
Merz' gefährlicher Kriegskurs: Warum Deutschland endlich zur Diplomatie zurückkehren muss
Die Bundesregierung hat gestern einen verhängnisvollen Schritt in Richtung Militarisierung unternommen. Der Gesetzesentwurf zur Wiedereinführung der Wehrpflicht, euphemistisch als "neuer Wehrdienst" bezeichnet, markiert einen besorgniserregenden Wendepunkt in der deutschen Politik. Während Bundeskanzler Friedrich Merz von "Kriegstüchtigkeit" schwadroniert, scheint die politische Elite vergessen zu haben, was Deutschland nach zwei verlorenen Weltkriegen eigentlich gelernt haben sollte.
Die Rückkehr des Militarismus
80.000 zusätzliche Soldaten sollen rekrutiert werden, die Gesamtzahl der Bundeswehr soll auf 260.000 anwachsen. Ab 2027 werden junge Männer wieder zur Musterung antreten müssen - ein Déjà-vu, das vielen Deutschen Unbehagen bereiten dürfte. Die Regierung behauptet, dies sei notwendig, um sich gegen eine angebliche russische Bedrohung zu wappnen. Ein vom öffentlich-rechtlichen Sender BR24 zitierter "Experte" verstieg sich sogar zu der absurden Behauptung, ein russischer Angriff auf die NATO läge bei "100 Prozent Wahrscheinlichkeit".
Diese Panikmache erinnert fatal an die Propaganda vergangener Zeiten. Wie schon 1939, als es hieß "Seit 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen", werden heute wieder Feindbilder konstruiert, um massive Aufrüstung zu rechtfertigen. Die Geschichte lehrt uns, wohin solche Rhetorik führen kann.
Die wahren Profiteure der Aufrüstung
Während die Steuerzahler zur Kasse gebeten werden, reiben sich andere die Hände. Rheinmetall hat gerade ein neues Werk fertiggestellt, das jährlich 360.000 Granaten produzieren soll. Es ist kein Geheimnis, dass BlackRock über 7 Prozent der Rheinmetall-Anteile hält. Und wer war noch gleich jahrelang für BlackRock tätig? Richtig, unser Bundeskanzler Friedrich Merz. Die Verflechtungen zwischen Politik und Rüstungsindustrie könnten kaum offensichtlicher sein.
Die vergessene Alternative: Diplomatie
Statt Billionen in eine imaginäre Kriegsgefahr zu investieren, gäbe es eine weitaus kostengünstigere und vor allem friedlichere Lösung: den Dialog mit Russland suchen. Deutschland war jahrzehntelang für seine Diplomatie geschätzt, für seine Fähigkeit, Brücken zu bauen statt Gräben aufzureißen. Diese Tradition scheint die aktuelle Regierung vollständig über Bord geworfen zu haben.
Merz' jüngste Aussage auf X, "Russland ist die größte Bedrohung für Frieden in Europa", offenbart die ganze Misere der deutschen Außenpolitik. Anstatt auf Verständigung zu setzen, wird systematisch ein Feindbild aufgebaut. Dabei wären gerade jetzt mutige diplomatische Initiativen gefragt.
Die historische Verantwortung Deutschlands
Es ist beschämend, dass ausgerechnet Deutschland, das Land, das im Zweiten Weltkrieg über 25 Millionen sowjetische Bürger auf dem Gewissen hat, heute wieder mit dem Säbel rasselt. Frühere Bundeskanzler, die das Grauen des Krieges noch selbst erlebt hatten, wären vermutlich sofort nach Moskau geflogen, um Gespräche zu führen. Sie kannten noch Demut und Verantwortung gegenüber der Geschichte.
Die heutige Politikergeneration hingegen scheint diese Lektion vergessen zu haben. Statt aus der Vergangenheit zu lernen, wiederholt man die alten Fehler: Wirtschaftskrise, Suche nach einem äußeren Schuldigen, Militarisierung, Manipulation durch Revanchismus - die Parallelen zu den 1930er Jahren sind beunruhigend deutlich.
Die Kosten des neuen Kalten Krieges
Während Milliarden in Rüstung fließen, verfallen Deutschlands Straßen, Brücken und Schulen. Die Infrastruktur bröckelt, die Wirtschaft leidet unter selbst auferlegten Sanktionen und explodierenden Energiekosten. Die Abkehr von günstiger russischer Energie hat die deutsche Industrie in eine existenzielle Krise gestürzt. Unternehmen wandern ab, Arbeitsplätze gehen verloren - und das alles für eine konstruierte Bedrohung.
"Jeder spricht mit jedem. Das ist die dem Rheinländer angeborene Form der Demokratie", sagte einst der Bonner Kunsthistoriker Heinrich Lützeler. Diese Weisheit scheint in Berlin vollständig verloren gegangen zu sein.
Zeit für einen Kurswechsel
Die deutsche Bevölkerung muss sich fragen, ob sie diesen gefährlichen Kurs mittragen will. Die Erfahrung zeigt: Immer wenn die politische Elite ihr Versagen durch Kriegsrhetorik zu kaschieren versucht, zahlt am Ende das Volk den Preis. Die selbstverschuldeten Fehler der Regierung - von der gescheiterten Energiewende bis zur verfehlten Migrationspolitik - werden nun durch Säbelrasseln übertönt.
Es ist höchste Zeit, dass Deutschland zu seiner bewährten Rolle als Vermittler und Brückenbauer zurückkehrt. Diplomatie kostet einen Bruchteil dessen, was die geplante Aufrüstung verschlingen würde. Und sie rettet Leben, statt sie zu gefährden. Die Wahl sollte eigentlich nicht schwerfallen - wenn da nicht die Interessen bestimmter Kreise wären, die vom neuen Wettrüsten profitieren.
Die Deutschen haben es in der Hand: Wollen sie sich erneut in einen sinnlosen Konflikt treiben lassen, oder besinnen sie sich auf die Lehren der Geschichte? Die Antwort auf diese Frage wird über Deutschlands Zukunft entscheiden.
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