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19.01.2026
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Kronprinz im Exil: Schah-Sohn kündigt dramatische Rückkehr in den Iran an

Kronprinz im Exil: Schah-Sohn kündigt dramatische Rückkehr in den Iran an

Während das Mullah-Regime im Iran mit beispielloser Brutalität gegen die eigene Bevölkerung vorgeht, meldet sich der Sohn des letzten Schahs mit einer aufsehenerregenden Ankündigung zu Wort. Reza Pahlavi, der seit über vier Jahrzehnten im amerikanischen Exil lebt, hat in einer Videobotschaft erklärt, in seine Heimat zurückkehren zu wollen. Die Worte, die er wählte, könnten kaum dramatischer sein: „Das ist die letzte Schlacht."

Eine Botschaft, die Millionen erreicht

Der 65-jährige Pahlavi, dessen Vater einst als letzter Schah von Persien das Land autoritär regierte, wandte sich über die Plattform X direkt an die Weltöffentlichkeit. Seine Reichweite ist beachtlich – beinahe zwei Millionen Menschen folgen seinen Stellungnahmen in den sozialen Medien. In seiner Videobotschaft betonte er, dass die Ablehnung der iranischen Bevölkerung weit über das aktuelle Regime von Machthaber Ali Khamenei hinausgehe. Es gebe vielmehr eine breite Forderung nach einem glaubwürdigen politischen Neuanfang.

Einen konkreten Zeitpunkt für seine angekündigte Rückkehr nannte Pahlavi nicht. Ob ihm eine Einreise überhaupt möglich wäre und welche Konsequenzen ihm dort drohen könnten, bleibt völlig offen. Die iranischen Machthaber dürften den Sohn des gestürzten Monarchen kaum mit offenen Armen empfangen.

Genozid unter dem Schutz digitaler Dunkelheit

Die Ankündigung Pahlavis fällt in eine Zeit beispielloser Gewalt gegen die iranische Zivilbevölkerung. Was derzeit im Iran geschieht, lässt selbst hartgesottene Beobachter erschaudern. Nach Informationen eines iranischen Ärztenetzwerks, über die die britische Sunday Times berichtet, sollen bei den jüngsten Protesten gegen das Mullah-Regime mindestens 16.500 Menschen ums Leben gekommen sein. Weitere 330.000 Menschen seien verletzt worden.

Diese Zahlen sind keine Propaganda oppositioneller Kräfte, sondern wurden von Medizinern aus verschiedenen Kliniken und Notaufnahmestellen zusammengetragen. Der Münchner Arzt Amir Parasta, der seit 2022 an der Etablierung dieses Ärztenetzwerks beteiligt ist, findet drastische Worte für das Geschehen: Es handele sich um einen „Genozid unter dem Schutz der digitalen Dunkelheit".

Militärische Waffen gegen Zivilisten

Das Regime hat seit dem 8. Januar den iranischen Zugang zum Internet blockiert – ein perfider Versuch, die Gräueltaten vor der Weltöffentlichkeit zu verbergen. Nur durch das Satelliten-Internetsystem Starlink konnten die Ärzte ihre erschütternden Informationen überhaupt nach außen übermitteln. Parasta betont, dass es sich bei den genannten Zahlen um „vorsichtig geschätzte Mindestzahlen" handele. Viele Betroffene würden aus Angst vor den Behörden keine ärztliche Hilfe aufsuchen.

Was die Berichte besonders erschreckend macht: Die Brutalität hat eine völlig neue Dimension erreicht. Bei den Protesten im Jahr 2022 seien noch hauptsächlich Gummigeschosse und Schrotflinten eingesetzt worden. Nun verwende das Regime militärische Waffen und ziele bewusst auf Kopf, Hals und Brust der Demonstranten. An einzelnen Tagen seien regelrechte Massaker verübt worden. Die Schwere der Gewalt gegen die größtenteils unter 30-jährigen Opfer würde selbst gestandene Ärzte mit Kriegserfahrung schockieren.

Die historische Dimension

Die Geschichte der Familie Pahlavi ist untrennbar mit dem Schicksal des modernen Iran verbunden. 1979 musste die Familie im Zuge der islamischen Revolution das Land verlassen. Der letzte Schah hatte seinen Sohn einst zum Kronprinzen ernannt – ein Titel, der heute nur noch symbolische Bedeutung hat. Oder etwa doch mehr?

Die Frage, die sich nun stellt, ist von historischer Tragweite: Kann ein Mann, der sein Heimatland als Teenager verlassen musste, tatsächlich eine Rolle bei der Neugestaltung des Iran spielen? Die internationale Gemeinschaft, so fordert Pahlavi, müsse die Bestrebungen der iranischen Bevölkerung nach Freiheit entschlossener unterstützen. Ob diese Forderung auf offene Ohren stößt, wird sich zeigen.

Eines steht fest: Die Ereignisse im Iran verdienen weit mehr Aufmerksamkeit, als ihnen derzeit zuteilwird. Während sich westliche Regierungen in endlosen Debatten über Gendersternchen und Klimakleber verlieren, sterben im Iran junge Menschen für den Traum von Freiheit. Die Ankündigung Pahlavis könnte ein Wendepunkt sein – oder eine weitere Fußnote in der tragischen Geschichte eines Landes, das seit Jahrzehnten unter der Knute religiöser Fanatiker leidet.

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