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Kettner Edelmetalle
24.02.2026
19:15 Uhr

Mehrheit der Amerikaner hält Trump für zunehmend unberechenbar – doch was sagt das wirklich aus?

Eine aktuelle Umfrage von Reuters/Ipsos offenbart ein bemerkenswertes Stimmungsbild in den Vereinigten Staaten: Rund 61 Prozent der befragten US-Bürger sind der Auffassung, dass Präsident Donald Trump mit zunehmendem Alter sprunghafter und unberechenbarer geworden sei. Besonders pikant: Selbst 30 Prozent der republikanischen Wähler teilen diese Einschätzung. Unter Demokraten liegt der Wert erwartungsgemäß bei 89 Prozent, bei parteilosen Wählern bei 64 Prozent.

Das Weiße Haus kontert – und verweist auf Biden

Die Reaktion aus dem Weißen Haus ließ nicht lange auf sich warten. Sprecher Davis Ingle bezeichnete die Umfrageergebnisse als Ausdruck „verzweifelter Narrative" und betonte Trumps „Schärfe, unübertroffene Energie und historische Zugänglichkeit". Ein Seitenhieb auf Trumps Vorgänger Joe Biden war dabei kaum zu übersehen – und er trifft durchaus einen wunden Punkt. Denn es war genau die Frage der geistigen Fitness, die Biden letztlich das Amt kostete. Der Demokrat verließ das Weiße Haus im Alter von 82 Jahren, und kaum jemand bestritt ernsthaft, dass seine kognitiven Fähigkeiten in den letzten Amtsjahren nachgelassen hatten.

Trump selbst wird im Juni 80 Jahre alt und wäre damit auf dem besten Weg, Bidens Altersrekord als ältester amtierender Präsident zu brechen. Nur noch 45 Prozent der Befragten beschreiben ihn als „geistig scharf und in der Lage, Herausforderungen zu bewältigen" – ein deutlicher Rückgang gegenüber 54 Prozent im September 2023.

Amerika altert – und seine politische Klasse erst recht

Doch die Debatte geht weit über Trump hinaus. Ganze 79 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die gewählten Vertreter in Washington schlicht zu alt seien, um die Interessen der meisten Amerikaner angemessen zu vertreten. Das Durchschnittsalter im US-Senat liegt bei etwa 64 Jahren, im Repräsentantenhaus bei 58. Selbst der demokratische Senatsführer Chuck Schumer, 75 Jahre alt, wird von 58 Prozent der demokratischen Befragten als zu betagt für sein Amt eingestuft.

Man könnte meinen, diese Zahlen seien ein Weckruf für die politische Klasse – diesseits und jenseits des Atlantiks. Denn auch in Deutschland kennen wir das Phänomen einer politischen Elite, die sich bisweilen von den Lebensrealitäten der Bürger entkoppelt hat. Ob das nun am Alter liegt oder an ideologischer Verblendung, sei dahingestellt.

Trumps Zustimmungswerte: Stabil auf niedrigem Niveau

Bemerkenswert ist indes, dass Trumps allgemeine Zustimmungsrate trotz aller Kontroversen relativ stabil geblieben ist. Aktuell liegt sie bei 40 Prozent – zwei Prozentpunkte höher als noch Anfang des Monats. Zum Amtsantritt hatte er noch 47 Prozent erreicht, doch seit April pendelt der Wert konstant um die 40-Prozent-Marke. Das ist kein Erdrutsch, aber auch kein Triumph.

Trumps politisches Tempo bleibt derweil atemberaubend. Seit seiner Rückkehr ins Oval Office im Januar 2025 hat er in rasanter Folge neue Zölle auf Importe aus Dutzenden Ländern verhängt – darunter 20 Prozent auf EU-Waren und 34 Prozent auf chinesische Produkte. Er hat maskierte Bundesagenten im ganzen Land eingesetzt, um gegen illegale Einwanderung vorzugehen. Und er hat sich öffentlich „zutiefst beschämt" über den konservativ geprägten Supreme Court gezeigt, als dieser Teile seiner Zollpolitik für rechtswidrig erklärte – nur um kurz darauf neue Zölle unter Berufung auf eine andere Rechtsgrundlage zu verhängen.

Die eigentliche Frage: Erratisch oder entschlossen?

Hier offenbart sich das grundlegende Dilemma dieser Umfrage. Was die einen als „erratisch" bezeichnen, sehen andere als entschlossenes Durchregieren eines Präsidenten, der seine Wahlversprechen einlöst – koste es, was es wolle. Die Grenze zwischen energischem Handeln und unberechenbarem Aktionismus liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Und in einer Zeit, in der westliche Demokratien von Entscheidungsschwäche und endlosen Kompromissschleifen geprägt sind, mag mancher Bürger einen Anführer bevorzugen, der – ob man ihn nun für sprunghaft hält oder nicht – zumindest den Eindruck erweckt, tatsächlich zu handeln.

Man vergleiche dies mit der deutschen Politiklandschaft, wo die neue Große Koalition unter Friedrich Merz bereits jetzt ein 500-Milliarden-Euro-Schuldenpaket geschnürt hat, das kommende Generationen belasten wird – und das, obwohl der Kanzler einst versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen.

Die Umfrage, die online unter 4.638 US-Bürgern durchgeführt wurde und eine Fehlertoleranz von zwei Prozentpunkten aufweist, zeigt letztlich eines mit aller Deutlichkeit: Amerika ist tief gespalten – nicht nur in der Frage, ob sein Präsident noch fit genug für das Amt ist, sondern in nahezu jeder politischen Grundsatzfrage. Während 81 Prozent der Republikaner Trump weiterhin als geistig scharf beschreiben, sehen das nur 19 Prozent der Demokraten so. Diese Kluft ist symptomatisch für eine Gesellschaft, in der politische Zugehörigkeit längst wichtiger geworden ist als nüchterne Bestandsaufnahme.

Ob Trump tatsächlich erratischer geworden ist oder ob er schlicht ein Politiker ist, der sich weigert, nach den Regeln des Washingtoner Establishments zu spielen – diese Frage wird wohl erst die Geschichte beantworten können. Fest steht: In einer Welt voller geopolitischer Unsicherheiten, von der Eskalation im Nahen Osten bis zum andauernden Ukraine-Krieg, brauchen die westlichen Demokratien Führungspersönlichkeiten, die sowohl Entschlossenheit als auch Besonnenheit mitbringen. Ob Trump beides vereint, darüber darf gestritten werden.

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