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Kettner Edelmetalle
12.02.2026
18:38 Uhr

Macrons Billionen-Wahnsinn: Wie Eurobonds Europa in den Abgrund reißen sollen

Während die europäische Wirtschaft bereits unter einer erdrückenden Schuldenlast ächzt, treibt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die fiskalische Selbstzerstörung des Kontinents auf die Spitze. Vor dem EU-Wettbewerbsgipfel im belgischen Alden Biesen forderte er am Dienstag nichts Geringeres als die permanente gemeinsame Verschuldungsfähigkeit auf EU-Ebene – finanziert durch die Ausgabe von 1,2 Billionen Euro in gemeinsamen Eurobonds jährlich. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen.

Der Draghi-Plan: Planwirtschaft im europäischen Gewand

Grundlage dieser fiskalischen Hybris ist der sogenannte Draghi-Plan, benannt nach dem ehemaligen EZB-Präsidenten und italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi. Dessen Rezept gegen Europas offenkundige Produktivitäts- und Wachstumsschwäche klingt so simpel wie gefährlich: Die Eurozone solle jährlich 800 Milliarden Euro an gemeinsamen Schulden aufnehmen und diese Mittel „strategisch" in erneuerbare Energien, Digitalisierung und eine koordinierte europäische Industriepolitik investieren. Damit, so die Verheißung, werde man die massive Wettbewerbslücke zu den USA und China schließen.

Was Draghi als visionären Paradigmenwechsel verkauft, ist in Wahrheit die Vollendung dessen, was der verstorbene Bundeskanzler Helmut Kohl einst als absolute rote Linie für die Aufgabe der Deutschen Mark und die Einführung des Euro definiert hatte: die Schaffung eines EU-weiten Schuldengemeinschaftstopfes. Kohl wusste, warum er diese Grenze zog. Er kannte das fiskalische Gebaren von Ländern wie Frankreich, Griechenland, Italien oder Spanien nur zu gut.

Ein Präsident ohne Volk will Europas Geldbörse öffnen

Dass ausgerechnet Macron sich zum lautesten Trommler dieser Politik aufschwingt, entbehrt nicht einer gewissen tragischen Ironie. Ein Präsident, dessen Zustimmungswerte bei kläglichen 15 Prozent dümpeln, der keine parlamentarische Mehrheit besitzt und dessen Minderheitsregierung unter Premierminister Sébastien Lecornu in permanenter Blockade gefangen ist – dieser Mann möchte nun über das Geld anderer Nationen verfügen. Frankreichs Staatsverschuldung liegt bei über 115 Prozent des BIP, das Defizit übersteigt in diesem Jahr deutlich die Fünf-Prozent-Marke. Das Land ist und bleibt der unreformierbare, unregierbare Mühlstein, der nun anderen Europäern um den Hals gehängt werden soll.

Natürlich sollen die Billionen in „grüne und digitale Technologien" sowie den wachsenden europäischen Verteidigungskomplex fließen. Grün scheint nach wie vor die Farbe der Hoffnung zu sein, während der europäische Alltag in tiefes Grau versinkt. Man fragt sich unwillkürlich: Haben die Architekten dieser Politik jemals einen Blick auf die reale Wirtschaft geworfen? Auf die mittelständischen Unternehmen, die unter Regulierungswut und Energiekosten zusammenbrechen?

Deutschland als Zahlmeister – wieder einmal

Für den deutschen Steuerzahler bedeutet dieser Plan nichts anderes als eine weitere massive Umverteilung. Jeder nationale Haushaltspolitiker in Südeuropa würde sich ohne Zögern auf Deutschlands fiskalische Solidität verlassen – jene Solidität, die Bundeskanzler Friedrich Merz mit seinem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen bereits erheblich beschädigt hat. Merz, der im Wahlkampf noch versprach, keine neuen Schulden zu machen, hat mit seiner Zustimmung zu diesem gewaltigen Schuldenpaket die Verhandlungsposition Deutschlands in Brüssel nachhaltig geschwächt. Wie will man glaubwürdig gegen Eurobonds argumentieren, wenn man selbst gerade die größte Schuldenorgie der deutschen Nachkriegsgeschichte eingeleitet hat?

