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Kettner Edelmetalle
28.05.2026
20:59 Uhr

Krisenalarm im Genossenschafts-Sektor: Bad Bank der Volksbanken schluckt Problemkredite in Rekordhöhe

Wenn die hauseigene Müllabfuhr der Volks- und Raiffeisenbanken plötzlich dreimal so viel Schrott verarbeiten muss wie im Vorjahr, dann ist das mehr als nur ein statistischer Ausreißer – es ist ein Alarmsignal. Die BAG Bankaktiengesellschaft, jene Abwicklungsgesellschaft, die als Bad Bank der genossenschaftlichen Finanzgruppe fungiert, meldet für 2025 einen Anstieg ihres Geschäftsvolumens um knapp 1,4 Milliarden Euro. Ein Niveau, das zuletzt vor über 20 Jahren erreicht wurde – damals, im Krisenjahr 2003, als gleich mehrere Genossenschaftsbanken ins Straucheln gerieten.

Ein Volumen, das nachdenklich stimmt

Insgesamt bearbeitet die BAG nun Ende 2025 ein Volumen von gut 1,7 Milliarden Euro an Problemkrediten, notleidenden Immobilien und schwierigen Beteiligungen. Eine Hausnummer, die deutlich macht, in welchem Zustand sich Teile der deutschen Bankenlandschaft tatsächlich befinden. Die offiziellen Verlautbarungen mögen beruhigend klingen, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Wer dreimal so viele faule Kredite einsammeln muss wie im Vorjahr, der erlebt nicht etwa eine konjunkturelle Delle – der erlebt die Folgen einer wirtschaftspolitischen Vollbremsung.

Die Quittung für eine verfehlte Wirtschaftspolitik

Es wäre fahrlässig, den dramatischen Anstieg der Problemkredite isoliert zu betrachten. Tatsächlich spiegelt die Bilanz der BAG das wider, was viele Unternehmer und Mittelständler längst am eigenen Leib erfahren: Eine deutsche Wirtschaft, die unter explodierenden Energiekosten, ausufernder Bürokratie und ideologisch motivierten Auflagen ächzt. Die jahrelange grüne Transformationsromantik, die teure Klimapolitik und die nun im Grundgesetz verankerte Klimaneutralität bis 2045 hinterlassen Spuren – auch in den Kreditbüchern der Banken. Wenn Unternehmen ihre Schulden nicht mehr bedienen können, weil Produktionsstätten unrentabel werden oder ins Ausland abwandern, landen diese Forderungen am Ende bei Abwicklungsgesellschaften wie der BAG.

Düstere Aussichten für 2026

BAG-Chef René Kunsleben gibt sich verhalten: Man rechne auch für 2026 mit weiterem Zuwachs, allerdings nicht in der Größenordnung des Vorjahres. Im niedrigen dreistelligen Millionenbereich sollten die zu übernehmenden Problemkredite, Immobilien und Beteiligungen liegen, so seine Einschätzung. Eine Prognose, die in ihrer Nüchternheit fast trügerisch wirkt – denn sie setzt voraus, dass sich die wirtschaftliche Lage nicht weiter verschlechtert. Angesichts der angekündigten US-Strafzölle unter Präsident Trump, der anhaltenden geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten und der Ukraine sowie der hausgemachten deutschen Strukturprobleme darf man diese Einschätzung getrost als optimistisch bezeichnen.

Rettungsfälle reihen sich aneinander

Die Liste der Stützungsfälle im genossenschaftlichen Sektor liest sich mittlerweile wie ein Sittengemälde der deutschen Bankenkrise im Kleinen. Vom Bankhaus RSA, das weitere Finanzhilfen benötigt, über die Volksbank Brawo, die ihren Vorstandschef Brinkmann entließ und nun sogar das eigene Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellt, bis hin zur VR Altmark – die Probleme häufen sich. Eine Kapitalerhöhung über 200 Millionen Euro musste die Bad Bank bereits einstecken, um den wachsenden Berg an Problemfällen überhaupt bewältigen zu können.

Was bedeutet das für den Sparer?

Für den deutschen Sparer ist diese Entwicklung mehr als nur eine Randnotiz im Wirtschaftsteil. Sie ist ein Mahnruf. Wenn selbst der traditionell als solide geltende Genossenschaftssektor unter den Folgen einer fehlgeleiteten Wirtschaftspolitik ächzt, sollte sich jeder Bürger Gedanken über die Sicherheit seines Vermögens machen. Das Vertrauen in das Bankensystem mag in Deutschland tief verwurzelt sein, doch Geschichte und Gegenwart zeigen immer wieder: Papiergeld auf Bankkonten ist nicht das robusteste Fundament für die private Vermögenssicherung.

In Zeiten, in denen die Bundesregierung unter Friedrich Merz – entgegen aller Wahlversprechen – ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen auflegt und damit kommende Generationen mit Zinsen belastet, gewinnt die Frage nach werthaltigen, krisenfesten Anlageformen zunehmend an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg ihren Wert bewahrt – unabhängig davon, ob Banken strauchelten, Währungen kollabierten oder Regierungen sich verkalkulierten. Als Beimischung in einem ausgewogenen Portfolio leisten sie das, was Bankguthaben in Krisenzeiten oft nicht können: realen Werterhalt.

Fazit: Symptom einer tieferen Krise

Die Rekordübernahmen der BAG sind kein zufälliges Ereignis, sondern Symptom einer tieferen wirtschaftlichen Schieflage. Solange die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland nicht grundlegend reformiert werden – weg von ideologischer Klimapolitik, hin zu einer wirtschaftsfreundlichen Standortpolitik – ist mit einer Entspannung kaum zu rechnen. Der mündige Bürger tut gut daran, die Zeichen der Zeit zu erkennen und sein Vermögen entsprechend breit aufzustellen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier wiedergegebenen Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion auf Grundlage der uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigene Recherchen anzustellen und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Eine Haftung für etwaige Vermögensschäden, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Inhalte resultieren könnten, wird ausdrücklich ausgeschlossen.

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