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16.02.2026
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Mandelsons Epstein-Verstrickungen: Labours Kartenhaus droht einzustürzen

Mandelsons Epstein-Verstrickungen: Labours Kartenhaus droht einzustürzen

Was sich derzeit auf der politischen Bühne Großbritanniens abspielt, hat das Zeug zum größten Skandal seit der legendären Profumo-Affäre von 1963. Damals besiegelte ein Sexskandal das Ende einer konservativen Regierung nach dreizehn Jahren an der Macht. Heute ist es ausgerechnet die Labour-Partei unter Premierminister Keir Starmer, die von einer Krise erschüttert wird, deren Ausmaß noch gar nicht absehbar ist – und die schonungslos offenlegt, was viele Beobachter schon lange vermuteten: Im Zentrum dieser Regierung herrscht gähnende Leere.

Ein Botschafter mit toxischer Vergangenheit

Peter Mandelson, einst mächtiger Strippenzieher unter Tony Blair und Architekt des „New Labour"-Projekts, wurde im Dezember 2024 auf den prestigeträchtigen Posten des britischen Botschafters in Washington berufen. Eine Entscheidung, die selbst wohlwollende Beobachter fassungslos zurückließ. Denn Mandelsons langjährige und bestens dokumentierte Verbindungen zum verurteilten Pädophilen Jeffrey Epstein waren keineswegs ein Geheimnis. Sie waren weithin bekannt – und wurden offenbar bewusst ignoriert.

Wie kann es sein, dass ein Mann mit derart belasteten Kontakten auf einen der wichtigsten diplomatischen Posten des Vereinigten Königreichs gehievt wird? Diese Frage stellt sich nicht nur die britische Öffentlichkeit, sondern zunehmend auch das politische Establishment. Am 8. Februar trat Morgan McSweeney, Starmers Stabschef und politischer Mastermind, zurück und übernahm die „volle Verantwortung" für die Ernennung. Ein klassisches Bauernopfer – doch ob es reicht, um den König zu retten, darf bezweifelt werden.

McSweeney: Der Maschinist ohne Kompass

McSweeneys Rücktritt ist weit mehr als ein personalpolitisches Beben. Er markiert das Ende einer Ära, in der Labour von einer Bewegung mit Überzeugungen zu einer reinen Machtmaschine umgebaut wurde. McSweeney, ein Protegé Mandelsons, hatte die Partei mit chirurgischer Präzision von ihren linken Wurzeln abgeschnitten. Über die Plattform „Labour Together", gegründet 2015, bekämpfte er zunächst Jeremy Corbyns linke Parteiführung, nutzte die Brexit-Spaltungen aus und förderte Antisemitismusvorwürfe gegen Corbyn – bis dieser zum Rücktritt gezwungen wurde.

Anschließend ebnete McSweeney Starmer den Weg an die Parteispitze. Starmer, der 2020 noch auf einem betont linken Programm gewählt worden war, entpuppte sich rasch als willfähriger Komplize eines Projekts, das der Partei jede intellektuelle Energie und jeden programmatischen Kern entzog. Was blieb, war eine hohle Hülle – perfekt organisiert, aber ohne Seele.

Ein Wahlsieg auf tönernen Füßen

Der vermeintliche Triumph bei der Parlamentswahl im Juli 2024 sprach Bände. Ja, Labour gewann 412 von 650 Sitzen – eine erdrückende Mehrheit. Doch die Zahlen dahinter erzählen eine ganz andere Geschichte: Nur 33,7 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von mageren 59,7 Prozent. Der Erfolg war, wie es ein Kommentator treffend formulierte, einen Kilometer breit, aber nur einen Zentimeter tief. Das verzerrende britische Mehrheitswahlrecht hatte die tiefe Unbeliebtheit der Konservativen nach vierzehn glanzlosen Regierungsjahren in einen Labour-Erdrutsch verwandelt – nicht etwa die Begeisterung der Wähler für Starmers Programm. Denn ein solches existierte schlicht nicht.

Die Leere im Zentrum der Macht

Nach der Machtübernahme zeigte sich das ganze Ausmaß der programmatischen Dürre. Ohne ein positives Zukunftsprojekt – abgesehen von nebulösen Bekenntnissen zu einer „Wachstumsstrategie" – blieb der Regierung nichts anderes übrig, als gebetsmühlenartig dem konservativen Vorgänger die Schuld zuzuschieben. Gleichzeitig setzte sie Maßnahmen um, die das ohnehin bescheidene Wachstumspotenzial der britischen Wirtschaft weiter erstickten. Ein Muster, das deutschen Beobachtern nur allzu vertraut vorkommen dürfte.

Starmer avancierte in Rekordzeit zum unbeliebtesten Premierminister der britischen Nachkriegsgeschichte. Angesichts der jüngeren Abfolge schwacher Führungspersönlichkeiten auf der Insel – man denke nur an die 49-tägige Tragikomödie der Amtszeit von Liz Truss – ist dies eine geradezu bemerkenswerte Leistung. Oder besser gesagt: eine bemerkenswerte Nicht-Leistung.

Parallelen zur deutschen Misere

Was sich in Großbritannien abspielt, sollte auch hierzulande aufhorchen lassen. Die Entkernung einer Volkspartei, die Ersetzung von Überzeugungen durch reines Machtmanagement, die programmatische Leere hinter glänzenden Wahlkampfversprechen – all das kennt der deutsche Bürger nur zu gut. Auch in Berlin regiert man seit Jahren mit dem Prinzip Hoffnung statt mit einem kohärenten Plan für die Zukunft des Landes. Die Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar die chaotische Ampel-Ära beendet, doch ob das versprochene 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen tatsächlich Wachstum generiert oder nur die nächste Generation mit Schulden belastet, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Die Mandelson-Affäre zeigt einmal mehr, wohin es führt, wenn politische Eliten sich von den Sorgen und Werten der normalen Bevölkerung abkoppeln. Wenn Netzwerke und Seilschaften wichtiger werden als Integrität und Anstand. Wenn die Frage, wer wen kennt, schwerer wiegt als die Frage, wer für was steht. Es ist eine Krise, die weit über Großbritannien hinausreicht – und die all jene bestätigt, die seit Jahren vor der moralischen Erosion des politischen Establishments warnen.

Ob Starmer diese Krise politisch überlebt, ist derzeit offen. Eine offensichtliche Alternative innerhalb der Labour-Partei gibt es nicht, was ihm paradoxerweise eine Gnadenfrist verschaffen könnte. Doch eines steht fest: Solange die politische Mitte nicht mit echten Inhalten, mit einem klaren Bekenntnis zu gesellschaftlicher Erneuerung, wirtschaftlicher Vernunft und – ja – auch zu traditionellen Werten wie Anstand und Verantwortung gefüllt wird, werden solche Skandale immer wieder die Fundamente erschüttern, auf denen hohle Machtprojekte errichtet wurden.

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