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17.05.2026
16:58 Uhr

Milliardenforderung des DRK: Wenn der Staat seine Bürger im Ernstfall im Stich lässt

Milliardenforderung des DRK: Wenn der Staat seine Bürger im Ernstfall im Stich lässt

Es ist ein Hilferuf, der hellhörig machen sollte – und doch in Berlin vermutlich wieder ungehört verhallen wird. Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Hermann Gröhe, schlägt Alarm: Der deutsche Bevölkerungsschutz ist in einem Zustand, der einer der größten Volkswirtschaften der Welt schlichtweg unwürdig ist. Während die Bundesregierung in geopolitischen Sonntagsreden vor einem möglichen russischen Angriff auf NATO-Gebiet spätestens 2029 warnt, dümpelt der Schutz der eigenen Bevölkerung auf einem Niveau dahin, das man bestenfalls als blamabel bezeichnen kann.

Großeltern-Material für ehrenamtliche Helfer

Gröhe wählte gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" deutliche Worte. Ehrenamtliche Helfer arbeiteten teils mit Ausrüstung, mit der bereits ihre Großeltern hantiert hätten. "Das kann doch nicht wahr sein", empörte sich der DRK-Präsident – und man möchte ihm zurufen: Doch, in diesem Deutschland kann das wahr sein. In jenem Deutschland, das Hunderte Milliarden für ideologische Großprojekte, klimapolitische Luftschlösser und ausufernde Sozialtransfers ausgibt, fehlt es an den elementarsten Mitteln, um die eigene Bevölkerung im Ernstfall zu schützen.

Zwei Milliarden bis 2027 – ein vergleichsweise bescheidener Wunsch

Konkret fordert das DRK zwei Milliarden Euro bis 2027 und anschließend eine Milliarde jährlich. Insgesamt, so der Bundesvorstand der Johanniter-Unfallhilfe, Oliver Meermann, müssten die Mittel für die großen Hilfsorganisationen auf etwa 2,6 Milliarden Euro pro Jahr vervierfacht werden. Gemessen an einem für 2030 angestrebten Verteidigungshaushalt von 180 Milliarden Euro mutet diese Forderung geradezu bescheiden an. Es geht hier nicht um Luxus, sondern um Rettungsdienste, mobile Unterkünfte, die Ausbildung von Pflegeunterstützungskräften und Ersthelfern.

Das Ukraine-Beispiel als unbequeme Lehrstunde

Die Hilfsorganisationen verweisen auf die Ukraine, deren bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit auch auf funktionierenden Schutzmechanismen im Landesinneren beruht. "Es gibt keine Gesamtverteidigung ohne Bevölkerungsschutz", mahnte Gröhe zu Recht. Wenn Menschen im Krisenfall nicht versorgt werden könnten und nicht wüssten, was zu tun sei, falle ein Land schnell in sich zusammen. Eine Erkenntnis, die in deutschen Ministerien offenbar erst dann ankommt, wenn es zu spät ist.

Verkehrte Prioritäten einer überforderten Politik

Man muss sich die Absurdität dieser Lage einmal auf der Zunge zergehen lassen: Die Große Koalition unter Friedrich Merz hat ein 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur durchgewunken, die Klimaneutralität bis 2045 ins Grundgesetz geschrieben und damit künftige Generationen auf Jahrzehnte hinaus zur Zins- und Tilgungslast verdammt. Doch wenn es um den elementaren Schutz der eigenen Bürger geht, herrscht plötzlich Schmalhans Küchenmeister. Wer solche Prioritäten setzt, dem ist das Wohl seiner Bevölkerung offenbar weniger wichtig als das nächste medienwirksame Symbolprojekt.

"Wenn wir uns nicht besser auf solche Krisen vorbereiten, lassen wir in diesem Land die Bevölkerung im Ernstfall im Stich", warnte Gröhe unmissverständlich. Es ist ein Satz, der wie ein Donnerschlag in der politischen Komfortzone Berlins einschlagen müsste – wenn man dort denn noch zuhören würde.

Eigenvorsorge als Gebot der Stunde

Wer angesichts dieser Befunde glaubt, sich auf den Staat verlassen zu können, dürfte am Tag X eine bittere Lehre erfahren. Eigenvorsorge ist in einem Land, dessen Krisenarchitektur derart marode ist, kein Luxus, sondern Notwendigkeit. Das beginnt bei der klassischen Notbevorratung mit Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten – und es endet bei der finanziellen Absicherung des eigenen Vermögens. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben in Krisenzeiten über Jahrhunderte hinweg ihren Wert bewahrt, wenn Papierwährungen unter Druck gerieten und staatliche Strukturen wankten. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portefeuille bilden sie eine bewährte Säule der Vermögenssicherung – gerade in Zeiten, in denen das Vertrauen in staatliche Handlungsfähigkeit erodiert.

Fazit: Ein Armutszeugnis politischer Prioritätensetzung

Die Forderung des DRK ist mehr als berechtigt – sie ist überfällig. Dass ausgerechnet die Hilfsorganisationen die Politik zur Vernunft mahnen müssen, ist ein Armutszeugnis sondergleichen. Ein Staat, der Milliarden für Klimaideologie und immer neue Sozialprogramme bereitstellt, aber bei der Grundsicherung seiner Bürger versagt, hat seine Prioritäten gründlich verloren. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen in Berlin endlich aufwachen, bevor die Realität sie auf brutalste Weise einholt. Die Hoffnung darauf ist allerdings, ehrlich gesagt, überschaubar.

Hinweis: Der vorliegende Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Die geäußerten Einschätzungen geben die Meinung der Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser ist angehalten, eigenständig zu recherchieren und sich bei finanziellen, steuerlichen oder rechtlichen Entscheidungen fachkundigen Rat einzuholen. Eine Haftung für Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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