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Kettner Edelmetalle
10.06.2026
16:58 Uhr

Krieg am Persischen Golf: Trump droht mit weiteren Schlägen gegen Iran – Ölpreis explodiert

Es ist das Szenario, vor dem Beobachter seit Wochen gewarnt haben: Der schwelende Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran droht endgültig zu eskalieren. US-Präsident Donald Trump kündigte am Mittwoch im Weißen Haus an, den Iran erneut – und zwar "sehr hart" – anzugreifen. Die Folge an den Märkten ließ nicht lange auf sich warten: Der Ölpreis schoss in die Höhe, die Aktienmärkte gerieten ins Trudeln. Wieder einmal zeigt sich, wie zerbrechlich die Weltordnung geworden ist und wie schnell Wohlstand und Versorgungssicherheit ins Wanken geraten können.

"Wir werden sie hart treffen" – Trumps unmissverständliche Drohung

"Wir haben sie gestern hart getroffen, und wir werden sie heute wieder hart treffen", erklärte Trump gegenüber Reportern. Auf konkrete Ziele wollte sich der Präsident nicht festlegen, doch laut Berichten von Fox News stünden Kraftwerke und Brücken im Visier. Der eigentliche Auslöser für die jüngste Eskalation: Der Iran soll einen amerikanischen Apache-Hubschrauber in der Nähe der Straße von Hormus abgeschossen haben. Teheran hat dies bislang weder bestätigt noch dementiert.

"Ich arbeite seit Monaten mit dem Iran, und sie sollten ihren Deal unterschreiben. Es war nur tap, tap, tap – ich weiß nicht, was sie da treiben." – Donald Trump

Trump warf der Führung in Teheran vor, die Verhandlungen über ein Friedensabkommen bewusst zu verschleppen. Nun müsse der Iran "den Preis zahlen". Bemerkenswert ist dabei das diplomatische Zickzack des US-Präsidenten: Innerhalb von kaum zwölf Stunden schwankte seine Rhetorik vom angeblich kurz bevorstehenden Abkommen hin zu neuen Angriffsdrohungen. Eine klare strategische Linie bleibt – wie so oft – im Nebel.

Raketen auf Bahrain, Kuwait und Jordanien

Die nächtlichen Gefechte erreichten eine neue Dimension. Der Iran reklamierte Angriffe in Kuwait, Bahrain und Jordanien für sich – allesamt Länder, die amerikanische Truppen beherbergen. Besonders schwer getroffen wurde offenbar das Hauptquartier der Fünften US-Flotte in Manama, der Hauptstadt Bahrains. Videoaufnahmen sollen bis zu 20 separate Explosionen über der Stadt zeigen.

Die iranischen Revolutionsgarden meldeten Raketenangriffe auf vier amerikanische Ziele, darunter Unterstände für F-35-Kampfjets und ein Kommandozentrum auf der Al-Azraq-Luftwaffenbasis in Jordanien. Kuwait gab an, frühmorgens Geschosse abgefangen zu haben, Jordanien wollte fünf iranische Raketen abgewehrt haben. Unmittelbare Opferzahlen wurden zunächst nicht gemeldet.

Teheran beruft sich auf das Recht zur Selbstverteidigung

Die iranische Führung verkaufte ihre Angriffe als legitime Selbstverteidigung und warnte die Anrainerstaaten davor, ihr Territorium als Aufmarschgebiet für Angriffe gegen die Islamische Republik zur Verfügung zu stellen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums machte deutlich, dass man "wo immer notwendig" mit Nachdruck reagieren werde. Diplomatie und Schlachtfeld seien, so die Botschaft aus Teheran, keine getrennten Angelegenheiten, sondern dienten gemeinsam dem Schutz nationaler Interessen.

Die Märkte reagieren – Öl klettert über 91 Dollar

Was an den geopolitischen Frontlinien geschieht, schlägt unmittelbar auf unsere Brieftaschen durch. Die Sorte WTI sprang um mehr als einen Dollar und überstieg die Marke von 91 Dollar pro Barrel, Brent berührte zeitweise 94 Dollar. Der S&P 500 weitete seine Verluste auf über ein Prozent aus. Die Botschaft der Anleger ist eindeutig: Sie wittern keinerlei friedliche Ausfahrt aus diesem Konflikt.

Für deutsche Verbraucher dürfte das nichts Gutes bedeuten. Steigende Energiepreise treffen ein Land, das ohnehin unter den Folgen einer verfehlten Wirtschaftspolitik ächzt. Während die Bundesregierung Milliarden in ideologische Projekte pumpt und sich mit 500-Milliarden-Sondervermögen verschuldet, droht uns von außen die nächste Teuerungswelle. Wer glaubt, dass eine solche Gemengelage die Inflation zähmt, der irrt gewaltig.

"Jede Seite glaubt, die Eskalation kontrollieren zu können"

Ein langjähriger Kriegskorrespondent und Nahost-Analyst brachte das gefährliche Kalkül auf den Punkt: Das Brisanteste an der Lage sei, dass jede Seite glaube, die Eskalation beherrschen zu können. Doch ein einziger Zwischenfall könne die Zurückhaltung erodieren lassen – und sollten die Gespräche endgültig scheitern, könne aus der vermeintlich kontrollierten Eskalation ein weitaus größerer Flächenbrand werden. Die Geschichte lehrt: Überschreitet ein einziger Schlag die rote Linie, können die Angriffe völlig außer Kontrolle geraten.

US-Vizepräsident J.D. Vance gab sich derweil betont optimistisch und sprach von einem Abkommen, das "spätestens vor den Midterms" stehen könnte. Ob solche Beteuerungen angesichts der nächtlichen Raketensalven mehr als Zweckoptimismus sind, darf bezweifelt werden.

Was bleibt für den vorsichtigen Bürger?

In Zeiten, in denen geopolitische Brandherde unaufhörlich neue Funken schlagen und politische Entscheidungsträger zwischen Drohgebärde und Verhandlungsangebot taumeln, suchen viele Menschen nach Beständigkeit. Es ist kein Zufall, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber in unsicheren Zeiten ihre wahre Stärke ausspielen. Sie kennen keine Schuldenberge, keine Notenpresse und keine politischen Launen. Als krisenfeste Ergänzung eines breit gestreuten Vermögens haben sie sich über Jahrhunderte bewährt – gerade dann, wenn Papierwerte ins Wanken geraten und Kriege die Versorgungsketten der Weltwirtschaft bedrohen.

Haftungsausschluss: Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion dar und basiert auf den uns vorliegenden Informationen. Es handelt sich ausdrücklich nicht um eine Anlageberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Investitionsentscheidungen selbst. Die Entwicklung von Märkten und Rohstoffpreisen unterliegt zahlreichen Risiken, eine Gewähr für künftige Entwicklungen kann nicht übernommen werden.

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