
Merz' Videogipfel-Farce: Wenn Zwerge versuchen, mit Riesen zu tanzen
Während sich Donald Trump und Wladimir Putin auf ein historisches Treffen in Alaska vorbereiten, das tatsächlich den Lauf der Geschichte verändern könnte, inszeniert Bundeskanzler Friedrich Merz eine digitale Schmierenkomödie, die an Peinlichkeit kaum zu überbieten ist. Neun europäische Spitzenpolitiker – darunter die üblichen Verdächtigen wie Macron, Tusk und von der Leyen – wollen in einer Stunde virtueller Beratschlagung das nachholen, was sie in über drei Jahren Ukraine-Krieg versäumt haben: Relevanz.
Das Versagen der europäischen Diplomatie
Man muss sich das Ausmaß des diplomatischen Totalversagens vor Augen führen: Mehr als drei Jahre lang hat Europa keinen ernsthaften Versuch unternommen, den Konflikt in der Ukraine auf dem Verhandlungsweg zu beenden. Schlimmer noch – als der ehemalige britische Premier Boris Johnson einen vielversprechenden Ansatz torpedierte, applaudierte die EU-Elite. Und als Ungarns Viktor Orbán den Mut aufbrachte, sowohl nach Kiew als auch nach Moskau zu reisen, wurde er von denselben Politikern niedergebrüllt, die jetzt panisch nach Aufmerksamkeit heischen.
Die Ironie könnte kaum beißender sein: Dieselben Politiker, die jeden Friedensversuch als "Verrat an der Ukraine" brandmarkten, wundern sich nun, warum sie niemand am Verhandlungstisch haben will. Es ist, als würde ein Kind, das stundenlang das Monopoly-Brett umgeworfen hat, plötzlich mitspielen wollen, wenn die Erwachsenen ernst machen.
Sechzig Minuten der Bedeutungslosigkeit
Die Arithmetik dieser Farce spricht Bände: Neun Teilnehmer, sechzig Minuten – macht großzügig gerechnet sechs Minuten Redezeit pro Person. In dieser Zeit könnte man gerade einmal die eigene Bedeutungslosigkeit beklagen, geschweige denn konstruktive Vorschläge erarbeiten. Aber darum geht es auch gar nicht. Diese Veranstaltung ist nichts anderes als eine verzweifelte PR-Übung von Politikern, deren Eitelkeit schwerer wiegt als ihre Einsicht.
"Wer sich selbst verzwergt, darf sich nicht wundern, wenn er nicht am Tisch sitzt, weil er nicht mal über die Tischkante blicken kann."
Diese treffende Analyse bringt das europäische Dilemma auf den Punkt. Jahrelang hat sich die EU in moralischer Überheblichkeit gesonnt, hat Sanktionen verhängt und Milliarden verschleudert – immer in dem Glauben, man sei der moralische Kompass der Welt. Nun zeigt sich: Wenn es darauf ankommt, sind es die USA und Russland, die das Schicksal Europas bestimmen. Die EU-Granden dürfen bestenfalls zuschauen.
Die wahren Machtverhältnisse
Trump hat verstanden, was europäische Politiker nicht wahrhaben wollen: Dieser Konflikt kann nur von den beiden Supermächten beendet werden, die ihn letztlich zu verantworten haben. Die USA mit ihrer NATO-Expansion und Russland mit seiner militärischen Reaktion darauf. Europa war immer nur Spielball, nie Spieler – eine Tatsache, die besonders für Deutschland unter Merz' Führung schmerzhaft deutlich wird.
Die neue Bundesregierung, die mit großen Versprechen angetreten war, entpuppt sich als Fortsetzung der alten Fehler. Statt endlich eine eigenständige, deutsche Interessen vertretende Außenpolitik zu betreiben, klammert man sich weiter an überholte transatlantische Reflexe und EU-Dogmen. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das Merz trotz gegenteiliger Wahlversprechen aufgelegt hat, wird die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen belasten – während Deutschland international zur Randfigur verkommt.
Ein Weckruf für Europa
Vielleicht ist dieser demütigende Moment ja heilsam. Vielleicht erkennen die europäischen Eliten endlich, dass ihre Politik der moralischen Überheblichkeit gescheitert ist. Dass man mit Sanktionen, die vor allem den eigenen Bürgern schaden, keine Weltpolitik macht. Dass man mit Gender-Debatten und Klimaneutralität keine geopolitische Relevanz erlangt.
Die Bürger haben es längst verstanden: Die Kriminalität explodiert, die Wirtschaft schwächelt, die Inflation frisst die Ersparnisse auf – und unsere Politiker veranstalten virtuelle Kaffeekränzchen, während Trump und Putin die Weltordnung neu verhandeln. Es ist höchste Zeit für eine politische Wende, die Deutschland wieder zu einem ernstzunehmenden Akteur macht, statt zum Bittsteller am Katzentisch der Weltpolitik.
Merz' Not-Videogipfel wird in die Geschichte eingehen – allerdings nicht als diplomatischer Durchbruch, sondern als Symbol für die selbstverschuldete Bedeutungslosigkeit einer politischen Klasse, die vergessen hat, wem sie eigentlich dienen sollte: dem deutschen Volk und seinen Interessen.
- Themen:
- #CDU-CSU