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Kettner Edelmetalle
13.07.2026
18:53 Uhr

Milliardengrab Energiewende: Bundestag beschließt neue Gaskraftwerke – nachdem er die alten abgeschaltet hat

Man muss sich diese Groteske einmal auf der Zunge zergehen lassen: Ausgerechnet jene politische Kaste, die über Jahre hinweg mit religiösem Eifer den Ausstieg aus verlässlichen Energieträgern predigte, beschließt nun hektisch den Bau neuer fossiler Kraftwerke. Der Bundestag hat am Donnerstag das sogenannte Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetz – kurz StromVKG – durchgewinkt. Noch in diesem Jahr sollen Gaskraftwerke mit einer Anfangsleistung von neun Gigawatt ausgeschrieben werden. Der Grund? Wenn weder Sonne scheint noch Wind weht, steht Deutschland bislang schlicht im Dunkeln.

Die späte Erkenntnis: Ohne verlässliche Energie geht gar nichts

Es ist eine Bankrotterklärung mit Ansage. Jahrelang wurde dem deutschen Bürger eingeredet, Wind und Sonne allein könnten eine Industrienation von der Größe Deutschlands zuverlässig versorgen. Nun, da die Kohlekraftwerke „Schritt für Schritt vom Netz gehen“ sollen, wie es der SPD-Abgeordnete Armand Zorn formulierte, dämmert der Politik offenbar, dass zwischen Ideologie und physikalischer Realität ein gewaltiger Graben klafft.

„Das Gesetz ist ein wichtiger Bestandteil zur Stärkung der Versorgungssicherheit und für den Klimaschutz“, erklärte Zorn – und offenbarte damit unfreiwillig die ganze Widersprüchlichkeit deutscher Energiepolitik.

Kostengünstig seien die neuen Kraftwerke, und bis 2045 könne man sie ja auf Wasserstoff umstellen. Man beachte diese wundersame Zuversicht: Eine Wasserstoff-Infrastruktur, die in nennenswertem Umfang schlicht noch nicht existiert, wird hier als Rettungsanker verkauft. Träumen kostet bekanntlich nichts – der Steuerzahler zahlt trotzdem.

Wer bezahlt die Zeche? Natürlich der Bürger

Und genau hier wird es teuer. Denn diese Gaskraftwerke sind als reine Reserve gedacht, als „Back-up“ mit begrenzten Betriebszeiten. Ein wirtschaftlicher Betrieb ist unter solchen Bedingungen schlicht unmöglich – ohne kräftige staatliche Subventionen läuft nichts. Die Analystin Linda Yu von der DZ-Bank warnte unverblümt vor hohen Kosten für Verbraucher und Steuerzahler. Die vielbeschworene „Technologieoffenheit“ der Bundesregierung, so Yu, laufe faktisch auf ein Förderprogramm für Gaskraftwerke hinaus.

Dass ausgerechnet Batteriespeicher und andere alternative Technologien erst 2027 in einer zweiten, deutlich kleineren Ausschreibung von lediglich zwei Gigawatt zum Zuge kommen sollen, rundet das Bild ab. Julius Neu vom BUND brachte es auf den Punkt: Nach dem Willen der großen Energiekonzerne würden günstige und klimafreundliche Speichertechnologien massiv benachteiligt.

Brüssel muss noch zustimmen – die nächste Unwägbarkeit

Als wäre das Chaos nicht genug, steht das gesamte Vorhaben unter dem Vorbehalt der EU-Kommission, die beihilferechtlich noch grünes Licht geben muss. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte im Januar zwar eine Grundsatzeinigung erzielt, doch verbindlich ist bislang nichts. Man sei „zuversichtlich“, heißt es aus dem Ministerium. Zuversicht – das scheint in der deutschen Energiepolitik mittlerweile die härteste Währung zu sein.

Fazit: Ein teures Denkmal der Fehlplanung

Was hier gefeiert wird, ist in Wahrheit das Eingeständnis eines kolossalen Planungsversagens. Erst schaltet man verlässliche Kraftwerke ab, dann baut man mit Milliarden an Steuergeldern neue – und nennt das Ganze auch noch „Klimaschutz“. Der Bürger, der diese Zeche über seine Stromrechnung und seine Steuern begleicht, bleibt dabei einmal mehr auf der Strecke. In Zeiten, in denen politische Fehlentscheidungen Vermögen im Rekordtempo vernichten und die Inflation an den Ersparnissen nagt, lohnt der Blick auf beständige Werte. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie sich von politischen Kapriolen nicht beeindrucken lassen – eine sinnvolle Beimischung für jeden, der sein Vermögen krisenfest und breit gestreut aufstellen möchte.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die dargestellten Inhalte geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist angehalten, eigenständig zu recherchieren und Anlageentscheidungen in eigener Verantwortung zu treffen. Für Verluste, die aus getroffenen Entscheidungen resultieren, wird keine Haftung übernommen.

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