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Kettner Edelmetalle
20.02.2026
19:25 Uhr

Medienkrieg gegen Tesla: Wie deutsche Verlage den Kampf der Verbrenner-Lobby führen

Was sich derzeit in der deutschen Medienlandschaft abspielt, ist ein bemerkenswertes Schauspiel – und eines, das tief blicken lässt. Ausgerechnet jene Wirtschaftsblätter, die sich sonst als Bannerträger des freien Marktes und der unternehmerischen Innovation gerieren, haben sich offenbar auf einen gemeinsamen Feind eingeschossen: Tesla und seinen Chef Elon Musk. Der größte Arbeitgeber Brandenburgs wird in einer konzertierten Medienkampagne demontiert, die man in dieser Intensität selten erlebt hat.

Wenn Wirtschaftsliberale plötzlich gewerkschaftlich denken

Man reibt sich verwundert die Augen. Führende deutsche Wirtschaftsmedien, die normalerweise jede Regulierung des Arbeitsmarktes als Teufelswerk brandmarken, mutieren plötzlich zu glühenden Verfechtern gewerkschaftlicher Positionen – sofern es gegen Tesla geht. Mit aufwendigen „Insider-Reports" werden angeblich skandalöse Arbeitsbedingungen in der Gigafactory Grünheide angeprangert. Fingierte Lauschangriffe soll es gegeben haben. Sogar Satellitenaufnahmen werden bemüht, um zu belegen, dass Tesla einen schwächelnden Absatz verberge.

Verkehrte Welt, in der Tat. Sollte ein wirtschaftsliberales Blatt nicht den frischen Wind amerikanischer Unternehmenskultur in einem Land begrüßen, dessen Wirtschaft seit Jahren vor sich hin siecht? Sollte es nicht erfreut sein, dass in Grünheide kein aufgeblähtes Beamtentum à la Volkswagen gepflegt wird, sondern tatsächlich produziert und innoviert wird? Stattdessen liest man Sätze wie: Die Zustände dort seien „ein Lehrstück dafür, was passiert, wenn Silicon-Valley-Attitüde auf deutsches Arbeitsrecht trifft." Ein starkes Stück – und ein entlarvendes dazu.

Die Spur des Geldes führt nach Wolfsburg und Stuttgart

Wer verstehen will, warum die Berichterstattung so einseitig ausfällt, muss nur einen Blick auf die Anzeigenumfelder werfen. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass kritische Tesla-Berichte gerne von großflächigen Audi-Werbeanzeigen eingerahmt werden. Auch bei anderen Publikationen desselben Verlagshauses flankiert Werbung von Verbrenner-Konzernen wie Stellantis die schlechten Nachrichten über den amerikanischen E-Auto-Pionier. Zufall? Algorithmus? Mag sein. Aber die Optik ist verheerend.

Man muss sich die Dimensionen vor Augen führen: Allein Volkswagen investiert jährlich Milliarden Euro weltweit in Werbung – Anzeigen, Online-Banner, TV-Spots. Dazu kommen aufwendig inszenierte Pressereisen ins Ausland, bei denen Wirtschaftsjournalisten neue Modelle testen dürfen. Viele Hersteller gewähren großzügige Journalistenrabatte auf Neufahrzeuge. So wird systematisch Nähe geschaffen, Beißhemmung gefördert und mancher Journalist zum willigen Sprachrohr einer Industrie, die den Anschluss an die Zukunft längst verloren hat. Tesla hingegen hat bis 2023 überhaupt keine Werbung geschaltet. Wer keine Anzeigen schaltet, hat eben auch keine Freunde in den Redaktionen.

Ein technologisches Versagen wird kaschiert

Die unbequeme Wahrheit ist: Die deutsche Automobilindustrie hat den Wandel zur Elektromobilität grandios verschlafen. Als Tesla 2008 seinen vollelektrischen Roadster mit über 300 Kilometern Reichweite auf den Markt brachte, konnten deutsche Hersteller bestenfalls Elektro-Kuriositäten vorweisen, die an Golfplatz-Kutschen erinnerten. Während Musk ein Luxusauto um einen Computer herum baute und gleichzeitig eine flächendeckende Ladeinfrastruktur aufzog, belächelten die deutschen Platzhirsche den „skurrilen Cowboy aus den USA".

