte, wer einreist – ist das wirklich so verwerflich? In Zeiten, in denen Europa unter den Folgen einer jahrelangen unkontrollierten Migration ächzt, mutet diese Empörung geradezu grotesk an.

Der deutsche Sonderfall

Besonders aufschlussreich ist der massive Rückgang deutscher Touristen. Über 20 Prozent weniger Deutsche reisten in die USA – und das, obwohl für sie keinerlei Einreisebeschränkungen gelten. Hier drängt sich der Verdacht auf, dass weniger die tatsächlichen Einreisebedingungen als vielmehr der medial geschürte Anti-Trump-Reflex eine entscheidende Rolle spielt. Die deutschen Leitmedien überbieten sich seit Trumps Amtsantritt mit Negativberichterstattung, das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise verschärft. Man könnte fast meinen, es handle sich um eine konzertierte Aktion.

Dabei vergessen die Kritiker geflissentlich, was sich vor der eigenen Haustür abspielt. Während man sich über amerikanische Grenzkontrollen echauffiert, werden in deutschen Innenstädten Messerattacken zur traurigen Normalität. Während man Trumps Migrationspolitik als unmenschlich brandmarkt, kämpft Europa mit den Konsequenzen einer Politik der offenen Grenzen, die ganze Gesellschaften destabilisiert hat.

Die Hotelbranche spürt den Schmerz

Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind gleichwohl real und nicht von der Hand zu weisen. Der Umsatz pro Hotelzimmer sei erstmals seit dem Pandemiehoch ins Negative gerutscht. Airlines berichteten von Buchungsflauten auf transatlantischen Strecken. Selbst der Unterhaltungsriese Disney warne vor „Gegenwind" in seinen Freizeitparks. Branchenkenner verglichen die Entwicklung bereits mit dem Brexit-Schock in Großbritannien, als das Vereinigte Königreich nach dem Referendum ebenfalls einen spürbaren Tourismusrückgang hinnehmen musste.

«Die USA wirken weniger offen – das schreckt Menschen ab», konstatierte Tourismusexperte Adam Sacks.

Eine Einschätzung, die sicherlich nicht ganz falsch ist. Doch „weniger offen" bedeutet nicht automatisch „weniger sicher" oder „weniger sehenswert". Die Nationalparks sind noch immer atemberaubend, die Südstaaten bieten eine Gastfreundschaft, die ihresgleichen sucht, und wer sich an die Regeln hält, kommt problemlos durch die Einreisekontrolle.

Fußball-WM 2026: Rettungsanker oder Imagefalle?

Die Hoffnungen der gebeutelten Tourismusbranche ruhen nun auf der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfinden wird. Millionen Fans aus aller Welt könnten den Besucherstrom wieder ankurbeln. Doch der Verband US Travel warnte bereits vorsorglich: Sollte das Bild, das die USA bei diesem Großereignis abgäben, negativ ausfallen, könne dies den Tourismus „ein Jahrzehnt lang belasten".

Eine berechtigte Sorge – allerdings auch eine, die sich instrumentalisieren lässt. Denn letztlich wird die WM zeigen, ob die verschärften Einreisekontrollen tatsächlich Millionen abschrecken oder ob die mediale Hysterie schlicht übertrieben war. Die Wahrheit dürfte, wie so oft, irgendwo in der Mitte liegen.

Ein Blick auf das große Ganze

Was bei der gesamten Debatte auffällt, ist die bemerkenswerte moralische Asymmetrie der Kritiker. Dieselben Stimmen, die Trumps Grenzpolitik als quasi-totalitär geißeln, schweigen beharrlich zu den Überwachungsexzessen in China, wo Touristen zu Zehntausenden hinreisen, ohne dass jemand aufschreit. Sie schweigen zu den EU-Sanktionsregimen, die ohne richterliche Überprüfung verhängt werden. Und sie schweigen zu der Tatsache, dass in Europa die Meinungsfreiheit durch immer neue Regulierungen eingeschränkt wird.

Trump mag mit seiner brachialen Art polarisieren. Seine Einreisepolitik mag überzogen sein. Doch das Recht eines souveränen Staates, seine Grenzen zu kontrollieren und zu entscheiden, wer einreisen darf, ist ein Grundprinzip, das auch in Europa wieder stärker beherzigt werden sollte. Die Milliardenverluste im US-Tourismus sind real – aber sie sind auch der Preis einer Politik, die Sicherheit über kurzfristigen wirtschaftlichen Gewinn stellt. Ob sich dieser Preis langfristig auszahlt, wird die Geschichte zeigen.

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