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Kettner Edelmetalle
22.08.2026
21:55 Uhr
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„Kriegserklärung an alle": Teheran wettert gegen Trumps Sanktionshammer

„Kriegserklärung an alle": Teheran wettert gegen Trumps Sanktionshammer
Symbolbild: KI-generiert

Teheran holt zum rhetorischen Gegenschlag aus. Am Samstag bezeichnete der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, das neue Sanktionspaket der US-Regierung als „Kriegserklärung" an sämtliche Staaten der Welt. Anlass ist der Plan von US-Finanzminister Scott Bessent, die Islamische Republik mit den nach eigenen Worten härtesten Sanktionen der Geschichte wirtschaftlich in die Knie zu zwingen.

Washington will die Zahlungsadern kappen

Bessent hatte Medienberichten zufolge in dieser Woche angekündigt, den ökonomischen Druck massiv hochzufahren – erklärtes Ziel sei der Kollaps der iranischen Wirtschaft und Führung. Der Hintergrund: Das 60-tägige Verhandlungsfenster zwischen Washington und Teheran lief am Montag ergebnislos aus.

Der Knackpunkt liegt in den sogenannten Sekundärsanktionen. Sie treffen nicht nur den Iran selbst, sondern jede Bank, jede Reederei und jeden Flughafen weltweit, die noch Geschäfte mit Teheran machen. Wer nicht mitzieht, verliert den Zugang zum US-Finanzsystem.

„Rückkehr zum Kolonialismus"?

Genau daran entzündet sich Baghaeis Kritik. Die Vereinigten Staaten versuchten, eine extraterritoriale Hoheit über unabhängige UN-Mitgliedstaaten auszuüben, erklärte er der Nachrichtenagentur Fars zufolge. Kein Staat habe das Recht, ausländische Unternehmen unter fremder Rechtshoheit zum Abbruch legitimen Handels zu zwingen.

„Solche Sekundärsanktionen haben keine Grundlage im Völkerrecht."

Das Ministerium beruft sich dabei auf den Grundsatz der souveränen Gleichheit aus Artikel 2 Absatz 1 der UN-Charta. Eine Unterwerfung unter diese Einschüchterung, so Baghaei weiter, wäre eine katastrophale Rückkehr zu offenem Kolonialismus. Beobachter werten den Appell als gezielten Versuch, Sympathien in den BRICS-Staaten und im Globalen Süden zu mobilisieren – China und Russland dürften ohnehin kaum mitziehen.

Drohungen an die Golf-Nachbarn

Militärisch klingt es noch schärfer. Der Generalstabschef der iranischen Streitkräfte, Ali Abdollahi, warnte am Mittwoch, jede Unterstützung für das US-Militär gelte als Teilnahme an der Operation. Es sei schwer vorstellbar, dass eine derart große Zahl von Militär- und Tankflugzeugen ohne Wissen der Gastländer auf regionalen Basen stationiert sei.

Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf legte auf X nach: Zahlreiche Botschaften über neue Sicherheits- und Wirtschaftsarrangements hätten Teheran erreicht. Nur eine eigenständige, regionale Ordnung bringe echte Sicherheit, so seine Botschaft.

Warum das auch Ihren Geldbeutel trifft

Für Europa ist das keine ferne Randnotiz. Durch die Straße von Hormus lief vor dem Krieg rund ein Viertel des seewärtigen Ölhandels und etwa ein Fünftel des globalen Flüssiggases. Seit Beginn der US-israelischen Angriffe Ende Februar 2026 ist die Meerenge faktisch dicht.

Die Folge: Brent notierte zuletzt bei rund 91 Dollar je Barrel, die Energiepreise halten den Inflationsdruck hoch. Während Washington über Axios von einem „Stealth-Korridor" mit Millionen Barrel Durchsatz berichten lässt, weist Teheran diese Darstellung als Erfindung zurück. Wer hier die Wahrheit sagt, lässt sich von außen kaum prüfen.

Gold hat in diesem Umfeld im August kräftig zugelegt und pendelt Marktberichten zufolge um die Marke von 4.380 US-Dollar je Unze. In einer Welt, in der Zahlungswege zur Waffe werden, gewinnt physisch verfügbares Eigentum ohne Gegenparteirisiko an Bedeutung – als nüchterne Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt unsere Einschätzung auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger muss eigenständig recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst.

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