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Kettner Edelmetalle
25.04.2026
09:20 Uhr

Leergefegte Arsenale: Wie der Irankrieg die militärische Supermacht USA entblößt hat

Leergefegte Arsenale: Wie der Irankrieg die militärische Supermacht USA entblößt hat

Was als demonstrative Machtdemonstration begann, endet als strategisches Desaster: Die Vereinigten Staaten haben in nur sieben Wochen Krieg gegen den Iran einen derart massiven Anteil ihrer modernsten Präzisionswaffen verfeuert, dass das Pentagon nun mit einem Problem ringt, das man in Washington bisher allenfalls aus Studien über Russland oder China kannte – einem akuten Munitionsmangel. Eine neue Analyse des Center for Strategic and International Studies (CSIS) zeichnet ein Bild, das die strahlende Selbstdarstellung der US-Administration und westlicher Leitmedien Lügen straft.

Wenn die Hochglanz-Propaganda auf die nüchterne Bilanz trifft

Die Zahlen, die das CSIS zusammengetragen hat, dürften in der Pentagon-Zentrale für hektische Telefonate gesorgt haben. Die kritischen Bestände an Präzisionsschlagraketen vom Typ PrSM, Patriot-, THAAD-, SM-3- und SM-6-Luftabwehrraketen sowie der legendären Tomahawk-Marschflugkörper sollen auf ein „erschreckendes" Niveau geschrumpft sein. Die exakten Zahlen halten die US-Streitkräfte zwar weiter unter Verschluss, doch die Größenordnung ist eindeutig: Bis Ende März seien rund 1.000 Tomahawk-Marschflugkörper verschossen worden – bei einem Gesamtbestand, der je nach Schätzung zwischen 3.000 und 4.500 Stück liegen soll.

Besonders pikant: Im Verteidigungshaushalt 2025 waren ganze 57 neue Tomahawks vorgesehen. Eine Zahl, die angesichts des Verbrauchs in den Kampagnen gegen Iran und Jemen geradezu absurd anmutet. Wer einen Krieg dieser Intensität führen will, sollte besser auch den Nachschub bedacht haben – ein militärischer Grundsatz, den offenbar selbst die teuerste Streitmacht der Welt vergessen hat.

Drei Jahre Wiederaufbau – mindestens

Die CSIS-Analysten ließen wenig Zweifel daran, dass die Wiederherstellung der Bestände ein langwieriger und teurer Kraftakt werden dürfte. Ein zitierter Experte des Thinktanks erklärte, es werde „ein bis vier Jahre dauern, diese Bestände wieder aufzufüllen, und danach noch mehrere Jahre, um sie auf das erforderliche Niveau auszubauen". Mit anderen Worten: Die USA sind für die absehbare Zukunft militärisch geschwächt – nicht in absoluten Zahlen, aber in der Fähigkeit, einen weiteren großangelegten konventionellen Konflikt zu führen.

Besonders dramatisch betroffen seien die GBU-57-Bunkerbrecher-Bomben, deren Bestand nach den Angriffen auf iranische Atomanlagen praktisch erschöpft sein soll. Mit Stückkosten von über 370 Millionen Dollar pro Bombe wird die Wiederbeschaffung selbst für den US-Verteidigungsetat zu einer schmerzhaften Übung.

Der Mythos der Luftherrschaft bröckelt

Besonders bemerkenswert sind die Ausführungen des Berichts zu jenem Punkt, den Donald Trump und die westlichen Konzernmedien wochenlang als unbestreitbaren Triumph verkauft hatten: die angebliche Luftherrschaft über dem Iran. Das CSIS zeichnet ein anderes Bild. Die iranische Luftabwehr habe es feindlichen Flugzeugen verwehrt, tief in iranisches Territorium einzudringen. Die Folge: Statt billiger Freifallbomben mussten US-amerikanische und israelische Streitkräfte auf teure Stand-off-Raketen ausweichen, die aus sicherer Entfernung verschossen wurden.

Drohnen vom Typ MQ-9 Reaper, einst als Wunderwaffe gepriesen, sollen extreme Verlustraten erlitten haben. US-Kriegsschiffe samt Flugzeugträgern mussten sich Hunderte Kilometer von der iranischen Küste zurückziehen. Und selbst dann ereilte die Marine ein peinliches Schlaglicht: Auf dem mit 13 Milliarden Dollar teuersten Kriegsschiff der Welt brach ein Brand in der Bordbibliothek aus, dessen Bekämpfung 30 Stunden in Anspruch nahm und 200 Verletzte unter den Seeleuten forderte. Eine Bibliothek. Auf einem Flugzeugträger. Man muss diese Episode zweimal lesen, um ihre Tragikomik vollständig zu erfassen.

Was bedeutet das für die geopolitische Großwetterlage?

Die strategischen Konsequenzen sind weitreichend – und dürften in Peking, Pjöngjang und Moskau mit großem Interesse zur Kenntnis genommen worden sein. Wenn die USA tatsächlich Jahre benötigen, um ihre Präzisionsmunition wiederaufzufüllen, dann verschiebt sich das militärische Gleichgewicht im pazifischen Raum spürbar. Genau dort, wo das CSIS „gleichwertige bzw. fast gleichwertige Gegner" verortet, ist Washington nun für eine ganze Weile auf Defensivpositionen reduziert.

Für Europa, insbesondere für Deutschland, das sich unter der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD sicherheitspolitisch immer enger an Washington bindet und gigantische Sondervermögen für Aufrüstung mobilisiert, ist das eine unbequeme Erkenntnis. Wer sich auf einen Verbündeten verlässt, dessen militärische Reserven nach sieben Wochen intensiver Kampfhandlungen erschöpft sind, sollte zumindest Plan B in der Schublade haben. Doch von strategischer Eigenständigkeit ist in Berlin bekanntlich wenig zu spüren.

Was Anleger aus dieser Lage lernen sollten

Geopolitische Erschütterungen dieser Größenordnung haben historisch immer eine klare Botschaft an die Kapitalmärkte gesendet: Vertrauen in Papierwerte, in staatliche Versprechen und in die Stabilität militärisch-politischer Ordnungen ist trügerisch. In Zeiten, in denen selbst die scheinbar unbezwingbare Supermacht ihre Munitionslager leergeschossen hat und ihre Verwundbarkeit offen zutage tritt, gewinnen krisenfeste Sachwerte an Bedeutung. Physisches Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg bewiesen, dass sie geopolitische Stürme überdauern – ganz unabhängig davon, welche Großmacht gerade ihre strategischen Reserven verschleudert. Eine durchdachte Beimischung physischer Edelmetalle in ein breit gestreutes Portfolio bleibt damit ein bewährter Anker zur Vermögenssicherung.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier wiedergegebenen Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion auf Basis der vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, selbst ausreichend zu recherchieren und trägt die alleinige Verantwortung für seine Anlageentscheidungen. Bei individuellen Fragen empfiehlt sich die Konsultation eines unabhängigen Finanzberaters.

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