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Kettner Edelmetalle
21.01.2026
09:33 Uhr

Milliarden für die Wohlhabenden: Die absurde Rückkehr der E-Auto-Kaufprämie

Man könnte meinen, die deutsche Politik hätte aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Doch weit gefehlt. Ab Januar 2026 kehrt die Kaufprämie für Elektroautos zurück – mit bis zu 6.000 Euro pro Fahrzeug. Ein Déjà-vu der besonderen Art, das den Steuerzahler erneut Milliarden kosten wird, während der erhoffte Durchbruch der Elektromobilität weiterhin auf sich warten lässt.

Ein Förderprogramm ohne Ausstiegsstrategie

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz setzt damit auf ein Instrument, das bereits in der Vergangenheit kläglich gescheitert ist. Seit fast einem Jahrzehnt pumpt der Staat Milliarden in die Elektromobilität – und was ist das Ergebnis? Sobald die Subventionen wegfallen, bricht der Absatz ein wie ein Kartenhaus im Sturm. Die Hersteller haben sich längst an den staatlichen Tropf gewöhnt, anstatt wettbewerbsfähige Produkte zu entwickeln, die sich ohne politische Krücken am Markt behaupten können.

Besonders pikant: Die Anträge für die rückwirkend geltende Prämie können erst Monate nach dem Kauf gestellt werden. Der Staat verschiebt damit finanzielle Risiken in die Zukunft und schafft eine Planungsunsicherheit, die weder Verbrauchern noch Händlern hilft. Viele potenzielle Käufer werden schlicht abwarten, bis die Fördertöpfe geöffnet werden – ein Verhalten, das den Markt zusätzlich verzerrt.

Die soziale Schieflage: Umverteilung von unten nach oben

Was die politischen Befürworter dieser Maßnahme geflissentlich verschweigen: Die Kaufprämie ist im Kern ein Geschenk an die Besserverdienenden. Wer kauft denn Neuwagen? Sicherlich nicht die alleinerziehende Mutter mit Mindestlohn oder der Rentner mit schmaler Pension. Es sind überwiegend Haushalte mit überdurchschnittlichem Einkommen, die sich ein neues Elektrofahrzeug leisten können – und die nun vom Staat noch einen üppigen Zuschuss obendrauf bekommen.

Die Ironie könnte kaum größer sein: Der Geringverdiener, der sich keinen Neuwagen leisten kann, finanziert über seine Steuern die Kaufprämie für den gut situierten Nachbarn, der sich einen schicken Tesla in die Garage stellt. Das ist keine Klimapolitik, das ist Umverteilung von unten nach oben – verpackt in grüne Rhetorik.

Die wahren Probleme bleiben ungelöst

Während die Politik sich mit Kaufprämien schmückt, bleiben die eigentlichen Hindernisse für die Elektromobilität bestehen. Die Strompreise in Deutschland gehören zu den höchsten in Europa. Die Ladeinfrastruktur ist nach wie vor lückenhaft, besonders in ländlichen Regionen. Und der rapide Wertverlust von Elektrofahrzeugen schreckt viele potenzielle Käufer ab.

Eine weitere Kaufprämie ändert an diesen strukturellen Problemen rein gar nichts. Sie ist bestenfalls ein teures Pflaster auf einer klaffenden Wunde, schlimmstenfalls eine Verschwendung von Steuergeldern, die an anderer Stelle dringend benötigt würden – etwa für Bildung, Infrastruktur oder innere Sicherheit.

Technologieoffenheit? Fehlanzeige!

Die einseitige Fokussierung auf batterieelektrische Fahrzeuge offenbart zudem einen ideologischen Tunnelblick. Wasserstoffantriebe, synthetische Kraftstoffe oder effizientere Verbrennungsmotoren werden systematisch benachteiligt. Der Staat maßt sich an zu wissen, welche Technologie die Zukunft gehört – eine Hybris, die in der Geschichte selten gut ausgegangen ist.

Solange Kaufentscheidungen von Zuschüssen abhängen, entsteht kein stabiler Markt. Die Elektromobilität muss sich selbst tragen können, sonst bleibt sie ein teures Experiment auf Kosten der Allgemeinheit.

Die unbequeme Wahrheit

Die erneute E-Auto-Förderung ist ein Eingeständnis des Scheiterns. Sie zeigt, dass die Elektromobilität auch nach Jahren massiver staatlicher Unterstützung nicht auf eigenen Beinen stehen kann. Statt diese unbequeme Wahrheit anzuerkennen und einen Kurswechsel einzuleiten, wirft die Politik weiteres Geld in ein Fass ohne Boden.

Die Frage, die sich jeder Steuerzahler stellen sollte, lautet: Wie lange noch? Wie viele Milliarden müssen noch fließen, bis die Politik erkennt, dass Subventionen keine strukturellen Reformen ersetzen können? Die Antwort darauf wird die neue Regierung schuldig bleiben – denn eine ehrliche Bilanz würde das gesamte Kartenhaus der deutschen Klimapolitik zum Einsturz bringen.

Für den kritischen Bürger bleibt die Erkenntnis: In Zeiten, in denen der Staat Milliarden für fragwürdige Förderprogramme ausgibt, während gleichzeitig die Schuldenlast explodiert, erscheint die Besinnung auf bewährte Wertanlagen wie physische Edelmetalle als vernünftige Alternative zur Vermögenssicherung. Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als krisenfest erwiesen – ganz ohne staatliche Subventionen.

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