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Kettner Edelmetalle
15.01.2026
20:03 Uhr

Milliarden-Investition aus den USA: Blackstone plant gigantisches Rechenzentrum in Westfalen

Milliarden-Investition aus den USA: Blackstone plant gigantisches Rechenzentrum in Westfalen

Der amerikanische Finanzriese Blackstone hat seine Augen auf das beschauliche Lippetal in Nordrhein-Westfalen geworfen. Vier Milliarden Euro – eine Summe, die selbst hartgesottene Wirtschaftsexperten aufhorchen lässt – sollen in ein hochmodernes Rechenzentrum fließen. Während Deutschland unter der Last einer schwächelnden Wirtschaft ächzt und heimische Unternehmen reihenweise abwandern, scheinen ausgerechnet amerikanische Investoren noch Potenzial im Standort Deutschland zu erkennen.

Kaufvertrag unterschrieben – doch der Teufel steckt im Detail

Die Tinte unter dem Kaufvertrag für das Grundstück im Industriegebiet ist zwar getrocknet, doch von einem vollendeten Geschäft kann noch keine Rede sein. Der Vertrag tritt erst in Kraft, wenn bestimmte Konditionen erfüllt werden – welche das genau sind, darüber hüllt sich Blackstone in vornehmes Schweigen. Das Planverfahren soll zeitnah beginnen, eine Fertigstellung wird allerdings erst in den frühen 2030er Jahren erwartet. Ein langer Atem ist also gefragt.

Ausführen wird das ambitionierte Projekt der Rechenzentrumsentwickler Quality Technology Services, kurz QTS, der zum Blackstone-Imperium gehört. Die Firma hat bereits Erfahrung mit derartigen Großprojekten gesammelt – in den USA, den Niederlanden und Großbritannien. Betrieben werden die Anlagen von Tech-Giganten wie Amazon Web Services und Microsoft.

Lokale Politik jubelt – doch wie nachhaltig ist der Optimismus?

Die lokalen Politiker überschlagen sich geradezu vor Begeisterung. Lipptals CDU-Bürgermeister Tobias Nillies spricht von einer langfristigen Stärkung des Standorts, während Hamms SPD-Oberbürgermeister Marc Herter das Vorhaben als Beleg für das Innovationspotenzial der Region wertet. Man fragt sich unwillkürlich: Wo war dieses Innovationspotenzial in den vergangenen Jahren, als deutsche Unternehmen scharenweise ins Ausland flohen?

„Wir glauben, dass Deutschland und insbesondere Nordrhein-Westfalen attraktive Standorte für die Entwicklung von state-of-the-art Rechenzentren sind"

So äußerte sich Blackstone-Manager James Seppala. Eine bemerkenswerte Aussage angesichts der Tatsache, dass Deutschland mit seinen hohen Energiekosten, der überbordenden Bürokratie und einer Infrastruktur, die mancherorts an Entwicklungsländer erinnert, eigentlich kein Traumziel für energieintensive Rechenzentren sein sollte.

Deutschland im Wettlauf um digitale Infrastruktur

Das Blackstone-Projekt reiht sich ein in eine Serie von Großinvestitionen im Rechenzentrumsbereich. Microsoft pumpt mehrere Milliarden Euro in zwei Standorte im Rheinischen Revier. Die Schwarz-Gruppe, Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland, kündigte im vergangenen Jahr sogar eine Elf-Milliarden-Euro-Investition in ein Rechenzentrum im brandenburgischen Spreewald an.

Der Datenhunger der modernen Welt kennt keine Grenzen. Cloud-Dienste und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz verschlingen immer größere Kapazitäten. Dass ausländische Investoren bereit sind, Milliarden in deutsche Infrastruktur zu stecken, mag auf den ersten Blick erfreulich erscheinen. Doch es wirft auch unbequeme Fragen auf: Warum schaffen es deutsche Unternehmen nicht, diese Investitionen selbst zu stemmen? Und was bedeutet es für die digitale Souveränität Deutschlands, wenn kritische Infrastruktur zunehmend in ausländischer Hand liegt?

Die Anwohner in Lippetal wurden bei einer Informationsveranstaltung über das Vorhaben aufgeklärt. Ob sie sich über die Aussicht auf ein riesiges Rechenzentrum in ihrer Nachbarschaft freuen oder eher besorgt sind, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Die digitale Transformation macht auch vor dem westfälischen Hinterland nicht halt.

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