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Kettner Edelmetalle
02.04.2026
14:11 Uhr

Medien-Blamage im Fall Ulmen: Wenn Haltungsjournalismus die Fakten überholt

Es ist ein Schauspiel, das man in dieser Dreistigkeit kaum noch für möglich gehalten hätte – und das doch so bezeichnend ist für den Zustand der deutschen Medienlandschaft. Gleich mehrere große Redaktionen sehen sich gezwungen, ihre Berichterstattung über die Vorwürfe von Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen nachträglich zu korrigieren. Die Süddeutsche Zeitung, die Zeit, Zeitungen der Funke Mediengruppe und sogar die Tagesschau mussten kleinlaut einräumen, Falschinformationen verbreitet zu haben.

Der Vorwurf, der keiner war

Was war geschehen? Fernandes hatte in einer Titelgeschichte des Spiegel schwere Anschuldigungen gegen Ulmen erhoben. Er habe pornografische Aufnahmen verschickt, die ihr „täuschend ähnlich sehen", und Fakeprofile von ihr erstellt. Von Deepfakes – also KI-generierten Fälschungen – war im Zusammenhang mit Ulmen jedoch nie explizit die Rede. Doch genau diesen Vorwurf konstruierten zahlreiche Medien munter drauflos. Warum auch sorgfältig lesen, wenn die Geschichte doch so wunderbar ins Narrativ passt?

Der Spiegel hatte in seiner Berichterstattung zwar auch das Thema KI-generiertes Material behandelt, dies jedoch in einem anderen Kontext. Die schwammige Wortwahl reichte offenbar aus, um bei den Kollegen in den Redaktionsstuben einen regelrechten Dominoeffekt auszulösen. Ein Medium schrieb vom anderen ab, keines prüfte die Fakten – und am Ende stand eine Falschmeldung, die Zehntausende Menschen auf die Straße trieb.

Korrekturen im Kleingedruckten

Die Transparenzhinweise, die nun unter den Artikeln erscheinen, lesen sich wie ein Eingeständnis journalistischen Totalversagens. Die Zeit räumt ein, fälschlicherweise geschrieben zu haben, Fernandes werfe ihrem Ex-Mann vor, „Deepfake-Pornos" erstellt zu haben. Die Funke-Zeitungen bitten gar um Entschuldigung für einen „falschen Zusammenhang zwischen Deepfake-Pornos und der Anzeige gegen Christian Ulmen". Besonders pikant: Die ARD-Tagesschau hat ihre 20-Uhr-Sendung vom 29. März nachträglich umgeschnitten und die entsprechenden Passagen über Ulmen kurzerhand entfernt.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk, finanziert mit Milliarden an Zwangsgebühren, verbreitet in seiner wichtigsten Nachrichtensendung eine Falschmeldung – und schneidet sie dann klammheimlich heraus, als wäre nichts gewesen. Ist das die journalistische Sorgfalt, für die der Bürger jeden Monat seinen Rundfunkbeitrag abdrücken darf?

Ideologie frisst Journalismus

Der Fall offenbart ein strukturelles Problem, das weit über eine einzelne Falschmeldung hinausgeht. Hier wurde ein Mann öffentlich vorverurteilt, weil die Geschichte perfekt in das ideologische Raster passte: der böse weiße Mann als Täter, die Frau als Opfer digitaler Gewalt. Die Narrative waren gesetzt, bevor auch nur ein Journalist die Mühe auf sich genommen hatte, die Vorwürfe sauber zu prüfen. Es ist derselbe Mechanismus, den wir bereits bei der berüchtigten Correctiv-Recherche über ein angebliches „Geheimtreffen" beobachten konnten – schwammige Formulierungen, maximale Empörung, minimale Faktentreue.

Besonders entlarvend ist die Tatsache, dass auf Basis dieser nachweislich falschen Berichterstattung Demonstrationen mit Zehntausenden Teilnehmern organisiert wurden. Menschen gingen für „strengere Gesetze gegen manipulierte Pornografie" auf die Straße – angeheizt von einer Medienkampagne, die auf einem Missverständnis beruhte. Oder war es doch kein Missverständnis, sondern Kalkül? Die Frage drängt sich auf, ob hier nicht bewusst eine Stimmung erzeugt werden sollte, um politische Forderungen – etwa eine Identifikationspflicht im Internet – durchzusetzen.

Wo bleibt die Empörung über echte Gewalt?

Was in diesem Zusammenhang besonders bitter aufstößt: Während Zehntausende gegen „digitale Gewalt" demonstrieren, bleiben die Straßen bei realer, physischer Gewalt erschreckend leer. Gruppenvergewaltigungen, Messerangriffe, eine explodierende Kriminalität – all das scheint die organisierte Empörungsindustrie deutlich weniger zu interessieren als ein Prominenten-Rosenkrieg. Die Prioritäten in diesem Land sind offenkundig gründlich verrutscht.

Die nachträglichen Korrekturen der Medien mögen formal korrekt sein. Doch sie kommen zu spät und erreichen nur einen Bruchteil derjenigen, die die ursprüngliche Falschmeldung konsumiert haben. Was in den Köpfen der Menschen hängen bleibt, ist nicht der kleingedruckte Transparenzhinweis, sondern die fette Schlagzeile. Das wissen die Redaktionen natürlich genau. Und genau deshalb ist dieser Fall mehr als nur ein journalistischer Betriebsunfall – er ist ein Symptom für den fortschreitenden Vertrauensverlust in die etablierten Medien, den sich diese Branche redlich verdient hat.

Vielleicht sollten sich die Verantwortlichen in den Chefredaktionen einmal fragen, warum immer mehr Bürger ihre Informationen lieber aus alternativen Quellen beziehen. Die Antwort liegt in Fällen wie diesem – schwarz auf weiß, für jeden nachlesbar.

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