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Kettner Edelmetalle
27.02.2026
17:05 Uhr

Milliarden für E-Auto-Prämie: Automobilhändler rechnen gnadenlos mit der Bundesregierung ab

Man könnte meinen, die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hätte aus den Fehlern der Ampel-Regierung gelernt. Doch weit gefehlt. Was sich derzeit rund um die neue Elektroauto-Kaufprämie abspielt, gleicht einem bürokratischen Trauerspiel, das selbst hartgesottene Branchenkenner fassungslos zurücklässt. Der Verband der Automobilhändler Deutschlands (VAD) findet dafür drastische Worte – und trifft damit einen Nerv.

„Eine Katastrophe" – VAD-Präsident zerlegt das Prämien-Konzept

Bis zu 6.000 Euro sollen private Käufer eines Elektro-Neuwagens erhalten. Rückwirkend seit Jahresbeginn, wohlgemerkt. Klingt zunächst großzügig. Doch der Teufel steckt – wie so oft bei staatlichen Förderprogrammen – im Detail. Denn die Website, über die Anträge gestellt werden können, soll erst im Mai verfügbar sein. Wer also seit Januar ein E-Auto gekauft hat, tappt monatelang im Dunkeln, ob und wann er sein Geld tatsächlich sieht. VAD-Präsident Burkhard Weller bringt es auf den Punkt: „Es ist eine Katastrophe, wie das organisiert wird."

Die Folgen dieser dilettantischen Planung sind bereits messbar. Der Auftragseingang für neue Elektrofahrzeuge im Handel liegt laut Weller rund 20 Prozent unter Plan. Statt eines erhofften Verkaufsschubs herrscht Verunsicherung – bei Händlern wie bei Kunden gleichermaßen. Wer kauft schon gerne ein Auto mit dem vagen Versprechen, irgendwann vielleicht eine Prämie zu erhalten, deren genaue Bedingungen noch nicht einmal vollständig geklärt sind?

Drei Milliarden Euro – besser in Kitas und Schulen investiert?

Doch die Kritik des Automobilhändler-Verbands geht weit über organisatorische Mängel hinaus. Der VAD hält die gesamte Prämie für grundsätzlich falsch. Die Experten des Verbands sind überzeugt, dass sich Elektroautos langfristig auch ohne staatliche Subventionen am Markt durchsetzen werden – vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen stimmen. Und genau hier liegt das eigentliche Problem.

Was nützt eine Kaufprämie, wenn der Strom in Deutschland weiterhin zu den teuersten in ganz Europa gehört? Was bringt ein subventioniertes E-Auto, wenn die Preistransparenz an Ladesäulen einem Glücksspiel gleicht? Weller rechnet schonungslos ab:

„Den ganzen Spuk hätte man sich sparen können und die drei Milliarden Euro für die Kaufprämie besser in Kitas und Schulen investiert."

Drei Milliarden Euro. Man lasse sich diese Summe auf der Zunge zergehen. In einem Land, dessen Infrastruktur bröckelt, dessen Bildungssystem chronisch unterfinanziert ist und dessen Kommunen kaum noch ihre Pflichtaufgaben erfüllen können, pumpt die Bundesregierung Milliarden in eine Subvention, die nach Einschätzung der Branche selbst mehr schadet als nützt.

Ideologie statt Vernunft – ein altbekanntes Muster

Was wir hier erleben, ist leider kein Einzelfall, sondern Symptom einer politischen Kultur, die Symbolpolitik über pragmatische Lösungen stellt. Die Elektromobilität mag die Zukunft sein – daran zweifelt kaum jemand ernsthaft. Doch der Weg dorthin wird nicht über planwirtschaftliche Kaufanreize führen, sondern über marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen: günstige Energiepreise, eine flächendeckende Ladeinfrastruktur und technologische Innovation ohne ideologische Scheuklappen.

Friedrich Merz hatte im Wahlkampf versprochen, Deutschland wieder auf Kurs zu bringen. Dass seine Regierung nun drei Milliarden Euro in ein chaotisch organisiertes Subventionsprogramm steckt, das selbst die Branche ablehnt, dürfte bei vielen Bürgern für Ernüchterung sorgen. Die Frage drängt sich auf: Für wen wird hier eigentlich Politik gemacht? Für den deutschen Steuerzahler sicherlich nicht.

Während die Automobilhändler mit leeren Showrooms kämpfen und die Kunden verunsichert abwarten, darf man gespannt sein, ob die Bundesregierung die berechtigte Kritik ernst nimmt – oder ob sie, wie so oft in der jüngeren deutschen Geschichte, stur an einem gescheiterten Konzept festhält. Die Erfahrung lehrt leider Letzteres.

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