Heute lacht niemand mehr. Die Verkaufszahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Von 3.000 Fahrzeugen im Jahr 2012 über 400.000 im Jahr 2019 bis hin zu rund 1,8 Millionen ausgelieferten Autos in den Jahren 2023 und 2024. Im dritten Quartal 2025 verkaufte Tesla erstmals weltweit mehr Pkw als Mercedes-Benz. Und was machen die deutschen Hersteller? Sie flüchten sich in Plug-in-Hybride, deren Verbrauchsangaben laut einer aktuellen Studie von Prognos und Fraunhofer um satte 300 Prozent über den tatsächlichen Werten liegen. Der Elektromotor wird in den meisten Fällen schlicht spazieren gefahren – ein teures Feigenblatt für technologische Rückständigkeit.

11.000 Arbeitsplätze als Kollateralschaden?

Was bei dieser medialen Treibjagd auf der Strecke bleiben könnte, sind 11.000 Arbeitsplätze in Ostdeutschland. Tesla ist der größte Arbeitgeber in Brandenburg – in einer Region, die jeden einzelnen Industriearbeitsplatz dringend braucht. Doch das scheint die Protagonisten dieser Kampagne wenig zu kümmern. Lieber opfert man zukunftsfähige Arbeitsplätze auf dem Altar einer sterbenden Verbrenner-Industrie, als sich einzugestehen, dass die Zukunft der Mobilität elektrisch ist.

China, der größte Automarkt der Welt, hat bereits seit 2017 eine sich stetig verschärfende E-Auto-Quote. Die Chinesen haben den technologischen Vorsprung Teslas aufgeholt, während deutsche Hersteller noch immer im Diesel-Skandal-Modus vor sich hin wursteln. BYD, Geely und andere chinesische Hersteller fahren längst voraus und sehen die Deutschen im Rückspiegel hinterhertuckern. Das ist die eigentliche Nachricht – nicht irgendwelche angeblichen Arbeitsbedingungen in Grünheide.

Ein Symptom für ein größeres Problem

Die Medienkampagne gegen Tesla ist letztlich nur ein Symptom für ein viel tiefgreifenderes Problem: Deutschlands Unfähigkeit, mit Wandel umzugehen. Statt Innovation zu begrüßen, wird sie bekämpft. Statt von erfolgreichen Unternehmen zu lernen, werden sie verteufelt. Statt die eigene Rückständigkeit einzugestehen, wird der Überbringer der schlechten Nachricht zum Feind erklärt. Es ist dieselbe Mentalität, die Deutschland in so vielen Bereichen lähmt – von der Digitalisierung über die Bürokratie bis hin zur Energiepolitik.

Dass ausgerechnet unter der neuen Großen Koalition von CDU/CSU und SPD keine Besserung in Sicht ist, überrascht kaum. Friedrich Merz, der als Bundeskanzler eigentlich für wirtschaftliche Erneuerung stehen wollte, hat bislang wenig getan, um den Standort Deutschland für innovative Unternehmen attraktiver zu machen. Stattdessen werden mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen alte Strukturen zementiert, anstatt neue zu schaffen. Die Zeche zahlt wie immer der Steuerzahler – und die nächste Generation gleich mit.

Bleibt zu hoffen, dass Tesla in Grünheide trotzig am Ball bleibt. Denn wenn selbst ein Unternehmen, das Tausende Arbeitsplätze in einer strukturschwachen Region geschaffen hat, aus dem Land getrieben wird, dann hat Deutschland ein Problem, das weit über die Automobilindustrie hinausgeht. Dann hat dieses Land seine Zukunftsfähigkeit endgültig verspielt.

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