Die Debatte über die Einführung einer Vermögenssteuer in Deutschland oder die Erhöhung der Erbschaftssteuer auf Betriebsvermögen unterstreicht dabei die technokratische Denkweise der politischen Klasse. Es geht darum, die fiskalischen Lasten auf eine schrumpfende Mittelschicht abzuwälzen – jene Leistungsträger, die dieses Land am Laufen halten.

Das mediterrane Problem ist unlösbar

Es wäre freilich ungerecht, den Fokus allein auf Frankreich zu richten. Die enormen fiskalischen Löcher in anderen Ländern sind ebenso besorgniserregend. Das mediterrane Schuldenproblem lässt sich unter dem gegenwärtigen politischen Design schlicht nicht lösen. Selbst Länder wie Finnland und insbesondere Belgien taumeln einer ernsthaften Finanzierungskrise ihrer überdimensionierten Wohlfahrtsstaaten entgegen. Die EU ist längst mehr als nur ein Club der Schuldner – sie ist ein Kartell der Reformverweigerer.

Die eigentliche Ursache wird ignoriert

Was an diesem Gipfel besonders grotesk anmutet: Europas bürokratische Vertreter beraten über Wettbewerbsfähigkeit, ohne zu erkennen, dass ihre eigene Existenzlogik und ihr institutionelles Design die Hauptursache der wirtschaftlichen Schwäche sind. Die Zahl der erlassenen Regulierungen und Eingriffe in Marktprozesse definiert geradezu die politische Macht innerhalb dieser Struktur. Unterdessen steuert die Union im Modus grüner Transformations-Planwirtschaft auf eine ökonomische Katastrophe zu, ohne dass der bürokratische Apparat auch nur im Geringsten davon betroffen wäre.

Innerhalb des Brüsseler Führungszirkels herrscht Konsens, drängende Reformen aufzuschieben – sei es die Beendigung der ideologischen Politik offener Grenzen oder die Begrenzung überdimensionierter Wohlfahrtsstaaten – und stattdessen durch neue Schulden und immer höhere Abgaben auf die Mittelschicht Zeit zu kaufen. Ein Spiel auf Zeit, das unweigerlich verloren gehen wird.

Wettbewerbsfähigkeit braucht Werte, keine Schulden

Echte Wettbewerbsfähigkeit lässt sich nicht durch staatliche Investitionsprogramme und finanzielle Anreize herbeizaubern. Sie gedeiht nur auf einem Fundament wertbasierten Denkens, stabiler Familienstrukturen und generationenübergreifender Verantwortung. Bildung, Fleiß und Innovation können nur dort blühen, wo individuelle Leistung anerkannt wird. Ebenso entscheidend sind soziale Bindungen, die Wissen und Fähigkeiten von einer Generation an die nächste weitergeben. Ohne dieses kulturelle und moralische Fundament degeneriert jedes Gemeinwesen zu einer Form des Parasitismus – am deutlichsten sichtbar in Europas wuchernden Wohlfahrtsstrukturen.

Die Aufbürdung kolossaler Schulden auf künftige Generationen, um das fatale europäische Sozialisierungsexperiment zu stabilisieren, stellt die ethische Todsünde dieser Politik dar. Macron, von der Leyen und Merz erscheinen dabei weniger als handelnde Akteure denn als Symptome eines postmodernen kulturellen Problems: Die Ablehnung bürgerlicher Werte, die Erosion kulturellen Kapitals und die Missachtung meritokratischer Prinzipien beschleunigen den Niedergang der westlichen Volkswirtschaften.

Gold als Anker in stürmischen Zeiten

Angesichts dieser bedrohlichen fiskalischen Entwicklungen dürfte es kaum verwundern, dass immer mehr Bürger ihr Vermögen in physische Edelmetalle umschichten. Wenn Politiker Billionen an neuen Schulden aufnehmen wollen, ist die Entwertung des Geldes nur eine Frage der Zeit. Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg ihren Wert bewahrt – ganz im Gegensatz zu den Versprechen europäischer Zentralplaner. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte physische Edelmetalle als unverzichtbaren Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden. Konsultieren Sie bei Bedarf einen qualifizierten Finanzberater.

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